ArbeitArbeit, Rente

Wir haben schon öfter über die unterschiedlichsten Zustände bei den Versanddienstleistern in Deutschland geschrieben und wir haben uns auch explizit mit UPS befasst, welcher in Deutschland bei über 10.000 Bewertungen lediglich 1,4 von 5 Sterne aufweisen kann. Doch das jüngste Erlebnis mit diesem Unternehmen ist uns eine kleine Anekdote zum Sonntag wert.

Wieder einmal haben wir auf Flyer für unsere Werbepartner gewartet. Diese sollten zwischen dem 9. und 10. Februar kommen. Doch schon am 8. Februar bekamen wir die Mitteilung, dass das Paket unterwegs sei. Wir warteten also zu zweit darauf und einer hielt stets das Fenster und die Straße im Auge. Wir hatten ja schon unsere Erfahrungen mit dem Paketdienstleister gemacht. Erst sollte das Paket zwischen 10:30 und 12:30 Uhr kommen. Als diese Zeit verstrichen war, stand in der Sendungsverfolgung, dass die Sendung im Laufe des Arbeitstags kommen würde. Um 14:35 Uhr kam dann die Meldung, dass ein Zustellversuch erfolgte, wir aber leider nicht angetroffen wurden. Keine Ahnung, wo dieser Zustellversuch stattgefunden haben soll, aber in unserer Straße war kein UPS-Fahrzeug langgefahren und geklingelt hat auch keiner.

Es erfolgte in gewohnter Art und Weise wieder ein Anruf mit einer Beschwerde. Bei der Hotline erreichten wir wieder das bekannte Call-Center. Wie bei allen Lieferungen zuvor konnte unser Gesprächspartner auch wieder nur gebrochenes Deutsch und man musste alles mehrfach wiederholen. Dann machte er endlich einen „Vorfall“ auf und versprach uns, dass sich die Niederlassung binnen einer Stunde melden würde. Natürlich meldete man sich nicht eine Stunde nach dem Telefonat, sondern um 18:30 Uhr und somit 30 Minuten vor Feierabend. An dem Tag könne auch keiner mehr kommen, da keiner mehr da sei, teilte man uns mit. Auf die Frage, warum man solche Leute überhaupt einstellt, teilte man uns mit, dass man froh sei, überhaupt Fahrer zu haben. Man kenne dieses Verhalten aber von dem Fahrer. (sic!) Man muss dazu noch wissen, dass man sich als arbeitender Mensch ganz besonders über solche Fahrer freut, wenn man den ganzen Tag extra wartet und UPS diese Art von Paket nicht in eine Filiale umleiten kann und auch nicht am Wochenende ausliefert.

Also warteten wir am nächsten Werktag erneut. Das Paket sollte zwischen 9:30 und 11:30 Uhr kommen laut Sendungsauskunft. Nachdem diese Zeit wie zu erwarten wieder fruchtlos verstrichen ist, rief ich erneut bei UPS an. Natürlich sprach mein Gesprächspartner noch ein schlechteres Deutsch als der vom Vortag. Der weigerte sich auch massiv, das Anliegen zu verstehen und weiterzugeben. Also warteten wir weiter. Gegen 14:05 Uhr kam dann tatsächlich ein UPS-Wagen in unsere Straße. Dieser stellte sich auf einen Behindertenparkplatz und wurde auch umgehend von einem Ordnungsbeamten angesprochen. Dann fuhr er weiter und stellte sich entsprechend einer erhaltenen Anweisung in eine angrenzende Seitenstraße etwa 40 Meter von unserem Haus entfernt. Dort unterzog er sich etwa eine Stunde lang eine Maßnahme der zugerufenen Berliner Polizei. Als diese abgeschlossen war und er hinten in den Wagen stieg, dachte ich, dass ja jetzt endlich unser Paket kommen würde. Doch Fehlanzeige. Er ging nach vorne durch, setzte sich ans Steuer und fuhr davon. Zwei Minuten später erhielten wir die Meldung, dass wir vermeintlich nicht angetroffen wurden. Sofort rief ich wieder bei UPS an und bat um eine dringende Beschwerde bzgl. des Fahrers. Man wollte mich binnen einer Stunde zurückrufen. Dies geschah jedoch bis heute nicht. Die Dame, welche ich am Apparat hatte, sprach – man ahnt es vllt. schon – noch einmal weniger deutsch als ihre beiden Vorgänger. Das führte dann auch dazu, dass bei meinem Paket – ohne dass ich es beantragt habe, die Adresse geändert wurde. Der Firmenname wurde anstelle meines Namens ein zweites Mal eingetragen.

