Hamburg

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat China in einem Interview eine zunehmend aggressive Außen- und Sicherheitspolitik vorgeworfen. Es sei daher an der Zeit, Präsenz in der Region zu zeigen und die Fregatte Bayern zu entsenden.

Dazu teilt der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Armin-Paulus Hampel, mit:

„Eine solche Schnapsidee kann man nur ironisch kommentieren: Nur eine deutsche Fregatte? Warum nicht gleich die ganze Flotte? Ist doch sonnenklar, die maritime Großmacht Deutschland muss im Indopazifik Flagge zeigen. Mein Vorschlag, wir ziehen die drei deutschen Flugzeugträger vor St. Petersburg ab und verlegen sie in den Indopazifik. Dazu die zwei Schlachtschiffe der Bodensee-Flotte. Es wäre ja gelacht, wenn wir nicht wieder, wie beim Boxeraufstand, in Asien für Ordnung sorgen könnten.

Zum wiederholten Male meldet sich die deutsche Verteidigungsministerin per Interview völlig realitätsfern zu den deutschen Interessen im Indopazifik. Natürlich stehen wir auch für die Sicherung unserer wichtigen Seehandelsrouten. Doch dies ist auch das durchaus legitime Interesse unseres Handelspartners China. Unabhängig davon, dass ein deutscher Indopazifikverband in Peking nur schallendes Gelächter auslösen dürfte, gilt es doch vielmehr, den Chinesen auf diplomatischem Wege klar zu machen, dass das Freihalten der großen internationalen Seehandelsrouten in gegenseitigem Interesse ist. Sollte China diesbezüglich eine maritime Dominanz anstreben, hätte dies mit Sicherheit eine Beeinträchtigung des freien Warenverkehrs in der Region zur Folge. Daran kann Peking, trotz Seidenstraße, nicht gelegen sein.“

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