Polizei Berlin

Obwohl die Berliner Polizei ihre Ausbildungsbemühungen stark ausgebaut und manch eine frühere Einstellungshürde sogar gesenkt hat (z. B. Kriminalität mit Clan-Zusammenhang – Focus Online und wir berichteten), scheitern viele der Anwärter. Bewerber gibt es zwar genug, doch viele von ihnen sind nicht sportlich genug oder haben Probleme mit der Sprache. Und das im besten Deutschland aller Zeiten (frei nach Steinmeier).

Wer Polizist werden möchte, muss so einige Hürden überwinden. Doch schon zu Beginn des Bewerbungsverfahrens zeigt sich immer häufiger, dass potenzielle Anwärter zu unsportlich, zu krank oder zu schlecht in der Schule sind. Infolgedessen wird es für die Polizei Berlin zunehmend schwieriger, passenden Nachwuchs für die vielen offenen Stellen zu finden. Die Folge ist ein Fachkräftemangel, wie Polizeisprecher Martin Dams gegenüber der Berliner Zeitung betonte. Da wäre doch ein Fachkräftezuzug aus dem Ausland wieder im Gespräch, aber dann wären wir ja wieder bei der Sprache. Was in anderen Branchen, wie z. B. Versanddienstleistern, durchgesetzt wird, zeigt sich bei der Polizei offenbar als schwierig, bzw. man erkennt die Probleme.

Verdeutlicht wird dieser Umstand durch die Einstellungszahlen des letzten Jahres. So hatte die Senatsverwaltung für Inneres im Jahr 2022 im mittleren Dienst zwar die Einstellung von 624 und im gehobenen Dienst von 600 Nachwuchskräften vorgesehen. Tatsächlich besetzt werden konnten davon – trotz einer genügenden Anzahl an Bewerbern – im mittleren Dienst jedoch nur 593 und im gehobenen Dienst nur 545 offene Stellen. Ein sich jährlich fortsetzender Trend, der – rechnet man die jährliche Pensionierungswelle hinzu – für die Bevölkerung später einmal spürbare Konsequenzen haben könnte. So droht angesichts des steigenden Personaldefizits, dass gewisse Aufgaben in Zukunft nicht mehr erfüllt werden können. Ein sofortiges Ausrücken bei sogenannten Bagatelldelikten, etwa bei einer Lärmklage, wäre dann nicht mehr möglich.

In Berlin gehen laut Behördenangaben jedes Jahr 750 bis 800 Polizisten in Pension. Gleichzeitig beginnen rund 1.200 pro Jahr mit ihrer Polizeiausbildung. Das Problem: Von den etwa 1.200 Anwärtern scheitern zusätzlich wiederum einige an den Anforderungen der rund drei Jahre dauernden Ausbildung. „Bei uns sind es etwa 17 Prozent, die wieder aussteigen, ausscheiden oder scheitern“, erklärte Polizeipräsidentin Barbara Slowik im Januar 2021 der Nachrichtenagentur dpa. Allein von den 331 Anwärtern für den gehobenen Dienst waren 2022 insgesamt 61 der Studenten durchgefallen. Den Lehrgang für den mittleren Dienst schlossen von 312 Anwärtern nur 193 erfolgreich ab. So betonte zwar auch Slowik, dass sich jedes Jahr sehr viele junge Menschen bewerben würden. „Geeignete Bewerber zu finden, wird allerdings zunehmend schwieriger.“

Ein Umstand, der ein Jahr später auch Polizeisprecher Dams Sorge bereitet: „Es standen nicht mehr Bewerbende zur Verfügung, die die Anforderungen erfüllt haben“, bemängelte er im Gespräch mit der ZeitungSchuld am mangelnden Abschneiden der Bewerber ist nach Ansicht der Polizei vor allem das Berliner Schulsystem. Ähnlich wie in der Handwerksbranche, wo Meister zunehmend die schlechten Mathematik-Kenntnisse der Schulabgänger bemängeln, hat die Polizei vor allem mit den schlechten Deutschkenntnissen sowie der mangelnden Sportlichkeit der Bewerber zu kämpfen.

Während bei der Polizei gute Deutschkenntnisse für die alltägliche Arbeit mit Gesetzen und das Schreiben von Berichten unabdingbar sind, ist es daneben vor allem die Fitness, die für eine erfolgreiche Ausübung des Berufs essenziell wichtig ist. Doch auch beim Sporttest ist bei Bewerbern ein immer schlechteres Abschneiden zu beobachten. Viele der Anwärter scheitern daran sogar ganz. Und das, obwohl es zum Bestehen des Sporttests bereits ausreicht, zumindest 25 (Note 4) von maximal 70 Punkten zu erreichen.