Also warteten wir auch an Tag 3 wieder auf das Paket. Es sollte laut Anzeige erst zwischen 8:30 und 10:30 Uhr kommen. Diese Zeit verstrich natürlich. Um 14:35 Uhr stand dann ein UPS-Wagen vor der Tür. Der selbe Fahrer wie am Vortag stieg tatsächlich aus und ging zu unserem Haus. Ich bin blitzschnell heruntergerannt und habe mich einige Meter neben der Haustür positioniert. Der Fahrer – ein Südländer – stand vor der großen Klingelanlage (elektronisch) und tippte einige Buchstaben ein, die aber keinen vernünftigen Namen ergaben und folglich keine Treffer. Ich gehe davon aus, dass er noch nicht einmal das lateinische Alphabet beherrschte. Ohne irgendwo zu klingeln, wollte er dann wieder gehen, so dass ich laut „Stopp“ schrie und mich ihm vorstellte und auswies. Er übergab mir das Paket und ich fragte, was gestern los war. Ich hätte ihn gesehen, aber er hat nicht geklingelt. „Nichts deutsch“ war die professionelle Antwort der Fachkraft. Sein Gesicht sah aus als wenn er einen schweren Unfall hatte oder sich einige andere Kunden bereits ausgiebig bei ihm beschwert hätten.

Dies teilte ich so den Flyerhersteller mit. Diese entschuldigten sich, sagten mir jedoch, dass ein Wechsel des Lieferdienstes nicht möglich sei, da man mit diesem in einem Vertrag stünde. Tja, wir stehen mit dem Flyeranbieter nicht im Vertrag und werden beim nächsten Mal definitiv woanders bestellen. So nicht!

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Obwohl nur ein einziger Journalist mit der gelegentlichen Unterstützung zahlreicher ebenfalls freiberuflicher Kollegen und Ehrenamtler hat Stefan Raven News seit 2020 immer wieder Dinge aufgedeckt, die andere Medien erst später berichteten. Leider sehen es diese Medien nicht als angebracht an, den Erstberichterstatter (uns/mich) zu nennen, wie es im Journalismus Gang und Gebe ist. Einige haben uns sogar schon gelegentlich die Stories im wahrsten Sinne des Wortes geklaut. Das ist kein netter Umgang zwischen Kollegen.

Auf der anderen Seite werde ich auch immer wieder von politischen Extremisten angezeigt. Die Vorwürfe nennt man mir noch nicht einmal. Die Anzeigen stellen sich nach zwei Monaten von alleine ein. Es scheint hier vermutlich darum zu gehen, unliebsame Berichterstatter wegen ihrer hohen Trefferquote an Aufdeckungen einzuschüchtern. Funktioniert leider nicht, da weder ich, noch meine Kollegen uns jemals etwas zu schulden kommen lassen. Um ehrlich zu sein, motiviert uns dieses sogar noch, noch weiter zu bohren, noch mehr nachzuhaken und erst Recht über bestimmte Themen zu schreiben.

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Ein Gedanke zu „Anekdote zum Sonntag: UPS senkt Kundenfreundlichkeit auf Nullniveau“
  1. Tja! Ganz ähnlich – und auch gleich mehrfach – verlief das bei „DHL“ (benannt nach den urdeutschen US-Gründern Dalsey, Hillblom und Lynn). Sogar „erfolgreich zugestellt“ vermerkte man in der Sendungsverfolgung. Zustellort: Briefkasten! Allerdings besteht da – wieder – ein Problem: Der Briefkasten – ich wohne im „Service Wohnen“ -befindet sich innerhalb des Gebäudes und erfordert klingeln, was natürlich nicht erfolgt ist. Ach und ein weiteres Problem besteht ebenfalls: Die Sendung passt nicht durch die Öffnung des DIN-Briefkastens.

    Dass die Zusteller – zumeist – gar keine noch landestypische Sprache mehr verstehen, vielleicht auch weder lesen noch schreiben können, ist halt „bunt“, hinzu kommt, dass diese Zusteller zumeist aus einem (Un)kulturkreis stammen, in dem es zur Religiosität gehört „Ungläubige“ zu hassen, dann kommt derzeit noch dazu, dass die Meisten „gejaucht“ sind und die Arbeitswilligkeit dadurch noch mehr gebremst wird. Auch Hinweise, wie „Lieferung enthält kein Schweinefleisch und keinen Alkohol“, bringen aufgrund der vorherrschen Leseschwäche nichts!

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