Schiedsrichter

++ Gegen Gewalt im Jugend- und Amateurfußball

++ Politische Aufarbeitung der Gründe für den Schiedsrichterstreik war dringend nötig

Stephan Standfuß, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin, erklärt:

„Die Debatte über Gewalt im Jugend- und Amateurfußball heute im Sportausschuss hat gezeigt, dass trotz zahlreicher bereits vorhandener Initiativen gegen Gewalt das Problem weiterhin besteht. Auch wenn aufgrund der aktuellen Einschränkungen während der Corona-Pandemie der Spielbetrieb stillsteht, so gab es vorher und wird es sicherlich auch in Zukunft wieder zu Vorfällen kommen. Eine Thematisierung und Aufarbeitung des Schiedsrichterstreiks vergangenen Herbst war daher dringend nötig.

Denn oftmals sind es die Schiedsrichter, die Ziel von Beleidigungen, Bedrohungen und Gewaltaktionen auf und leider auch neben dem Platz sind. Wir haben im Ausschuss den Bericht eines Schiedsrichters hören dürfen, der seine Tätigkeit beendet hat, nachdem er während und auch noch nach einem Spiel sogar über soziale Medien beleidigt und bedroht wurde. Wir wünschen uns deshalb, dass Gewalt gegen Schiedsrichter zukünftig einfacher auch strafrechtlich verfolgt werden kann. Eine Zusammenarbeit von Sportgericht und Staatsanwaltschaft, wie es sie in Krefeld gibt, würden wir sehr begrüßen. Die Schiedsrichter müssen sicher sein können, dass sie Rückhalt genießen! Sonst werden bald Schiedsrichter im Amateurfußball fehlen.

Einigkeit herrschte bei Anzuhörenden und Ausschussmitgliedern über die Gründe für Ausschreitungen und andere Vorfälle im Jugendfußball. Übermotivierte Eltern, die ihre Schützlinge zu unfairem Verhalten anstacheln oder sich beleidigend, bedrohend oder sogar übergriffig gegen Trainer und Schiedsrichter wenden, stellen ein eklatantes Problem dar. Umso wichtiger ist es, dass die Kinder im Verein das richtige Verhalten und Fairness lernen. Eltern, die wiederholt negativ auffallen, haben in unseren Augen am Spielfeldrand nichts zu suchen.“

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