Sevim DagdelenSevim Dagdelen

„Die Bundeswehr droht im Irak in einen neuen NATO-Krieg geschickt zu werden. DIE LINKE lehnt die Ausweitung des NATO-Einsatzes im Irak und die absehbare Entsendung weiterer deutscher Soldaten ab. Die Verachtfachung der NATO-Militärpräsenz zur Unterstützung der US-Truppen ist eine Verhöhnung des irakischen Parlaments, das den kompletten Abzug aller ausländischen Soldaten beschlossen hat“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss. Dagdelen weiter:

„Der Irak ist für die Bundeswehr nicht sicher, wie die jüngsten Angriffe auf Militäreinrichtungen in Erbil zeigen. Die internationale Militärpräsenz im Irak unter Führung der USA wird in der irakischen Bevölkerung noch dazu als Besatzung wahrgenommen nicht als Sicherheitsfaktor. Es ist fahrlässig, die Sicherheit und das Leben deutscher Soldaten zu gefährden, um den Schulterschluss mit der neuen US-Administration zu demonstrieren.

Absurd und verantwortungslos ist es, neben den in der Region verhassten US-Truppen ausgerechnet noch mit der Türkei ‚Sicherheit‘ in der Region schaffen zu wollen, nachdem das NATO-Mitglied gerade erst mit einer völkerrechtswidrigen Invasion die territoriale Integrität und Souveränität des Irak verletzt hat und weitere Aggressionen und Annexionen in Nachbarländern angekündigt hat. Die Entscheidung der NATO, jetzt den Irak-Einsatz von 500 auf 4.000 Soldaten zu erhöhen, kommt somit einer Rückendeckung für Völkerrechtsbrüche durch die Türkei gleich und stellt einen Freifahrtschein für weitere Vergehen dar.

DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, die deutschen Soldaten aus dem Irak abzuziehen. Nach Afghanistan jetzt im Irak den nächsten NATO-Krieg in der Region vom Zaun zu brechen, ist unverantwortlich. Der souveräne Beschluss des irakischen Parlaments für einen kompletten Truppenabzug darf nicht länger missachtet werden – genauso wenig wie das Völkerrecht.“

Newsletteranmeldung

Werbung

Artikel-Ende


Auf deine Mithilfe kommt es an!

Obwohl nur ein einziger Journalist mit der gelegentlichen Unterstützung zahlreicher ebenfalls freiberuflicher Kollegen und Ehrenamtler hat Stefan Raven News seit 2020 immer wieder Dinge aufgedeckt, die andere Medien erst später berichteten. Leider sehen es diese Medien nicht als angebracht an, den Erstberichterstatter (uns/mich) zu nennen, wie es im Journalismus Gang und Gebe ist. Einige haben uns sogar schon gelegentlich die Stories im wahrsten Sinne des Wortes geklaut. Das ist kein netter Umgang zwischen Kollegen.

Auf der anderen Seite werde ich auch immer wieder von politischen Extremisten angezeigt. Die Vorwürfe nennt man mir noch nicht einmal. Die Anzeigen stellen sich nach zwei Monaten von alleine ein. Es scheint hier vermutlich darum zu gehen, unliebsame Berichterstatter wegen ihrer hohen Trefferquote an Aufdeckungen einzuschüchtern. Funktioniert leider nicht, da weder ich, noch meine Kollegen uns jemals etwas zu schulden kommen lassen. Um ehrlich zu sein, motiviert uns dieses sogar noch, noch weiter zu bohren, noch mehr nachzuhaken und erst Recht über bestimmte Themen zu schreiben.

Diese Arbeit ist nur mit deiner Unterstützung möglich!

Helfe mit und stärke kritischen, unabhängigen Journalismus, der keine Rundfunkbeiträge oder Steuergelder bekommt, und keinen Milliardär als Finanzier hat. Als Journalist bin ich nur der Wahrheit und der Wissenschaft verpflichtet. Doch daher bin ich auch auf die freiwillige Unterstützung meiner Leser angewiesen.

Herzlichen Dank im voraus!

Per PayPal. 

Alternativ via Banküberweisung, IBAN: BE02 9741 0271 6040 BIC: PESOBEB1 (Kontoinhaber: Stefan Michels)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert