Humboldt Universität

Zum Rücktritt von HU-Präsidentin Sabine Kunst erklärt Martin Trefzer, wissenschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus und Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Forschung:

„Der Rücktritt von Sabine Kunst ist eine schwere Klatsche für den scheidenden Wissenschaftssenator Michael Müller und seinen Staatssekretär Steffen Krach. Beide haben die berechtigten Warnungen Kunsts und anderer Hochschulpräsidenten leichtfertig in den Wind geschlagen, um ihre mit heißer Nadel gestrickte Novelle des Hochschulgesetzes noch vor den Wahlen durchzupeitschen. Um weiteren Schaden für den Wissenschaftsstandort Berlin abzuwenden, muss die Novelle nach Beginn der neuen Legislaturperiode schnellstmöglich rückabgewickelt werden.“

Adrian Grasse, forschungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin, erklärt:

„Der Rücktritt von Sabine Kunst als Präsidentin der Humboldt-Universität ist ein Tiefschlag für die Wissenschaftsstadt Berlin. Er ist zugleich das Ergebnis der jüngsten wissenschaftspolitischen Fehlentscheidungen des rot-rot-grünen Senats. Dass die Präsidenten einer Exzellenzuniversität ihr Amt niederlegt, weil sie die jüngste Novelle des Hochschulgesetzes nicht mittragen kann, ist eine schallende Ohrfeige für SPD, Linke und Grüne.

Die Entscheidung von Frau Prof. Kunst ist ein neuer Höhepunkt in einer ganzen Reihe besorgniserregender Vorgänge an unseren Universitäten. Nach fünf Jahren von Michael Müller als SPD-Wissenschaftssenator sind unsere Hochschulen in keiner guten Verfassung. Die Unruhe in den Leitungsgremien unserer Universitäten ist Ausdruck verfehlter wissenschaftspolitischer Weichenstellungen des rot-rot-grünen Senats.

Die Novelle des Berliner Hochschulgesetzes war ein Fehler, den SPD, Linke und Grüne zu verantworten haben. Er muss korrigiert werden. Mit der Verabschiedung des Gesetzes hat der Senat die positive Entwicklung des Wissenschaftsstandortes fahrlässig aufs Spiel gesetzt. Der Rücktritt von Frau Prof. Kunst ist ein deutlicher Warnschuss, der Konsequenzen nach sich ziehen muss. 

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