Mali

In der ohnehin durch die Einbeziehung der russischen Söldnergruppe Wagner, der Aussetzung demokratischer Wahlen für fünf Jahre und fortwährenden zum Teil tödlichen Anschlägen auf die internationalen Stabilisierungstruppen und Antiterroreinheiten wird die Situation für die internationalen Truppen in Mali immer komplexer und unsicherer. Die Regierung in der Hauptstadt Bamako forderte nun Dänemark auf, seine Truppen im Land sofort abzuziehen.

Dazu sagt der AfD-Bundestagsabgeordnete Joachim Wundrak, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags:

„Die Bundesregierung hat nach eigener Erklärung keine Exit-Strategie für die Mali-Einsätze. Im Gegenteil schließt sie eine weitere Ausweitung der Einsätze aufgrund der Verschlechterung der Sicherheitslage nicht aus. Dieser Mechanismus erinnert fatal an den Afghanistan-Einsatz. In Mali wird zunehmend deutlich, dass französische und alliierte Kräfte nicht mehr willkommen sind. Daher sollten die deutschen Mali-Einsätze zeitnah und kontrolliert beendet werden.“

Der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer, stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags, fügt hinzu:

„Fast täglich gibt es neue Anzeichen einer bevorstehenden Eskalation in Mali. Die Putschregierung, die demokratische Wahlen aussetzen will, benötigt keinen Schutz und keine Ausbildung ihrer Männer durch 1300 deutsche Soldaten. Wie wir in den letzten Wochen beobachten können, möchte sie das auch nicht. Auf Anordnung der Regierung in Mali sind in den letzten Tagen alle Flugbewegungen der UN-Mission zeitweise eingestellt worden, deutsche Aufklärungsdrohnen zur Terrorbekämpfung dürfen nicht mehr fliegen und die Luftwaffe musste mit einer Transportmaschine wegen eines Überflugverbots sogar in Gran Canaria landen. Nur drei Tage später starb am Wochenende ein weiterer französischer Soldat bei einem Granatenangriff in der Nähe des internationalen Camps in Gao. Die Dänen sollten über den Rauswurf ihrer Soldaten froh sein und Deutschland muss sein Engagement in Mali ebenfalls beenden. Im deutschen Interesse und im Interesse für Leib und Leben unserer Soldaten muss gelten: Die Bundeswehr raus aus Mali – sofort!“

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