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Unter dem Motto „Take Back the Night“ demonstrierten rund 3.000 Menschen in Kreuzberg für sicherere Innenstädte für queere Menschen. Auf der „queer-feministischen“ Demo flogen Flaschen und es wurde Pyrotechnik eingesetzt. Eine große Eskalation blieb jedoch aus.

Am Vorabend des 1. Mai demonstrierten in Kreuzberg nach Polizeiangaben etwa 3.000 Menschen. Die traditionelle Demonstration in der „Walpurgisnacht“ stand unter dem Motto „Take Back the Night“. Der Demonstrationszug zog vom Mariannenplatz durch Kreuzberg zum Schlesischen Tor.

Die Veranstalter hatten FLINTA-Personen zur Demonstration aufgerufen, also Frauen, Lesben, Intersexuelle, Non-Binäre, Transsexuelle und Menschen ohne Geschlechtszuschreibung. Nach Meinung der Veranstalter wird dieser Personenkreis in patriarchalen Gesellschaften besonders diskriminiert. 

Trotz der Betonung des angeblich linken Charakters der Veranstaltung wurde die ökonomische Diskriminierung von Menschen nur am Rande thematisiert. In Redebeiträgen ging es vor allem um Gewalt gegen Frauen und andere Menschen der genannten Gruppen. Gefordert wurden unter anderem sichere Innenstädte. 

Bereits zu Beginn des Protestmarsches wurde Pyrotechnik gezündet. Die Polizei drohte darauf mit Auflösung der Demonstration. Zwischen den Beamten und einzelnen Demoteilnehmern kam es mehrfach zu Auseinandersetzungen. Mehrere Personen wurden festgenommen. Nach Mitternacht erklärten die Veranstalter die Protestaktion für beendet. Die große Eskalation blieb in diesem Jahr aus. 

Neben der Demonstration in Kreuzberg gab es noch kleinere Veranstaltungen. So marschierten nach Polizeiangaben 650 Demonstranten unter dem Motto „Frieden statt Kapitalismus“ durch den Wedding zum S-Bahnhof Gesundbrunnen. 

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