Im Mittelpunkt der Anforderungen steht ein Konditionstest. Dieser besteht aus einer Hindernisbahn in der Sporthalle, die fünfmal zu absolvieren ist: Dabei muss ein Slalomlauf, das Überwinden von Barrieren, das Ziehen eines Wagens mit Gewichten sowie das Tragen eines zehn Kilogramm schweren Kanisters über eine bestimmte Strecke, das Durchkriechen beziehungsweise Überspringen von drei Turnhockern als auch das Überspringen von drei Kastenteilen bewältigt werden. Aber auch eine 1,89 Meter hohe Wand muss von den Bewerbern überwunden und zweimal zudem ein 65 Kilogramm schwerer Lkw-Reifen gekippt werden. 

Doch die Anwärter für den Dienst bei der Polizei müssen nicht nur einen Sporttest bei der Aufnahmeprüfung absolvieren – zu den Grundvoraussetzungen gehören neben dem Diktat auch noch ein Gesundheitscheck sowie ein kognitiver und ein psychologischer Eignungstest. Immer weniger Bewerber schaffen alles. Bereits während der polizeiärztlichen Untersuchung zu Beginn werden viele der Schulabgänger als ungeeignet aussortiert, etwa wegen Bandscheibenvorfalls, Bluthochdruck oder aber auch aufgrund schlechter Sehkraft, die zumeist Folge einer ausgiebigen Nutzung von Handys, Spielekonsolen oder TV-Geräten ist. Andere wiederum fallen durch den Drogen-Test.

Im Zuge des Auswahlverfahrens müssen die potenziellen Polizeianwärter zudem eine sogenannte Leumundsprüfung bestehen. Doch auch daran scheitern viele, weil sie zum Beispiel vorbestraft sind. Ein weiteres Phänomen, das die Polizei insbesondere während der COVID-19-Pandemie beobachten konnte, ist die wachsende Anzahl jener Bewerber, die bei den einzelnen Tests versuchen zu betrügen. So wurde 2021 eine Polizeianwärterin dem Bericht zufolge etwa vom weiteren Auswahlverfahren ausgeschlossen, weil sie versucht hatte, bei der Sportprüfung zu schummeln. Aus Angst, den Anforderungen der Prüfung nicht gerecht zu werden, ließ sie eine Freundin für sich antreten. Möglich wurde der Betrugsversuch durch die damals noch geltende Maskenpflicht, dank derer die junge Frau unerkannt auf das Gelände der Polizeischule in Spandau gelangt war.

Um der sich anbahnenden Personalnot entgegenwirken zu können, hat die Berliner Polizei ihre Aktivitäten für die Nachwuchsgewinnung in den vergangenen Jahren stark intensiviert. Dabei setzt die Behörde eigenen Angaben zufolge vor allem auf eine „kontinuierliche Optimierung des Einstellungsprozesses“ sowie „zielgerichtete Werbemaßnahmen“. Außerdem seien die Einstellungsverfahren verkürzt und zudem eine „moderne, zeitgemäße Kommunikation“ eingeführt worden. Daneben gebe es spezielle Angebote für die Bewerber, darunter „die Bereitstellung von Wohnraum und die finanzielle Unterstützung“, um den Beruf auch für bereits Erwerbstätige attraktiv zu machen.  

Etwa für bereits bei der Polizei angestellte Wachleute. „Da gibt es viele gute Kräfte, die die Polizei kennen und schon einen Einblick in das Berufsfeld hatten“, erklärte Slowik. Abgeschreckt würden diese vor allem durch die niedrigen Gehälter während der Ausbildungszeit, da sie oft schon eine Familie zu versorgen hätten. Die Polizei wolle ihnen angesichts des herrschenden Personalnotstands jedoch „Angebote unterbreiten, die auf dem bisherigen Gehalt beruhen“. Wer sich heute also für den Polizeiberuf entscheiden sollte und überdies noch die nötigen Voraussetzungen mitbringt, der hat in Berlin mit Sicherheit sofort einen Job. 

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Ein Gedanke zu „Nachwuchsprobleme bei der Berliner Polizei: Anwärtern mangelt es an Kondition und Sprache“
  1. Wenn selbst die „Laicht Sprak“ ein Hindernis ist, bissu bei „Berlin-Potzilei“. Leasing zwar ja – passend zur „Constellis-Söldneruniform“, aber nix AMG oder „M“, eher Batterie, waischt!

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