Moskau

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Tino Chrupalla, und der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Armin-Paulus Hampel, sind am Dienstag in Moskau zu einem intensiven und ausführlichen Meinungsaustausch mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow zusammengetroffen. Bei dem knapp dreistündigen Treffen diskutierten beide Seiten über die derzeit getrübten Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.

Tino Chrupalla:

„Unsere Fraktion steht für einen Neustart der deutsch-russischen Beziehungen. Dazu gehören eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und eine Fertigstellung der Gaspipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee. Die Sanktionen schaden nicht nur Russland, sondern auch der deutschen Wirtschaft. Vor allem Ostdeutschland wurde hart getroffen. Infolge der EU-Sanktionen in Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sind die deutschen Exporte um 60 Prozent eingebrochen.“

Zum Weiterbau der Ostseepipeline Nord Stream 2 sagte Chrupalla: „Deutschland braucht russisches Gas.“ Deutschland brauche Energiesicherheit.

Armin-Paulus Hampel:


„Wir sind nach Moskau gekommen, um ein neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen aufzuschlagen. Deutschland ist gut beraten, wieder eine realistische Außenpolitik im deutschen Interesse anzustreben.

Das bedeutet auch, den Kernsatz der erfolgreichen KSZE-Verhandlungen früherer Zeit wieder Geltung zu verschaffen, dass sich kein Land in die inneren Angelegenheiten eines anderen einzumischen hat.“

Der russische Außenminister Lawrow nannte die AfD eine „bedeutende Kraft“. Der Kreml lobte den Empfang der AfD-Politiker als einen „wichtigen Besuch“.

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