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Ende vergangener Woche verständigten sich Regierungsvertreter und Museumsfachleute in einem von Kulturstaatsministerin Grütters einberufenen Spitzengespräch über den Umgang mit den Benin-Bronzen in deutschen Museen. Erste als „Raubgut“ klassifizierte Benin-Bronzen, Metalltafeln und Skulpturen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sollen bereits ab Anfang 2022 an Nigeria übergeben werden. Hierzu äußerte sich der kulturpolitische Sprecher des AfD-Bundestagsfraktion, Marc Jongen, wie folgt:

„Die hochrangig besetzte Gesprächsrunde zum Thema Benin-Bronzen hat entschieden, was zu erwarten war, nämlich dass es zu ,substanziellen Rückgaben‘ an Nigeria kommen soll. Die Kulturstaatsministerin feierte diesen Beschluss als ,historische Wegmarke im Umgang mit der kolonialen Vergangenheit‘. Es handelt sich hier in der Tat um eine ,Wegmarke‘, allerdings im Sinne eines Dammbruchs, der immer neue Restitutionsforderungen nach sich ziehen wird.

Johann Michael Müller sprach in der ,Neuen Zürcher Zeitung‘ mit Blick auf die Rückgabe der Benin-Bronzen von einer ,identitätspolitischen Schlacht‘. Zu deren groben Verkürzungen gehört das Narrativ von den bösen Briten, die plündernd über das wehrlose Königreich Benin herfielen.

Die Bundesregierung hat sich willig auf derartig simplifizierende Narrative eingelassen und sieht sich nun auf die Logik eines moralisierenden Schuld-und-Sühne-Mechanismus verwiesen, aus dem sie nur ausbrechen zu können meint, wenn sie Artefakte in großer Zahl zurückgibt.

Die AfD-Fraktion tritt deshalb weiter dafür ein, die völlig verfehlte Restitutionspolitik der Bundesregierung raschestmöglich zu beenden, weil sie eine Erosion der Rechtssicherheit zur Konsequenz hat. Das Sammlungsgut in unseren ethnologischen Museen, um das sich über Jahrzehnte hinweg viele Kuratoren mit großer Sorgfalt gekümmert haben, darf nicht als Objekt eines modernen Ablasshandels missbraucht werden.“

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