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Es gibt Dinge, die sind so bekloppt, die kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Doch wenn man davon hört, weiß man gleich: Das muss in Deutschland passiert sein. Und ist es selbst dafür fast schon zu verrückt, dann passierte es in Berlin. So auch jetzt in Steglitz-Zehlendorf.

Aufgrund des hohen Bedarfs an Lehrer stellt Berlin auch Hochschulabsolventen ein, die nicht auf Lehramt studiert haben. Die sogenannten Quereinsteiger. Aktuell sind knapp 10 Prozent der Lehrkräfte in Berlin Quereinsteiger. Doch die Berliner Chaos-Verwaltung hat dafür gesorgt, dass ein Drittel aller offenen Stellen für Quereinsteiger vorgesehen ist. Dies führte jetzt zu absolutem Irrsinn.

Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf haben sich laut Tagesspiegel 62 Lehrer beworben. Ausgebildete Lehrer. Doch nur 40 davon werden eingestellt. Grund: Die anderen Plätze sind für Quereinsteiger vorgesehen. Von denen weiß niemand, ob und wann sie kommen werden. Statt einen Lehrermangel zu beseitigen, scheint diese Berliner Glanzleistung ihn zu fördern.

Der Bildungsexperte der AfD-Hauptstadtfraktion, Thorsten Weiß, kommentiert die Zurückweisung der Bewerbung von 22 ausgebildeten Lehrern in Steglitz-Zehlendorf:

„Es ist dramatisch und bezeichnend für den Zustand des Berliner Schulsystems, dass von 148 Lehrerstellen nicht mal ein Drittel an ausgebildete Lehrer vergeben wird. Vollends grotesk wird der Fall, wenn der Bezirk ausgebildete Lehrer abweisen muss, weil die Plätze für Quereinsteiger vorgesehen sind, von denen allerdings niemand weiß, ob sie sich überhaupt bewerben.

Mit dem Freihalten von Plätzen für Quereinsteiger setzt die Bildungsverwaltung vollkommen falsche Prioritäten. Selbstverständlich müssen freie Lehrerstellen stets und vorrangig an ausgebildete Pädagogen vergeben werden. Quereinsteiger dürfen lediglich eine Notlösung sein, um die jahrzehntelangen Defizite der Berliner Bildungspolitik halbwegs abzumildern. Bildungsgerechtigkeit bedeutet, dass so viele Schüler wie möglich beste Bildung genießen, und nicht, dass das Elend gleichmäßig verteilt wird.“

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