Ölraffinerie

Aktuell gibt es wieder sich abzeichnende Pläne für ein Ölembargo gegenüber Russland. Dabei stehen sich auch hierzulande die verhärteten Fronten gegenüber. Auf der einen Seite die transatlantischen Parteien mit der bereitwilligen Unterstützung des Wirtschaftskrieges gegen Russland, auf der anderen Seite die Realisten, welche sehen, welche Auswirkungen das gegenüber der eigenen Bevölkerung hat. Dazu eine Betrachtung des ADACs zum aktuellen Geschehen an den deutschen Tankstellen im Zuge dieser Diskussion.

Zum geplanten Öl-Embargo der EU erklärt der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion Dr. Lukas Köhler: „Das geplante europäische Öl-Embargo würde Russland wirtschaftlich hart treffen. Daher sollten die Mitgliedsstaaten den Vorschlag der EU-Kommission unterstützen und die Übergangszeit nutzen, um weiter an alternativen Importstrukturen zu arbeiten. Deutschland hat seine Abhängigkeit von russischem Öl in den vergangenen Monaten bereits deutlich verringert. Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, auch die verbliebenen Importe aus Russland zu ersetzen. Die jüngst vereinbarte Kooperation mit Polen ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Wenn Ausnahmeregelungen für Ungarn und die Slowakei notwendig sind, sollten sich die anderen Mitgliedsstaaten dem nicht versperren. Wichtig ist, dass die Mitglieder der Europäischen Union an einem Strang ziehen und dabei auch die besondere Situation der Partner berücksichtigen, für die ein schnelles Öl-Embargo aufgrund der besonderen Umstände deutlich schwerer zu verkraften wäre.“

Auf der anderen Seite teilt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, René Springer, mit: „Neben dem enormen gesamtwirtschaftlichen Schaden wäre ein Embargo auf den Import von russischem Erdöl gleich für mehrere Regionen im Osten Deutschlands ein struktur- und sozialpolitisches Desaster. Die Folgen wären nicht nur für die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt katastrophal. Auch der Chemiestandort Leuna in Sachsen-Anhalt mit seinen 12.000 Beschäftigten wäre akut bedroht. Wir fordern die Bundesregierung daher auf, umgehend alle Interessenvertreter deren Belange hierbei betroffen sind, anzuhören. Die Arbeitnehmer in Schwedt und Leuna dürfen nicht tagespolitischem Opportunismus und der ukrainischen Erwartungshaltung geopfert werden.“

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich. Grafik: ADAC

Im Zuge der geführten Diskussion stiegen E10 und Diesel an den deutschen Tankstellen enorm. Erstmals seit einem Monat liegen beide Kraftstoffe wieder über 2,00 Euro pro Liter. Dass dies mit der geführten Diskussion der transatlantischen Parteien in Europa zusammenhängt, sieht man an einer Überprüfung durch den ADAC. Laut diesem hat sich die Situation beim Rohölpreis und beim Euro-Dollar-Kurs im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Die Rahmenbedingungen erklären einen derartigen Preisanstieg bei den Spritpreisen daher nicht.

Einen Tipp für die Betroffenen hat die Interessenvertretung auch gleich parat: „Die Autofahrer sollten ihre Marktmacht nutzen und besonders teure Tankstellen links liegen lassen. Dies stärkt die Position der günstigeren Anbieter und führt indirekt zu Preissenkungen. Wer außerdem abends tankt, kann regelmäßig mehrere Euro gegenüber den Morgenstunden sparen.“

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Ein Gedanke zu „Europäisches Ölembargo schadet vor allem den Europäern – Auswirkungen an den Tankstellen schon jetzt spürbar“
  1. Nur die „Nützlichen Idioten“ haben noch nicht begriffen – was ja nicht verwunderlich ist, schließlich sind es ja auch Idioten – das wir uns mit den Sanktionen selbst schaden!

    Übrigens: Mehr als 1 Milliarde (((JewS-$))) Mehrumsatz mit Russland konnte man bei unserem „Verbündeten“ seit den „Sanktionen“ angeblich verzeichnen…

    Bestimmt auch wieder so eine „Verschwörungstheorie“… 🤣🤑📈

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