Zurück in die Zukunft

Es wurden weitere Planungsmittel für den Weiterbau des Berliner Stadtrings nach Friedrichhain durch das Bundesverkehrsministerium freigegeben. Während dies insgesamt – so auch von vielen Parteien – aus diversen Gründen zu begrüßen ist, nehmen die Berliner Grünen das zum Anlass und teilen der Öffentlichkeit ihren Glauben mit, dass es sich bei Elektroautos offenbar um Fluggeräte handelt.

Der Weiterbau hat nämlich unter anderem den Ansatz, das Berliner Zentrum um Friedrichshain vom Verkehr zu entlasten. Dies führt auch zu einer deutlichen Luftverbesserung der Anwohner dort. AfD-Verkehrsexperte Harald Laatsch teilte hierzu mit: „Das Konzept der Verengung des Raumes für den motorisierten Individualverkehr geht nicht auf. Weder die Berliner, noch die Besucher der Hauptstadt werden auf das Auto verzichten wollen oder können, trotz aller Verkehrsbehinderungen durch den Senat. Die rotgrünroten Ideen würden schon bald und unweigerlich ins Chaos führen und Berlin zur Dauerstau-Hauptstadt machen.“

Auch Oliver Friederici, der verkehrspolitische Sprecher der Berliner CDU teilt mit: „Dass der Weiterbau der A 100 bis Storkower Strasse jetzt in die Wege geleitet wird, ist eine gute Nachricht für die Berlinerinnen und Berliner. Damit wird gerade der Osten der Berliner Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlastet. Somit dürfte sich auch die Luftqualität in vielen Stadtstrassen verbessern. Es ist zugleich eine gute Lösung für das Nadelöhr an der Elsenbrücke.“ Damit stimmt er der Einschätzung der Berliner Industrie- und Handelskammer zu, welche sagte, dass Berlin die A100 aktuell mehr brauche denn je.

Dass es die Grünen mit dem Umweltschutz nicht ernst meinen, sieht man dagegen an der Stellungnahme des Fraktionsvorsitzenden der Berliner Grünen, Werner Graf. Trotz der zu erwartenden Luftverbesserung für die Anwohner in Friedrichshain sagt er: „Wir werden alles geben, um den Ausbau der A100 zu verhindern. Auch in der Ampel gibt es dazu noch keine Verständigung. Wir werden diesen Unfug verhindern.“

Doch den eigentlichen und offensichtlichsten Irrsinn lässt der Linksextremist und Verschwörungsideologe Werner gleich zu Beginn der Pressemitteilung verlautbaren: „Wir müssen weg vom Öl und Bundesverkehrsminister Wissing will eine unnütze Autobahn durch Berlin bauen.“ Nun, Herr Werner, selbst mit alternativen Antriebsarten sind Automobile immer noch Fahrzeuge auf Rädern. Flugwagen gibt es serienmäßig bisher nur in dem Film „Zurück in die Zukunft 2“. Eventuell haben Sie Ihre Expertise daher? Aber selbst wenn in ferner Zukunft umweltfreundlichere Technologien die Benziner ablösen sollten, werden bis dahin noch sehr viele Jahre vergehen und für die Lkw-Frage ist bis heute keine Lösung in Sicht. Sollen die Menschen in Friedrichshain etwa mehr Abgase einatmen als nötig, nur weil Sie als Vertreter einer gesellschaftlichen und politischen Minderheit von einer Fahrradhauptstadt träumen?

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