Jürgen Coning

Seit einigen Tagen ist der belgische Elitesoldat Jürgen Conings auf der Flucht. Für die Presse steht schnell fest, dass es sich um einen rechten Terroristen handelt, der schwer bewaffnet ist. Die mediale Hetzjagd begann. Doch forscht man nach, stellen sich Fragen auf, die wir hier erörtern möchten.

Jürgen Conings, geboren in Maaseik am 28. September 1974 ist Obergefreiter der belgischen Luftstreitkräfte und Schießausbilder. Im Laufe seiner Karriere nahm er an elf Auslandseinsätzen in Jugoslawien, Bosnien, Kosovo, Libanon, Irak und Afghanistan teil. In den Mainstreammedien heißt es: „Am 17. Mai 2021 hinterließ Conings drei Abschiedsbriefe, in denen er erklärte, er werde sich den COVID-19-Eindämmungsmaßnahmen der belgischen Regierung widersetzen. Er drohte damit, unter anderem die Regierung, die Armee und Virologen anzugreifen.“

Mit dem Virologen ist laut einschlägigen Medienberichten Marc Van Ranst gemeint, der eine linkspolitische Einstellung vertritt und einer der größten Vertreter der Corona-Pandemie in Belgien ist. Dafür erhielt er 2020 eine Auszeichnung. Auszeichnung erhielt er bereits zuvor und war äquivalent zu Prof. Drosten in Deutschland im Jahr 2007 einer der Hauptakteure beim global gescheiterten Versuch, eine Grippe-Pandemie pharmazeutisch zu vermarkten.

So präsentierte sich Conings in den sozialen Medien. Quelle: Twitter

Conings soll sein Auto mit vier Raketenwerfern und einer FN P90-Maschinenpistole, einer Pistole und Munition beladen haben. Zwei Stunden soll er die Umgebung des Privathauses von Marc Van Ranst ausgekundschaftet haben. Am 18. Mai hinterließ er seine militärischen Ehrenzeichen auf dem Grab seiner Eltern in Peer. Das belgische Militär wurde über sein Verschwinden alarmiert und startete eine Fahndung. Am selben Tag wurde sein verlassener und mit einer Sprengfalle versehener Audi Q5 von der Bundespolizei in Dilsen-Stokkem in der Nähe des Nationalparks Hoge Kempen gefunden. Im Auto fanden sie die vier Raketenwerfer. Die Behörden glaubten, dass er sich schwer bewaffnet im Nationalpark versteckt hielt. Vom 19. bis 23. Mai wurde der Nationalpark für die Fahndung gesperrt. Die belgische Armee führte mehrere Razzien im Park durch, ohne Erfolg. Unterstützt wurden sie dabei von der deutschen Eliteeinheit GSG 9 und niederländischen, luxemburgischen und französischen Kräften.

Die Luzerner Zeitung schreibt: „Der Unteroffizier (Übersetzungsfehler, er ist Obergefreiter, Anm. d. Red.) und Veteran mehrerer Auslandeinsätze, unter anderem in Afghanistan, hat am Montag in seinem Haus zwei Abschiedsbriefe hinterlassen. Darin schrieb er, er wolle «nicht länger in einer Gesellschaft leben, in der die Politiker und Virologen uns alles weggenommen haben». Er kündigte an, «sich dem Widerstand anschliessen und sich nicht kampflos ergeben zu wollen». Schon Monate zuvor äusserte er Morddrohungen gegen den bekannten belgischen Virologen Marc Van Ranst.“ Wie es sein kann, dass ein Soldat trotz einer Morddrohung gegenüber eines Virologen immer noch im Dienst bleibt und Zugang zu Waffen behält, ist fraglich. In Angesicht der Tatsache, dass der belgische Ministerpräsident in der Vergangenheit statt der belgischen, die französische Nationalhymne sang, überrascht das allerdings wenig.

Laut Berichten im Mainstream zeigte sich Conings in den letzten Jahren „islamfeindlich“ und „rechtsextrem“. Dass dies kein Anhaltspunkt für eine tatsächlich derartige Gesinnung ist, liegt nahe, wenn man schaut, wen und auf welche abscheuliche Weise die Medien ganz normale Menschen schon in diese Ecke eingeordnet haben sollen. Seine Bekannten beschrieben ihn als „Muskelpaket mit weichem Herz“, während es von Kameraden aus der Armee heißen soll, er sei offen rechtsextrem und gewaltbereit. Ein Widerspruch, der nicht geklärt oder erklärt werden kann.

Was konkret Conings mit seinen Abschiedsbriefen gemeint hat, bleibt unklar. Zu viele Fragen sind offen. Ist er Opfer einer Verschwörung, hatte er etwas erfahren, was er nicht wissen durfte und wird deswegen unter falschen Vorgaben gejagt? Es kann nicht verifiziert werden, dass er die Waffen genommen hat, Conings hat sich selbst nicht dazu öffentlich geäußert. Als sicher gilt, dass wenn man Mordanschläge plant, diese vorher nicht ankündigt. Und fraglich ist ebenfalls, warum nachgewiesen konnte, dass er sich lange Zeit in der Nähe des Hauses von Van Ranst aufhielt, man ihn aber nicht findet und keine weiteren Spuren aufweisen kann.

Es soll hier auf keinen Fall abgestritten werden, dass es sich tatsächlich um einen gefährlichen Mann handeln könnte, aber wir stellen hier ganz klar explizit Fragen, die offen sind und Widersprüche offenlegen. Auch soll bei einer vermeintlichen Solidaritätsveranstaltung am 22. Mai ein Hitlergruß gefilmt worden sein. Doch eine Analyse lässt auch daran Zweifel laut werden. Die betreffende Person stand eher locker da, hob die Hand kurz nach ganz oben, den Kopf nach unten, die andere Hand in der Tasche. Es wirkte eher wie ein ganz normaler Wink zu einen Bekannten.

Hitlergruß oder nicht? Bild: Marco Mariotti

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