Helin Evrim SommerHelin Evrim Sommer

„Es darf keine Straffreiheit für Dschihadisten in Nord- und Ostsyrien geben. Die Bundesregierung muss sich aktiv für die Einrichtung eines UN-Sondertribunals für IS-Terroristen in Kobanê einsetzen“, erklärt Helin Evrim Sommer, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Welt-Kobanê-Tag am 1. November. Sommer weiter:

„Statt die kurdische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien als wichtigen Bündnispartner in der internationalen Koalition gegen den IS zu würdigen, beugt sich die Bundesregierung lieber der antikurdischen Politik des Erdogan-Regimes. Sie schweigt nicht nur zu den völkerrechtswidrigen Angriffskriegen der Türkei und den mit ihr verbündeten Dschihadisten, sondern praktiziert durch Waffenlieferungen an das Erdogan-Regime Komplizenschaft. Die Bundesregierung muss umgehend diese militärische Zusammenarbeit beenden und sich auf EU-Ebene für ein Waffenembargo gegen die Türkei einsetzen.

Zugleich muss sich Deutschland als nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates für die Einrichtung eines UN-Sondertribunals für IS-Milizen in Kobanê einsetzen. Rund 2000 ausländische Dschihadisten sind noch immer in kurdischen Gefängnissen inhaftiert, darunter 800 IS-Terroristen aus Europa. Es darf keine Straffreiheit für ausländische Dschihadisten in Syrien geben, weil sich Regierungen vor der Verantwortung drücken, ihre eigenen Straftäter zurückzuholen und in ihren Herkunftsländern vor Gericht zu stellen.

Newsletteranmeldung

Werbung

Artikel-Ende


Auf deine Mithilfe kommt es an!

Obwohl nur ein einziger Journalist mit der gelegentlichen Unterstützung zahlreicher ebenfalls freiberuflicher Kollegen und Ehrenamtler hat Stefan Raven News seit 2020 immer wieder Dinge aufgedeckt, die andere Medien erst später berichteten. Leider sehen es diese Medien nicht als angebracht an, den Erstberichterstatter (uns/mich) zu nennen, wie es im Journalismus Gang und Gebe ist. Einige haben uns sogar schon gelegentlich die Stories im wahrsten Sinne des Wortes geklaut. Das ist kein netter Umgang zwischen Kollegen.

Auf der anderen Seite werde ich auch immer wieder von politischen Extremisten angezeigt. Die Vorwürfe nennt man mir noch nicht einmal. Die Anzeigen stellen sich nach zwei Monaten von alleine ein. Es scheint hier vermutlich darum zu gehen, unliebsame Berichterstatter wegen ihrer hohen Trefferquote an Aufdeckungen einzuschüchtern. Funktioniert leider nicht, da weder ich, noch meine Kollegen uns jemals etwas zu schulden kommen lassen. Um ehrlich zu sein, motiviert uns dieses sogar noch, noch weiter zu bohren, noch mehr nachzuhaken und erst Recht über bestimmte Themen zu schreiben.

Diese Arbeit ist nur mit deiner Unterstützung möglich!

Helfe mit und stärke kritischen, unabhängigen Journalismus, der keine Rundfunkbeiträge oder Steuergelder bekommt, und keinen Milliardär als Finanzier hat. Als Journalist bin ich nur der Wahrheit und der Wissenschaft verpflichtet. Doch daher bin ich auch auf die freiwillige Unterstützung meiner Leser angewiesen.

Herzlichen Dank im voraus!

Per PayPal. 

Alternativ via Banküberweisung, IBAN: BE02 9741 0271 6040 BIC: PESOBEB1 (Kontoinhaber: Stefan Michels)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert