Corona Impfen

Die Konzernmedien nehmen Aussagen von Politikern auf und verbreiten, dass über 1 Million Berliner bereits geimpft worden sind. Doch wo sind diese? Wir haben sie gesucht, aber konnten sie nicht finden. Nachdem die Polizeigewerkschaft Bayern mitteilte, dass bei den Einsatzkräften im südlichen Bundesland Impfskepsis herrsche, waren wir neugierig und wollten in Bezug auf die Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport vom 23. Februar erfahren, wie es bei den Beamten in der Hauptstadt aussieht. Wir stellten eine Presseanfrage, deren Beantwortung sich mit zwei anonym bleiben wollenden Quellen und einer Umfrage deckte.

Wie die Frankfurter Allgemeine am 25. März und der Tagesspiegel am 26. März berichteten (Stefan Raven News unterstützt die Kampagne „Keine Backlinks für Konzernmedien“), würden Hunderttausende Berliner ihre Impfeinladung nicht nutzen. Begründet wurde dies mit einer „Angst“ vor Astra Zeneca und eventuellen Nebenwirkungen. Doch die Impfskepsis ist von dieser Firma unabhängig und bestand schon zuvor, wie wir erfahren haben. Doch plötzlich sollen dreieinhalb Wochen später über 1 Million Berliner geimpft sein. Das überraschte unsere drei freiberuflichen Journalisten. Diese Aussage des Berliner Senats deckt sich nicht mit unseren Alltagserfahrungen.

Also begaben wir uns fünf Tage jeweils für mehrere Stunden auf die Straße und wollten 5.000 Impfberechtigte fragen. Natürlich mussten wir dabei Abstand nehmen, Menschen in Krankenhäusern und Altenheimen zu befragen. So beschränkten wir uns auf „Laufkundschaft“ in den Stadtbezirken Berlins. Unser Ziel erreichten wir nicht ganz, wir konnten lediglich 4.036 Impfberechtigte befragen. Die zwei Fragen waren kurz und präzise.

  1. Sind Sie geimpft?
  2. Werden Sie sich impfen lassen?

Das Ergebnis spiegelte das wieder, was wir unabhängig voneinander in unserem Alltag beobachten. Von den 4.036 Befragten, die zu einer kurzen Ja/Nein-Auskunft bereit waren, haben sich 227 Menschen impfen lassen. Der Rest verneinte diese Frage. Von den 3.809 ungeimpften Impfberechtigten teilten exakt 3.209 Personen mit, dass sie sich auf gar keinen Fall würden impfen lassen wollen. Die verbleibenden 600 Bürger würden das grundsätzlich nur dann tun, wenn sie ungeimpft nicht mehr würden einkaufen oder arbeiten können. Einige äußerten in diesem Zusammenhang aber ihre Sorgen bzgl. Nebenwirkungen und einem möglichen Verlust von Freiheitsrechten.

Wenn mehr als 1 Million Berliner geimpft seien, wie der Senat in oben verlinkter Pressemitteilung verlautbart, dann hätten wir in Relation zur Bevölkerungszahl von Berlin doch mehr als 227 Geimpfte finden müssen. Wir gehen daher von einer Fake-Meldung, bzw. einer Impfkampagne des Senats aus. Offenbar möchte man der mangelnden Impfbereitschaft der Bevölkerung mit vorgetäuschtem Herdenzwang begegnen. Hinzu kommt die Aussage einer anonym bleiben wollenden Mitarbeiterin in einem Berliner Impfzentrum, die davon sprach, dass in ihrem Impfzentrum die meiste Zeit des Tages „tote Hose herrsche“. Und sie habe dort auch noch keinen Polizeimitarbeiter bewusst wahrgenommen, womit wir zur Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport aus dem Februar kommen. 12.000 Polizisten sollen sich demnach impfen lassen können.

