Berlins Bürgermeister Michael Müller

In der vergangenen Woche bekamen wir einige Zuschriften von zahlreichen Lesern aus Berlin. Grund war ein Impfaufruf des Berliner Bürgermeisters, Michael Müller (SPD), der bei vielen Haushalten für Empörung sorgte. Grund genug, für uns einmal bei der Senatskanzlei nachzufragen.

Gleich im ersten Absatz wirbt Müller damit, dass „wir“ unsere Freiheit zurückwollen und zwar dauerhaft. „Der beste und sicherste Weg dorthin ist die Impfung“, heißt es weiter. Gefolgt von „Lassen Sie sich impfen!“ und „denken Sie auch an die wichtige Zweitimpfung!“. Im Impfzentrum bräuchte man dafür keinen Termin mehr, schreibt der Bürgermeister. Genau diese Inhalte lösten bei ungeimpften, aber auch geimpften Personen, die uns anschrieben, Unmut aus.

Michael Müller verweist explizit an die Impfzentren. Doch in keinem Wort spricht er davon, dass die Corona-Impfungen, wie jede Impfung, auch Risiken und Nebenwirkungen aufweisen können und daher eine ausführliche ärztliche Beratung nicht nur sinnvoll, sondern erforderlich erscheint. Insbesondere deswegen, da sämtliche Impfstoffe bisher lediglich eine Notzulassung haben, dagegen aber schon viel über Risiken bei Risikogruppen (z. B. Allergiker), aber auch bei jungen Männern zwischen 20 und 30 Jahren (Myokarditis) bekannt ist. Diesen wichtigen Hinweis vermissen auch wir und suchen auf uns zugespielten Karten vergeblich. Nicht einmal ein Weblink oder ein so moderner QR-Code zu Sicherheitshinweisen ist zu finden. Auf die Frage, warum darauf nicht hingewiesen wurde, erhielten wir trotz Nachfrage keine Antwort. Ebenso wenig darauf, warum explizit auf eine „wichtige Zweitimpfung“ hingewiesen wird, wenn nicht alle Impfstoffe eine Zweitimpfung erfordern. „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“, heißt es bei jeder Pharmawerbung verpflichtend. Für Müller und seinen Senat gilt dies wohl nicht.

Insgesamt verstrich die von uns großzügig angelegte Deadline zur Beantwortung der Fragen auch ohne überhaupt eine Antwort zu erhalten. Erst nach Setzen einer kurzen Nachfrist und Ankündigung, das Verwaltungsgericht anzurufen erhielten wir Antwort. An wen die Infopost verschickt wurde, wollten wir vom Bürgermeister, bzw. der Senatskanzlei wissen. Man teilte uns mit, dass diese Post an alle Berliner Haushalte geschickt wurde. Dabei weist das Bundesland Berlin die höchsten Impfanteile in allen ostdeutschen Bundesländern auf. 64,2 % haben mindestens eine Impfdosis bekommen, das entspricht über 2,3 Millionen Berliner. Vollständig geimpft sind über 2,1 Millionen Hauptstadtbewohner, also 58,9 %. Berlin hat aktuell etwas über 3,7 Millionen Einwohner. D. h. 1,4 Millionen Berliner sind komplett ohne Impfung. Davon sind über 600.000 Jugendliche, also lediglich 0,8 Millionen Berliner haben keine Impfung erhalten.

Zuschriften dieser Art erhielten wir zahlreich. Foto: Privat

Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Wie bei jeder Impfung ist auch hier die Abwägung wichtig, ob die Risiken einer Erkrankung oder die Risiken der potentiellen Nebenwirkungen größer sind. Natürlich sind darunter auch Allergiker, denen von den meisten, wenn nicht gar allen Corona-Impfstoffen abgeraten wird. Rund 30 % der Erwachsenen sind dies laut Robert Koch – Institut. Bleiben also im Schnitt knapp über eine halbe Millionen Berliner, die sich aus anderen Gründen gegen eine Impfung entschieden haben. Um diese Leute zu erreichen – und erreicht werden damit sicherlich die Wenigsten – hat Michael Koch über 3,7 Millionen Infopostkarten an alle Berliner Haushalte verschicken lassen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 316.295 Euro für die Karten und die Versendung laut Senatskanzlei. Geld, welches die rot-rot-grün regierte Pleitestadt sicherlich an anderer Stelle dringender hätte gebrauchen können.

