Maksym Kagal

Manchmal wäre unser Redaktionsalltag aufgrund trockener und fachlicher Berichterstattung recht langweilig, wenn es da nicht die Kollegen der transatlantischen Zeitungen wie der Welt gäbe oder auch wirre Reden von Linksextremisten aus den Parteien der Grünen und Linken. Besonders amüsant wird es dann, wenn es zu einem ungewollten Zusammenspiel kommt, wo sich gegenseitig die Klinke in die Hand gegeben wird.

Foto: Maksym Kagal/Twitter

So berichtet die verschwörungsideologische Zeitung der Welt von dem Tod eines Exweltmeister im Kickboxen. Gemeint ist der Ukrainer Maksym Kagal. Dieser war nach dem Ende seiner Karriere Mitglied des „Azov Battalion Special Forces Unit“. Dieses Regiment gehört der ukrainischen extremen Rechten an. Inhaltlich rufen Mitglieder dieses rechten Bataillons Phrasen wie „Heute der Maidan, morgen Berlin“ und spielen damit auf eine Eroberung Deutschlands an, die ihnen in den Köpfen herumzuspuken scheint. Sie berufen sich auch auf den ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera, der im Zweiten Weltkrieg gegen Sowjets und Deutsche gleichermaßen gekämpft hat. Es geht der Einheit also nicht nur um die „Freiheit“ der Ukraine, sondern auch um die Eroberung und einen möglichen Kampf gegen andere europäische Staaten. Etwas, was viele Nationalisten im restlichen Europa ablehnen.

Auf seinem Twitterbild (siehe auch Titelbild dieser Schlagzeile) posiert Kagal vor einer Fahne des Azov-Regiments. Darauf ist eine schwarze Sonne zu sehen. Die Welt berichtet davon, dass er mit seiner Einheit versucht hätte, Mariupol zu verteidigen. Einen Hinweis darauf, dass dieses Regiment ukrainische Zivilisten als Geiseln dort gehalten hat (es liegen Zeugenaussaagen vor) oder dass es sich um ein ultranationalistisches Regiment mit europäischen Eroberungsfantasien handelt, schreibt die Welt nicht. Stattdessen wird Kagals ehemaliger Trainer zitiert, der ihn als ehrliche und anständige Person bezeichnet. Dazu nimmt die Welt ebenfalls das Titelbild, welches auch wir hier verwenden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Nun äußerte sich zur Ukraine-Krise die Sprecherin für Sicherheitspolitik der Berliner Grünen, Golaleh Ahmadi. Sie ließ über eine Pressemitteilung verlauten: „Faschistische, kriegstreiberische und hetzerische Symbole und Kommentare haben keinen Platz in unserer Gesellschaft!“ Doch damit meint sie weder den Angriffskrieg ukrainischer Nationalisten auf die russische Minderheit im Süden und Osten des Landes, Kagal posierend vor der Azov-Fahne oder gar die Berichterstattung der Welt. Nein, sie sprach damit auf eine Forderung der Berliner Innensenatorin Iris Spranger an, die das öffentliche Tragen des Buchstabens Z in Berlin unter Strafe stellt (wir berichteten). Und das als linksextreme Partei. Zu den Wirren der heutigen Zeit fällt einen wirklich nicht mehr viel ein. Da kann man nur lachen und mit dem Kopf schütteln. Wen wundert es da, dass immer mehr Menschen den Altmedien den Rücken kehren und stattdessen lieber Stefan Raven News lesen, so dass unser Onlinemagazin in Bezug auf Reichweite mit diesen konkurrieren kann.

Susanne Hennig-Wellsow setzte sogar noch einen drauf. In einem Interview für den Sender Phoenix (öffentlich-rechtlicher Spartenkanal mit kleiner Reichweite) sagte sie vor laufender Kamera, dass Putin in Polen eingefallen sei. Über solche Gespräche würde sich der Quatsch Comedy Club in Berlin sicherlich freuen. Wir würden dafür Eintritt bezahlen.

Susanne Hennig-Wellsow blamierte sich mit einer Falschaussage vor laufender Kamera. Quelle: Phoenix

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Ein Gedanke zu „Linke, Grüne und die Welt mit weiteren Verschwörungstheorien zur Ukraine-Krise“
  1. Den Schnösel müsste man den Arsch versohlen.
    Ab einem gewissen Alter und einer gewissen Reife legen sich dann auch die wilden Fantasien in Berlin einzumarschieren.

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