Unter den Befragten auf der Straße befanden sich auch 36 uniformierte Polizeibeamte, die somit nachweislich impfberechtigt sind. 34 verweigerten die Auskunft oder verwiesen an die Pressestelle der Berliner Polizei. Nur zwei gaben Auskunft, daher sind auch nur 2 Beamte in die Zahl der 4.036 Beamten Befragten eingeflossen. Einer der beiden Ordnungshüter beantwortete unter dem Verweis auf seine Anonymität noch die Nachfrage, wie es insgesamt bei der Impfbereitschaft innerhalb der Berliner Polizei aussehe. Sehr wenige Kollegen sollen nach seiner Aussage sogar soweit gehen, dass sie den Dienst quittieren würden, sollte es zu einer verpflichtenden Impfung kommen. Eine Pflicht gäbe es aber nicht und sie sei auch nicht geplant. Dennoch würde man innerhalb seiner Dienststelle die Impfangebote von oberer Stelle bewerben. Viele Beamte würden das Angebot nur bei einer Pflicht wahrnehmen, genau so gäbe es aber auch eine Zahl an Beamten, die bereits geimpft sind, andere wiederum wollen erstmal abwarten, wie sich das entwickelt.

Wie viele der heute auf der Demonstration in Berlin im Einsatz befindlichen Polizisten sind bereits geimpft und wie viele sehen vllt. auch kritisch von einer Impfung ab? Foto: Miró Wolfsfeld (UnBlogd)

Wir wollten das genauer wissen und fragten bei der Berliner Polizei nach. Die Antwort kam erst am heutigen Tag, darum ist der Artikel auch erst heute, statt wie angekündigt gestern erschienen. Eine Zahl, bzw. einen Anteil der geimpften Polizeikräfte kann die Pressestelle der Berliner Polizei nicht geben, da „eine valide Erfassung zur Anzahl bereits geimpfter Dienstkräfte der Polizei Berlin nicht erfolgen kann. Die Impfcodes wurden durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung (SenGPG) zur Verfügung gestellt und durch die Polizei Berlin ausgegeben. Das Angebot der SenGPG wahrzunehmen basiert auf Freiwilligkeit. Eine Verpflichtung zur Meldung einer Impfung gegenüber der Polizei Berlin durch ihre Beschäftigten hätte keinen Bestand. Zudem erfolgen die Impfungen nicht durch die Polizei Berlin. Eine statistische Erfassung der Anzahl geimpfter Kolleginnen und Kollegen kann polizeilicherseits daher auch nur auf Freiwilligkeit basieren. Hinzu tritt, dass Beschäftigte der Polizei Berlin Impfangebote zum Beispiel wegen ihres Wohnsitzes in einem anderen Bundesland oder aus anderen Gründen (Kontakt-/Pflegeperson, etc.) erhalten und wahrnehmen.“ Impfberechtigt seien grundsätzlich aber alle der 26.000 Mitarbeiter der Polizeibehörde. Daraus ergibt sich unsere Verwunderung, warum der Senat nur für 12.000 Polizisten Impfangebote zur Verfügung stellt, wenn die Annahme in der Gesamtbevölkerung seit Monaten nicht hoch ist und Hunderttausende ihre Angebote nicht wahrnehmen. Dazu heißt es: „Im Rahmen der Erarbeitung einer behördeninternen Impfstrategie fand, angelehnt an die Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV), eine Priorisierung von Dienstkräften der Polizei Berlin statt. Daraus resultierend wird derzeit jeder Dienstkraft, welche gemäß § 3 Absatz 1 Nr. 6 CoronaImpfV in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt ist, ein vorrangiges Impfangebot unterbreitet. Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Tätigkeit einem niedrigen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, können aktuell noch nicht berücksichtigt werden. Weiterhin zeichnet sich unter den Mitarbeitenden der Polizei Berlin eine hohe Bereitschaft zur Annahme eines Impfangebotes ab.“

Der letzte Satz dieser Ansage geht konträr zu unseren anderen Informationen, ansonsten sind die Aussagen (auch die Folgenden) aber deckungsgleich. Nachteile für Beamte, die die Impfung verweigern, bestünden nicht. Da bei Impfungen mit Astra Zeneca bereits mehrfach in hohem Ausmaß Nebenwirkungen unterschiedlicher Stärke und verzeichnete Todesfälle aufgefallen sind und dieser Impfstoff in einigen Ländern auch verboten ist, wollten wir natürlich auch wissen, wie es bei unserer Polizei ausschaut. Dazu teilte die Pressestelle mit:

„In der Polizei Berlin erfolgt die Erfassung von Covid-19 Impfungen auf freiwilliger Basis. Eine Erfassung des von den Mitarbeitenden gewählten Impfstoffes erfolgt nicht, so dass keine validen Daten zu Impfreaktionen in Verbindung mit dem Impfstoff AstraZeneca vorliegen.