Die Impfung als sichersten Weg aus der „Pandemie“ zu bezeichnen, ist sicherlich einmal mehr ein Schnellschuss aus der Hüfte von Berlins Regierungschef. Gerade, wenn man bedenkt, worauf die Pandemie aufgebaut wurde. Es wurden über Monate lediglich Inzidenzwerte herangezogen, die auf einen sogenannten PCR-Test basieren. Wie Stefan Raven News bereits mehrfach berichtete, ist der SARS-CoV-2-Virus lediglich 8 Tage im menschlichen Körper überlebens- und vermehrungsfähig. 83 Tage kann ein PCR-Test jedoch das Virus im menschlichen Körper nachweisen. Die Zahl der falschpositiven Ergebnisse lässt sich mit einem Schauer auf dem Rücken nur erahnen.

Der selbsternannte Gesundheitsexperte Karl Lauterbach behauptete, die PCR-Tests wären alle in Verbindung mit einem CT-Wert gemacht worden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel berief sich in mehreren Regierungsantworten auf diese Werte. Dass das so stattgefunden haben soll ist längst widerlegt. Doch gibt auch der CT-Wert keine genaue Aussagekraft. Jeder Corona-Test ist unterschiedlich. Es hängt nicht nur davon ab, ob ein Rachen-Abstrich oder ein Nasen-Rachen-Abstrich gemacht wird, sondern auch davon, wer den Test macht und wie viel Zeit zur Verfügung steht. Ebenfalls werden die Tests von verschiedenen Herstellern produziert, so dass diese nicht zwangsläufig zum gleichen Ergebnis kommen. Eine Normierung gibt es nicht. Auch umgekehrt muss man denken, denn ein frisch angesteckter Mensch hat eine geringere Viruslast im Körper als jemand, der schon einige Tage daran erkrankt ist.

Die neuen Richtwerte, wonach nicht der Inzidenzwert allein ausschlaggebend sein soll, sondern z. B. auch die Beleglast der Krankenhäuser, ist mit Vorsicht zu genießen. Denn auch diese Zahlen entstehen durch PCR-Tests. Die Auswertung der CT-Werte ist hier ebenfalls fraglich. Des weiteren ist bekannt, dass der PCR-Test nur als Hilfsmittel zur Diagnose bestimmt sind und nicht für Massentests – auch nicht in Krankenhäusern. Ein Mensch, der mit einer anderen Atemwegserkrankung erkrankt ist, aber ebenfalls SARS-CoV-2-Viren im Körper trägt, kann fälschlich als Corona-Patient behandelt werden – und das nicht in geringem Maß. Auch ist in den seltensten uns bekannten Fällen damit überhaupt gesagt, ob die Viren überhaupt noch im Patienten lebendig waren. Selbst die korrekt positiv getesteten Patienten müssen nicht zwangsläufig erkrankt sein.

Wie viele Menschen tatsächlich real an Covid-19 erkrankt gewesen sind, wird die historische medizinische Aufarbeitung nach Ende dieses Spukes zeigen. Ob Unterstützer der blinden Impfagenda, wie Michael Müller, dann zur Rechenschaft gezogen werden, bleibt abzuwarten. Die über 300.000 Euro werden die Steuerzahler ganz sicher nicht vom scheidenden Bürgermeister wiederbekommen. Ebenso wenig wie einige ihre Gesundheit, die leichtfertig und überschnell – ggf. aus Angst – sich einer experimentellen Impfung hingaben.

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