Görlitzer Park

Wie verschiedene Medien bereits berichtet haben, ist es geplant, in Berlin sechs Sportplätze umzubenennen. Bis zum 10. September sollen sechs Sportplätze des Poststadions nach Opfern sogenannter rassistischer und extremistischer Gewalt umbenannt werden. Einer dieser Sportplätze soll nach George Floyd benannt werden. Doch starb Floyd nicht an der Gewalteinwirkung des Polizisten allein, wie offizielle Stellen jetzt bekannt geben.

Weiter ist fraglich, warum hier Floyds Leben als Krimineller und Drogensüchtiger gänzlich außer Acht gelassen wird. Sicherlich haben viele Menschen unter ihm gelitten. Viele Experten kritisierten bereits, dass die Verurteilung Chauvins ein politisches und kein juristisches Urteil war und dass eine Verurteilung von vornherein feststand. Während der offizielle Autopsiebericht Drogen und eine Erkrankung erwähnt, ist im zweiten Gutachten, welches Floyds Familie in Auftrag gab, nichts zu lesen. Der Richter verurteilte Floyd wegen Mordes. Doch konnte der Polizist bei der Festnahme eines bekannten Kriminellen und Drogensüchtigen von dessen Erkrankung wissen?

Denn jetzt stellen weitere Experten den Mordvorwurf in Frage. Der US-amerikanische Verband der Gerichtsmediziner hat die Glaubwürdigkeit eines zweiten Autopsieberichts infrage gestellt, der von der Familie des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd in Auftrag gegeben worden war.

„Die unabhängige Autopsie ist diejenige, die von einem Mediziner unternommen wird, der – anders als private Pathologen – keinen Anreiz hat, zu einer bestimmten Sichtweise zu kommen“, heißt es in der Stellungnahme des Berufsverbands. Der Verband der Gerichtsmediziner verteidigte somit die offizielle und unabhängige Autopsie Floyds.

„Auch wenn die Öffentlichkeit Zweifel an der Miteinbeziehung natürlicher Krankheiten und des Drogenkonsums als „beitragend zum Tod“ auf dem Totenschein von Herrn Floyd hat, ist dies ein übliches Vorgehen von Gerichtsmedizinern“, so der Berufsverband. Dies führe zu einem umfassenderen Verständnis der Gründe für einen Todesfall. Zudem wiesen die Gerichtsmediziner daraufhin, dass die Kategorie „Homizid” auf einem Totenschein lediglich als „Tod durch die Einwirkung einer anderen Person” definiert und nicht mit dem juristischen Begriff des Mordes gleichzusetzen sei.

Stefan Raven News schlägt der Bezirksverordnetenversammlung Berlin Mitte daher vor, die Benennung des Sportplatzes zurückzuziehen und stattdessen vielleicht bei den Kollegen in Kreuzberg-Friedrichshain anzufragen, ob man den Görlitzer Park, den Hauptumschlagsort für Drogen in Berlin, nicht besser nach George Floyd benennen möchte.

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