Im persönlichen Austausch mit den Mitarbeitenden wurde in Teilen von den üblichen Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit berichtet, während andere Mitarbeitende keinerlei Impfreaktionen, unabhängig vom gewählten Impfstoff registriert haben. Fälle gesundheitsgefährdender Impfreaktionen wurden bisher nicht bekannt.“ Die Aussage ist von der Pressestelle eins zu eins übernommen. Wir wissen natürlich, dass es Mitarbeiter und nicht Mitarbeitende heißt.

Abschließend kamen wir noch auf die Pressemitteilung des Berliner Senats vom 13. April zu sprechen. Dieser ist zu entnehmen, dass Arbeitnehmern, die körperlichen Kontakt zu Kunden oder sonstigen Dritten haben, zu Tests verpflichtet sind. Lässt sich dies bei der Berliner Polizei umsetzen? Stehen genügend Tests zur Verfügung? Gibt es dazu Widersprüche seitens der Belegschaft? Sind durch einen positiven Test ohne Symptome Beamte vom Dienst ausgefallen? Dies beantwortet die Pressestelle wie folgt:

„Die Polizei Berlin befindet sich derzeit noch in der Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, wie die Testpflicht für die Polizei Berlin konkret auszulegen und anzuwenden ist. Nicht alle Mitarbeitenden der Polizei Berlin verfügen über Bürger- und somit potentiellen Infektionskontakt, wie beispielsweise in einigen Stabs- und Verwaltungsbereichen oder in den Laboren der Kriminaltechnik. 

Die Polizei Berlin hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sie ihrer Testangebotsverpflichtung in einer Kombination aus Schnell- und Selbsttests nachkommen kann. Die ersten Selbsttests wurden am 16. April 2021 verteilt, weitere befinden sich in der Beschaffung und werden in Kürze geliefert.

Nichtsdestotrotz stellt die Testangebotspflicht für eine Behörde mit mehr als 26.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine enorme Herausforderung dar, die viele personelle und auch finanzielle Ressourcen bindet. 

Im Rahmen der bisherigen Schnelltestungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden erst sehr wenige positive Schnelltestergebnisse verzeichnet. Die Gesamtinfektionszahlen bei der Polizei Berlin, seit Beginn der Pandemie, sind darüber hinaus ebenfalls vergleichsweise gering. Dies führen wir auf unsere Hygienemaßnahmen und das verantwortungsbewusste Handeln unserer Mitarbeitenden zurück.“

Weiter ist uns aufgefallen, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag, den 16. April mitteilen lies, dass sie ihre erste Impfung mit dem umstrittenen Impfstoff Astra Zeneca erhalten habe. Dies geschah nicht gleich nachdem sie „an der Reihe“ gewesen wäre, sondern nach negativen Bilanzen bzgl. dieses Impfstoffes und fünf Tage vor der Änderung des sogenannten Infektionsschutzgesetzes. Da die Pressemitteilung des Bundespresseamtes ohne weitere Details erfolgte, was im Zuge der großen Impfskepsis in der Bevölkerung aus taktischer Sicht sinnvoll gewesen wäre, gehen wir davon aus, dass Angela Merkel keine Impfung erhalten hat und dies ähnlich der wohl falschen Zahlenangaben des Berliner Senats eine PR-Kampagne zu sein scheint.

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Ein Gedanke zu „PR-Impfkampagne des Berliner Senats widerlegt – Impferfahrung der Polizei im Bevölkerungsdurchschnitt“

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