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„Die geplante Impfpflicht für Personal im englischen staatlichen Gesundheitsdienst NHS steht auf der Kippe. Das im Dezember verabschiedete Gesetz dazu sei zum damaligen Zeitpunkt die richtige Strategie gewesen, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Montagabend im Parlament. Doch die Fakten hätten sich seither geändert. „Daher kündige ich heute eine Anhörung dazu an, die Impfung als Voraussetzung für eine Beschäftigung im Gesundheitswesen und in der Pflege wieder zu beenden“, sagte Javid. Würden die Ergebnisse der Konsultation den Schritt bestätigen, werde das Gesetz aufgehoben“, schreibt das regierungsnahe Medium Welt.

Eine Impfung bleibe „die beste Verteidigung gegen Covid-19“, betonte Javid. Erst vergangene Woche hatte der Gesundheitsminister die NHS-Angestellten ermahnt, dass sie eine „berufliche Verpflichtung“ hätten, sich impfen zu lassen. „Aber ich glaube, es ist nicht mehr verhältnismäßig, die Impfung per Gesetz zur Bedingung für die Beschäftigung zu machen.“ Doch davon ist jetzt nichts mehr zu sehen. Entgegen der Annahme, dass sich die freien Menschen daran halten würde, knickt der Pharmalobbyist jetzt ein.

Bis heute haben rund 77.000 Beschäftigte im NHS keinerlei Impfung erhalten. Nicht alle von ihnen haben direkten Kontakt zu Patienten, sie wären also nicht unbedingt betroffen. Im schlimmsten Fall könnte eine strikte Durchsetzung der Impfpflicht aber bedeuten, dass rund fünf Prozent der Beschäftigten in Krankenhäusern und Praxen nicht weiter in ihrer aktuellen Rolle mit Patientenkontakt beschäftigt werden könnten oder gehen müssten. In der Krankenpflege und bei Hebammen sei die Impfskepsis am ausgeprägtesten, heißt es in der Branche. Einzelne Regionen wären noch deutlicher betroffen. In London sind knapp neun Prozent im NHS gänzlich ohne Impfschutz.

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