Ukraine

Antirussische Proteste in der südukrainischen Gebietshauptstadt Cherson waren vermutlich eine bezahlte Aktion. Das berichtet der Ex-Polizeichef der Stadt russischen Medien. Dabei soll der britische Sender BBC eine zentrale Rolle gespielt haben.

Russische Medien veröffentlichten Aussagen des ehemaligen Polizeichefs von Cherson, Walentin Gladkij, der in einem Interview eingeräumt hatte, vom britischen Fernsehsender BBC Bestechungsgelder in Höhe von 10.000 Dollar erhalten zu haben. Cherson ist derzeit die einzige ukrainische Gebietshauptstadt, die sich unter russischer Kontrolle befindet. 

Im Gespräch mit Leonid Kirtar, einem Korrespondenten der russischen Zeitung Izwestija, gab Gladkij zu, im März von den BBC-Journalisten gewünschte Aussagen über antirussische Proteste in Cherson gemacht zu haben.

„Die BBC-Journalisten erklärten mir, ich solle in dem Interview behaupten, dass die gesamte Bevölkerung von Cherson dem russischen Militär gegenüber negativ eingestellt sei. Sie boten an, auf Bargeldbasis zu kooperieren, und wir einigten uns auf 5.000 US-Dollar. Danach habe ich das Interview gegeben.“

Laut Gladkij wurden ihm zusätzlich 5.000 US-Dollar für die Organisation einer antirussischen Kundgebung in Cherson angeboten. Dies sei leicht verdientes Geld gewesen, sagte er. Der Ex-Polizist vermutet, dass hinter der Bestechungsaktion „Geheimdienste der Angelsachsen“ standen, die Interesse an einer Destabilisierung der Region hätten.

Gladkij wies auch darauf hin, dass er die Aktion damals für sich persönlich und die Ukraine für richtig hielt. Die Angaben des Ex-Polizeichefs lassen sich durch andere Quellen nicht überprüfen. Izwestija zeigte jedoch kurze Videoausschnitte aus dem BBC-Interview mit Gladkij. In ukrainischen Medien finden sich Hinweise, dass die Person namens Walentin Gladkij tatsächlich das Amt des Polizeichefs von Cherson innehatte. Gladkij teilte einem lokalen Nachrichtenportal im März 2016 mit, dass die Chersoner Polizei 4.000 Aktivisten des Antimaidans verhört habe.

Im März fanden in Cherson und anderen Städten der Süd-Ukraine wie Melitopol oder Bedjansk Proteste gegen die russische Besatzung statt. Wie russische Medien später berichteten, sollen sie von speziellen Kräften mit Verbindungen zum ukrainischen Geheimdienst SBU organisiert worden sein. Nach Angaben der Augenzeugen sind Einwohner, die russische humanitäre Hilfe angenommen hatten, von diesen Kräften massiv eingeschüchtert worden. Lokalpolitiker, die mit Russland kooperiert hatten, wurden terrorisiert.

Nachdem die russischen Sicherheitskräfte zur Vorbeugung von Sabotage-Aktivitäten aktiv wurden und mehrere Aktivisten kurzzeitig festnahmen, ist es in dieser Region zu einem Stimmungsumschwung zugunsten Russlands gekommen. Waffenverstecke wurden von den Einwohnern offengelegt und kiewtreue Kräfte in der Verwaltung haben die Region verlassen. Sowohl russlandfreundliche lokale Verwaltungskräfte als auch Moskau haben signalisiert, dass die von Russland kontrollierten Gebiete der Ukraine um eine schnellstmögliche Integration mit Russland bemüht sind. 

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