Schweinfurt

Am 26. Dezember 2021, dem zweiten Weihnachtstag oder auch Stephanitag kam es in Schweinfurt zu einer Demonstration gegen die Coronamaßnahmen. Dabei wurde ein vierjähriges Kind durch Reizgas verletzt. Die Aussagen von Polizei, die von regierungsnahen Medien kritiklos und einseitig übernommen wurden, widersprechen sich mit den Aussagen unterschiedlicher Augenzeugen. Analysen des vorliegenden Videomaterials lässt wieder einmal darauf schließen, dass hier von Seiten der Beamten erneut gelogen wurde.

Dieses Video zeigt die vermeintlichen Durchbrüche von gewaltorientierten Personen, wie die Polizei es nennt. Quelle: Netzfund auf https://t.me/RIE_ReteInformazioneEuropea, Ursprung unbekannt

Die Demonstration ist laut Angaben der Polizei nicht angemeldet gewesen. Nähere Hintergründe hierzu sind nicht bekannt. Die Polizei kesselte die Spaziergänger in bekannter Art und Weise ein, so dass diese sich nicht bewegen konnten. Eine Zermürbungstaktik. Dieses Vorgehen dient dazu, Teilnehmer einzuschüchtern, sie zum Nachhausegehen zu bewegen (was ihnen aber nicht gewährt wird) und sie beim potentiellen nächsten Mal davon abzuhalten, an so einer Demonstration teilzunehmen. Jedoch fehlt hier einmal mehr die Frage nach nach der Verhältnismäßigkeit. Bei den Coronamaßnahmeprotesten handelt es sich in den allermeisten Fällen um friedliche Veranstaltungen, von denen keinerlei Gewalt ausgeht. Vermeintliche Übergriffe sind in den meisten Fällen von Polizeibehörden frei erfunden und von den regierungsnahen Medien kritiklos übernommen oder gar unterstützt. Stefan Raven News hat im Jahr 2020 selbst von zahlreichen Coronamaßnahmekritikdemonstrantionen berichtet und kann dieses Vorgehen bestätigen. Es werden von Beamten grundlos einzelne Personen geschubst und provoziert. Zudem ist festzuhalten, dass es gestern knackige Minusgrade gab, wo sich bei einer Einkesselung sogar die Frage nach einer mutwilligen Körperverletzung der Beamten stellt.

Das oben eingefügte Video zeigt den vermeintlichen Durchbruch von angeblich gewaltbereiten Personen. Es handelt sich vorerst um eine einzelne Person, die friedlich versucht durch die Absperrung zu kommen und erst bei der durch die Beamten ausgeführte übermäßige Gewalt anfängt, sich zu verteidigen. Während der Festnahme friedlich passierende Demonstranten wurden von einem einzelnen Beamten (zweite Videohälfte) erst angefasst und dann mit Reizgas besprüht.

Von Seiten der Polizei wird immer wieder erwähnt, dass sich die Coronamaßnahmekritiker auf Demonstrationen nicht an die Regeln halten und dass deswegen so entschieden gegen diese vorgegangen wird. Das ist jedoch falsch. Denn Stefan Raven News und befreundete Medien und Journalisten berichteten auch von zahlreichen anderen Demonstrationen wie zum Beispiel Black Lives Matter, Friday for Future oder auch dem Christopher Street Day. Bei all diesen Veranstaltungen wurden keinerlei Corona-Maßnahmen eingehalten, teilweise war erheblich Alkohol im Spiel und die Polizei ist nicht eingeschritten. Wie zum Beispiel hier in Berlin, von wo Stefan Raven persönlich berichtete.

Stefan Raven zeigte im Sommer, dass fehlende Masken und Abstände nicht zwangsläufig zur Demoauflösung durch die Polizei führt, wenn es sich um die „richtigen Themen“ handelt.

Es ist also klar belegt, dass es sich um eine politische Instrumentalisierung der Polizei handelt, dass diese bewusst gegen Coronamaßnahmekritikdemonstranten gehetzt wird und womöglich auch angehalten wird, gegen diese aggressiv vorzugehen. Auf dem Telegramkanal von Rechtsanwalt und Querdenkenorganisator Markus Haintz wurde eine Sprachnachricht veröffentlicht, wo eine Frau – wohl die Mutter – von der Situation berichtet. Demnach sei den Kindern kalt gewesen und man wollte zum Auto gehen, welches im Parkhaus stand. Dann sei ein Beamter ohne Vorwarnung mit Pfefferspray auf die Gruppe losgegangen. Im Polizeibericht heißt es, dass eine Frau mit Hilfe des Kinderwagens versucht hätte, die Polizeiblockade zu durchbrechen.

