Zu den Äußerungen der Bundeskanzlerin über den Weiterbetrieb des zivilen Flughafens in Kabul und die Zusicherung der Taliban, Afghanen auch nach dem 31. August ausreisen zu lassen, teilt der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, mit:

„Wir müssen aufpassen, dass nach dem absehbaren Ende der militärischen Evakuierungsflüge nicht eine permanente zivile Luftbrücke von Kabul nach Deutschland eingerichtet wird. Dadurch würden wir abermals die Kontrolle darüber verlieren, wer zu uns ins Land kommt. Am Ende würde es dann wieder heißen: ‚Nun sind sie halt da.‘

Die Unterbringung von Afghanen, die nicht unter den Taliban leben können oder wollen, muss vornehmlich in der Region erfolgen. Es darf keine unkontrollierte Zuwanderung von Afghanen nach Deutschland geben. Wenn schon bei den derzeitigen Evakuierungsflügen der Bundeswehr die Identitäten der Fluggäste nicht oder nur unzureichend kontrolliert und dadurch sogar abgeschobene Straftäter wieder nach Deutschland geholt werden, mag man sich gar nicht vorstellen, wer alles in die zivilen Linienmaschinen steigen würde, wenn in Kabul keinerlei Kontrollen mehr durch deutsche Behördenvertreter stattfinden. Eine zivile Luftbrücke wäre eine Einbahnstraße: Denn wer es erst einmal nach Deutschland geschafft hat, wird das Land angesichts des von Innenminister Horst Seehofer verhängten Abschiebestopps nach Afghanistan auf absehbare Zeit auch nicht mehr verlassen – egal was er auf dem Kerbholz hat.

Wer es ernst meint mit dem Satz ‚2015 darf sich nicht wiederholen‘, darf eine unkontrollierte zivile Luftbrücke aus Kabul nach Deutschland nicht zulassen.“

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