KlimalügeKlimalüge

Mehrere Menschen protestieren seit Samstag in der Wuhlheide in Berlin-Oberschöneweide gegen die sogenannte Tangentiale Verbindung Ost (TVO). Wie ein Polizeisprecher dem rbb am Sonntagmorgen sagte, befinden sich rund 100 Personen in dem Waldstück südlich des S-Bahnhofs Wuhlheide.

Die Aktivisten haben nach eigenen Angaben Baumhäuser in dem Wald errichtet und protestieren unter dem Motto „Wuhli bleibt“ für einen Planungsstopp der TVO. Die Straße soll einmal die Märkische Allee (B158) mit der Spindlersfelder Straße verbinden. Voraussichtlich noch in diesem Jahr ist ein Planfeststellungsverfahren für das Straßenbau-Projekt geplant.

Die Tangentiale Verbindung Ost ist eine neue Straßenverbindung im Osten Berlins. Der nördliche und südliche Abschnitt des Verkehrsweges ist als Märkische Allee und Spindlersfelder Straße schon in Betrieb. Der neue Abschnitt soll die Lücke zwischen Märkischer Allee und der Straße An der Wuhlheide schließen und so unter anderem die Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick vom Verkehr entlasten.

Der klimapolitische Sprecher der Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Ferat Koçak, bezeichnete die Besetzung auf Twitter als „vollkommen gerechtfertigt“. „Alle reden von einer klimafreundlichen Stadt und doch soll dieses Wahnsinns-Projekt durchgezogen werden. Bis zu 15,8 Hektar, also 22 Fußballfelder, wertvoller Wald sollen zerstört, Bodenfläche versiegelt und der motorisierte Individualverkehr ausgebaut werden.“

Während Querdenker, Rechte, Konservative und der Rest der gesellschaftlichen Mehrheit binnen MInuten weggeprügelt wird, ist eine Räumung des Waldstücks ist aktuell offenbar nicht geplant. Laut dem Polizeisprecher ist das Forstamt für das Areal zuständig und müsste entscheiden, welche Maßnahmen nun ergriffen werden sollen. Die Polizei kontrolliere das Gebiet aber regelmäßig. Bisher sei die Aktion friedlich verlaufen, hieß es von der Polizei.

Der Umweltexperte der AfD-Hauptstadtfraktion, Alexander Bertram, sagt zur Besetzung eines Teils der Wuhlheide:

„Dass es den Besetzern in der Wuhlheide in Wahrheit gar nicht um irgendwelche Umweltfragen geht, zeigen sie selbst durch die Begriffe ‚queerfeministisch und antikapitalistisch‘, mit denen sie ihren Landfriedensbruch zu bemänteln versuchen. Augenscheinlich wird hier wieder einmal versucht, unsere Gesellschaft auf revolutionärem Weg in Richtung linksgrüner Utopien zu verändern.

Im übrigen erinnere ich daran, dass die längst überfällige TVO Tausende Berliner vom Verkehr und seinen Auswirkungen entlasten wird. Zudem wird durch die Ausgleichsmaßnahmen insgesamt mehr Naturraum geschaffen als durch die Bauarbeiten zerstört. Wer tatsächlich für den Schutz von Bürgern und Natur ist, muss auch für die TVO sein.“

Newsletteranmeldung

Werbung

Artikel-Ende


Auf deine Mithilfe kommt es an!

Obwohl nur ein einziger Journalist mit der gelegentlichen Unterstützung zahlreicher ebenfalls freiberuflicher Kollegen und Ehrenamtler hat Stefan Raven News seit 2020 immer wieder Dinge aufgedeckt, die andere Medien erst später berichteten. Leider sehen es diese Medien nicht als angebracht an, den Erstberichterstatter (uns/mich) zu nennen, wie es im Journalismus Gang und Gebe ist. Einige haben uns sogar schon gelegentlich die Stories im wahrsten Sinne des Wortes geklaut. Das ist kein netter Umgang zwischen Kollegen.

Auf der anderen Seite werde ich auch immer wieder von politischen Extremisten angezeigt. Die Vorwürfe nennt man mir noch nicht einmal. Die Anzeigen stellen sich nach zwei Monaten von alleine ein. Es scheint hier vermutlich darum zu gehen, unliebsame Berichterstatter wegen ihrer hohen Trefferquote an Aufdeckungen einzuschüchtern. Funktioniert leider nicht, da weder ich, noch meine Kollegen uns jemals etwas zu schulden kommen lassen. Um ehrlich zu sein, motiviert uns dieses sogar noch, noch weiter zu bohren, noch mehr nachzuhaken und erst Recht über bestimmte Themen zu schreiben.

Diese Arbeit ist nur mit deiner Unterstützung möglich!

Helfe mit und stärke kritischen, unabhängigen Journalismus, der keine Rundfunkbeiträge oder Steuergelder bekommt, und keinen Milliardär als Finanzier hat. Als Journalist bin ich nur der Wahrheit und der Wissenschaft verpflichtet. Doch daher bin ich auch auf die freiwillige Unterstützung meiner Leser angewiesen.

Herzlichen Dank im voraus!

Per PayPal. 

Alternativ via Banküberweisung, IBAN: BE02 9741 0271 6040 BIC: PESOBEB1 (Kontoinhaber: Stefan Michels)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert