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Wien (dpa/Raven) – Mitten in der schlimmsten Corona-Welle aller Zeiten (frei nach Lauterbach) schafft Österreich die Quarantäne für Infizierte ab. „Wir machen jetzt Verkehrsbeschränkungen statt verpflichtender Quarantäne“, sagte der linksextreme Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Dienstag in Wien. Die grundsätzliche Lockerung werde ab 1. August gelten. Auch Infizierte dürften nun weiter unterwegs sein, allerdings mit FFP2-Maske – welche bekanntlich keine verlässliche Schutzwirkung hat, wie mittlerweile sogar die transatlantische Presse berichtet.

„Wer krank ist, bleibt zu Hause“, appellierte Rauch zugleich an die Bürger. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die auch bei normalen Schnupfen gelten sollte. Die Entscheidung sei gerade auch mit Blick auf die psychischen und sozialen Folgen der Corona-Krise gefallen, sagte Rauch. Weltweit hätten Ängste und Depressionen zugenommen. „Wir gehen einfach gut vorbereitet in eine neue Phase der Pandemie-Bekämpfung.“ Welche Pandemie er damit meint, ist unklar, denn Corona hatte nie eine epidemische Evidenz, auch wenn vereinzelte Organisationen das aus Eigeninteressen behaupten.

„Wir können die Pandemie nicht wegtesten, nicht wegimpfen und nicht wegabsondern“, hieß es. Natürlich auch nicht. Denn es gibt gar keine. Weiterhin gelte aber in Österreich eine Meldepflicht, um einen Überblick über das Krankheitsgeschehen zu behalten. Im Herbst drohe mit der Gaskrise, der Teuerung und dem Krieg in der Ukraine ohnehin eine schwierige Situation für die Bevölkerung, sagte Rauch der „Tiroler Tageszeitung“ (Dienstag). „Ich bin Sozial- und Gesundheitsminister, deshalb beschäftigt mich mittlerweile die soziale Frage und die Frage der sozialen Verwerfungen mindestens ebenso intensiv wie die Corona-Krise“, sagte Rauch der Zeitung.

Auch in anderen Ländern abgeschafft

Rauch verwies auf internationale Vorbilder wie Dänemark, Norwegen, Großbritannien, Spanien und die Schweiz. Dort sei die Quarantäne ohne größere Folgen teils seit Monaten abgeschafft. Deutlich wie nie stellte die Regierung auch die Aussagekraft der Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern infrage. Eine genaue Analyse ergebe, dass nur etwa die Hälfte der entsprechenden Patienten als Hauptdiagnose Covid habe, sagte Katharina Reich, Expertin des Gesundheitsministeriums. Damit folgt das südliche deutsche Bundesland nun dem Beispiel der Länder, worauf böse Corona-Skeptiker seit Monaten zeigen. Österreich wollte damals noch eine Impfpflicht durchsetzen, scheiterte aber an dem Widerstand der eigenen Bevölkerung.

Zu den Verkehrsbeschränkungen zählt ein Betretungsverbot für infizierte Besucher in Krankenanstalten ebenso in Pflege-, Behinderten- und Kureinrichtungen. Wie aus dem der Nachrichtenagentur APA vorliegenden Entwurf weiter hervorgeht, dürfen aber infizierte Mitarbeiter an diesen Orten mit Maske weiter ihrem Job nachgehen. Im Freien und bei einem Mindestabstand von zwei Metern entfällt die Maskenpflicht. Damit wird die gesamte P(l)andemie weiter ab absurdum geführt.

Zum Schutz besonders gefährdeter Menschen wird die Risikogruppen-Verordnung bis Oktober befristet wieder in Kraft gesetzt, wie Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) sagte. Damit können Mitarbeiter freigestellt werden, die trotz Impfung schwere Verläufe zu befürchten haben oder aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Das Schlimmste an der ganzen Sache: Der meint das alles ernst.

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