Eine Person schildert den Vorfall aus ihrer Sicht. Ihre Kinder sollen durch das Reizgas der Beamten verletzt worden sein. Quelle: Telegram-Kanal Markus Haintz

Weiter berichtet das schon oft wegen Verbreitung von Falschnachrichten kritisierte Magazin BR24, dass das vierjährige Kind unverzüglich zum Rettungsdienst gebracht und medizinisch versorgt worden sei. Ein auf Telegram kursierendes Video zeigt jedoch eine andere Szene. In einem Ladeneingang wurde das Kind mit einer männlichen Person von der Polizei abgeschirmt. Der Filmer gibt sich als Rettungssanitäter aus, dies darf jedoch zu Recht angezweifelt werden und es ist daher davon auszugehen, dass dieser lediglich Bilder von dem Kind erhaschen wollte. Da war in diesem Fall das Abhalten des „Ersthelfers“ sogar richtig. Markus Haintz scheint das hier aber nicht zu hinterfragen und mit seiner ihm üblichen Sensationslust mehr zu schaden, als zu helfen. Denn die Person behauptet, erst „heute“ eine Fortbildung gehabt zu haben. Es handelte sich jedoch um den zweiten Weihnachtsfeiertag, zusätzlich um einen Sonntag. Wir sind daher der Ansicht, dass es sich lediglich um einen Irren handelt, wie es ihn wohl in jeder größeren Gruppe von Menschen gibt. Nichtsdestotrotz ist keine Hilfe erkennbar und es wird auf den Rettungswagen gewartet. Die Aussage der Polizei über sofortige Hilfe ist somit falsch.

Ebenfalls auf dem Kanal von Markus Haintz tauchte eine schriftliche Aussage der Frau auf, die auf dem Video, wo das Kind mit Wasser behandelt wird, zu sehen ist: „Hallo, ich bin die Frau die man auf dem Video erkennt, die das Kind versorgt, ich bin nicht die Mutter! Ich stand direkt neben dem Kinderwagen. Wir waren alle eine ruhige Gruppe und wollten hinter dem Bus raus, der Vater schob den Kinderwagen.

Die Mutter, keine Ahnung wo sie war, plötzlich war eine Wand von Polizei da, aggressiv, und richteten gezielt auf mich, andere und direkt in den Kinderwagen , Pfefferspray. Was sie in Einsatz brachten. Ich habe mich auf das Kind gebeugt um es zu schützen, was die Polizei sah und mich dann in Pfefferspray gebadet hat, meine Haut schmerzt noch immer. Das Kind hat enorm viel mitbekommen. Der Vater hat nichts mehr sehen können und ich sah auf dem rechten Auge nur noch, so habe ich versucht dem Kind irgendwie zu helfen.

Wir sind zuerst in eine Türecke am Haus um Mithilfe von Wasser auszuspülen Ich bat einen Polizisten um Wasser, das gab er, aber auch mit bitte um einen Rettungswagen, das verweigerte er. Mein Mann und unser erwachsener Sohn wollten uns helfen, sie wurden aber abgewiesen. Mein Mann hat dann telefonisch den Rettungswagen bestellt. Als der Rettungswagen Vorort war ,hat man uns dann geholfen. Ich bin mit der Mutter in Kontakt und als Zeugin verfügbar.

Die Mutter war getrennt in der Menge mit ihrer 8 Jahre alten Tochter. Die Tochter hat auch Pfefferspray abbekommen. Die Polizei war sehr gewaltbereit. Wir hatten keine Chance. Es waren viele Familien mit Kindern spazieren. Die Polizei war sehr gewaltbereit. Ich bin selbst Mutter und es hat mich sehr tief schockiert. Ich habe nur versucht dem Kind zu helfen.“

Markus Haintz berichtet in einer Sprachnachricht anschließend davon, dass er mit der Zeugin noch einmal gesprochen hat und dass das Reizgas bewusst und gezielt in den Kindergarten gesprüht worden sei. Der Polizist soll dabei noch gegrinst haben. Wir können diese Aussage nicht bestätigen, hoffen aber, dass weitere Bilder und Videos auftauchen, auch Zeugenaussagen, um diesen Fall lückenlos aufzuklären.

Bereits am 29. August 2020 kam es zum unangekündigten Reizgaseinsatz gegen eine Gruppe von Menschen, in der sich Kleinkinder befanden. Foto: Stefan Raven News

Es handelte sich hier nicht um den ersten Fall von Reizgaseinsatz gegen Kleinkinder. Bei dem vermeintlichen Reichstagssturm am 29. August 2020 waren ebenfalls vier Kleinkinder im vergleichbaren Alter anwesend. Stefan Raven News berichtete hierzu. Auch hier wurde ohne Vorwarnung Reizgas eingesetzt, ungeachtet der Anwesenheit von Kindern und den friedlichen Protestlern. Zu den gestrigen Vorfällen sagt der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Bayern, Jürgen Köhnlein, dass die Mitnahme von Kindern auf solche Demonstrationen ein Fall für das Jugendamt sei. Weiter teilte er mit: „Die Polizei hat immer die Verhältnismäßigkeit zu wahren, kann sich aber durch solche unvertretbaren Aktionen nicht in ihrer Arbeit beeinträchtigen lassen.“ Als Redaktion, die sich klar zu Menschenrechten, Ethik und Demokratie bekennt, sehen wir einen Rücktritt Köhnleins in Anbetracht dieser Äußerungen als angebracht.

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