Zollern-Alb-Kurier

Am Mittwoch erreichte uns eine Zuschrift von einem unserer Leser. Dieser schickte uns einen Artikel, bzw. eine Veröffentlichung eines Leserbriefes, welcher am 13. März im sogenannten Zollern-Alb-Kurier erschienen sein soll. Darin freute sich der Leserbriefverfasser, dass angeblich 200 dieser ungeimpften Menschen täglich sterben würden.

Der Zusender betonte eindrücklich, dass er die Echtheit des Leserbriefes und dessen Herkunft nicht bestätigen könne. Wir konnten dazu online auch nichts finden, haben jedoch keinen Grund, daran zu glauben. Das regionale Kleinstblatt mit einer Auflage von gerade einmal 20.000 Stück und einer Onlinereichweiter unterhalb von jeglicher Relevanz dürfte für einen gesteuerten Fake der üblichen Verdächtigen sicherlich uninteressant sein.

Wir überprüfen auch gängige Faktencheckportale und fragten sogar bei der Redaktion selbst an. Wir erhielten jedoch – wie zu erwarten – keine Antwort. Keine Antwort bedeutet in den aller meisten Fällen, dass man sich „schuldig bekennt“.

In dem veröffentlichten Leserbrief geht es dem Verfasser, einem 85 Jahre alten Balinger namens Siegried Richter um seine persönliche Meinung, dass „Coronagegner“ ihre Krankheit selbst zahlen müssten. Wir als Journalisten haben oft genug betont, dass wir die Meinungsfreiheit schützen und für diese einstehen. Doch scheint sich schon in dem harmlosen Teil des Leserbriefs abzuzeichnen, dass es sich bei Herrn Richter nicht um die hellste Kerze unter Deutschlands warmer Sonne handelt. Unabhängig davon, dass man mit dieser „Argumentation“ auch Raucher, Fettleibige, Sportmuffel und Extremsportler zur Kasse bitten könnte und damit das soziale System abschafft, fragen wir uns nach über 2 Jahren Corona immer noch, was ein „Coronagegner“ ist.

Desöftern verwendeten auch Politiker, Polizeipressesprecher und andere diesen Begriff, wir fragten häufig nach. Man korrigierte den Begriff, entschuldigte sich vereinzelt für die unglückliche Ausdrucksweise, aber schlau geworden sind wir daraus nicht. Wir alle sind gerne gesund und kein Fan von Krankheiten – unabhängig von ihrer tatsächlichen Gefährlichkeit. Daher wollen wir hoffen, dass wir ALLE „Coronagegner“ sind.

Doch soweit ist das die freie Meinung von Herrn Richter aus Balingen, die wir respektieren und obwohl wir sie verwerflich finden, mit flammenden Schwert verteidigen. Dann aber folgt der skandalöse Absatz. Richter schreibt: „Ich bin 85 Jahre alt, viermal geimpft und Corona ist für mich ein Furz. Es freut mich sehr, dass täglich 200 dieser denkenden Menschen an Corona verrecken und sage ein freundliches „macht weiter so.“ Lieber Herr Richter, wir respektieren Ihre Meinung und Ihre Entscheidung, sich impfen zu lassen. Jedoch ist es eine Falschnachricht, dass täglich 200 ungeimpfte Menschen sterben. Weiter sollten Sie sich Ihrem eigenen Schutz zur Liebe vielleicht einmal weiter in die Thematik einlesen. Wir wünschen Ihnen von Herzen, dass Sie weder an Corona erkranken, noch Impfnebenwirkungen erleiden werden und wenn dem so sein sollte, sind Sie zwar selbst Schuld, aber Sie haben unser aufrichtiges Mitleid. Denn als Menschen und Humanisten wünschen wir niemanden den Tod – wie Sie es in Ihrem Leserbrief getan haben.

Und der Zollern-Alb-Kurier? Es ist geschmacklos, Todeswünsche eines offenbar senilen alten Herren zu veröffentlichen – ihn dann noch bei vollem Namen zu nennen – und das dann noch journalistische Arbeit zu nennen. Nicht einmal Stellung vermochten Sie hierzu nehmen. Das Gute an Ihnen: Wir haben den Namen Ihrer Zeitung zuvor noch nie gehört und werden ihn sicherlich auch künftig nicht mehr hören. Der Artikel auf unserer Webseite wird sicherlich mehr Aufrufe erhalten, als Ihr gesamter Internetauftritt im ganzen Jahr. Insofern: Leben Sie wohl. Hoffentlich auch ohne Corona.

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3 Gedanken zu „Zollern-Alb-Kurier veröffentlicht Leserbrief mit Todeswünschen“
  1. Hallo,

    Ich kann die Echtheit bestätigen, da ich selbst das Foto des Artikels der Druckausgabe gemacht habe.
    In den Folgetagen sind zahlreiche Reaktionen in Form von Leserbriefen abgedruckt worden sowie ein wenig überzeugendes Entschuldigungsschreiben des Chefredakteurs Herrn Irion.
    Ich kann Ihnen gerne Screenshots davon zukommen lassen.
    Beste Grüße aus Albstadt,
    T. Fröschlin

  2. Zum Thema: Ukrainischer Botschafter Melnyk
    Ich frage mich allen Ernstes, wie lange noch wollen wir zulassen, dass uns der ukrainische flegelhafte und unverschämte Botschafter Melnyk mit dem „Nasenring durch die Manege“ führt. Mit seiner jüngsten Hetztirade gegen Bundeskanzler Olaf Scholz (Beleidigte Leberwurst) benahm sich de Botschafter erneut wie ein „beißender Kettenhund“ und missbrauchte das Gastland Deutschland in grobschlächtiger Weise. Man muss es doch mit aller Deutlichkeit sagen dürfen: wer als Repräsentant der Bundesregierung in die Ukraine reist, entscheidet allein Deutschland und nicht die Ukraine, geschweige der lümmelhafte und rüde Botschafter Melnyk. Dieser Pseudodiplomat spuckt doch regelmäßig jedem Bürger in Deutschland ins Gesicht, wohl wissend dass die Bundesrepublik bereits vor Putins Angriffskrieg der größte Geldgeber und Unterstützer der Ukraine war und allein in den ersten acht Wochen des Krieges Waffen und Rüstungsgüter im Wert von über 225 Millionen Euro geliefert hat. Es wäre daher ratsam, wenn Herr Melnyk endlich die Luft anhalten würde. Das Fass ist zum Überlaufen voll. Oder will der Botschafter gänzlich zur Persona non grata werden?
    Dr. Kurt Scheidle Geislingen

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