Argentinien

Buenos Aires (ots)Ein Roadtrip steht für mehrere Vorzüge des Reisens: die Entdeckung unentdeckter Orte auf vier Rädern und die Freiheit, sich in magischen Ecken zu verlieren. Rötliche, alpine und dschungelartige Landschaften machen die Fahrt mit dem Auto zu einem ganz besonderen Erlebnis. Vorgestellt werden drei Roadtrips, die man in Argentinien unternehmen kann.

Nordargentinien: Tucumán, Salta und Jujuy

Die Tour beginnt zum Beispiel mit dem Streckenabschnitt, den die epische Route 40 durchkreuzt. Die Provinzen, durch die diese Strecke führt, sind Tucumán, Salta – liebevoll „La Linda“ („die Schöne“) genannt – und Jujuy. Es geht durch Weinberge, Berge, Salinen, Täler, Gastronomie. Kurzum, einen Roadtrip, der für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

Es gibt zwei große Landstraßen, die durch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten führen: die Ruta Nacional (Nationale Route) 40 und die Ruta 9. Von San Miguel de Tucumán, der Stadt, die Zeuge der Unabhängigkeitserklärung Argentiniens war, geht es hinauf nach Salta, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Bei der Fahrt durch diesen Streckenabschnitt offenbart sich bereits das landschaftliche Potenzial der Region. Drei Stunden später erreicht man Jujuy, wo der Weg entlang der Route 9 durch eine bunte Landschaft verläuft. Es lohnt sich, hier auch einmal einen Stopp einzulegen und den Blick schweifen zu lassen.

Biegt man kurz auf die Ruta (Route) 52 ab, die später in die Ruta 40 übergeht, gelangt man in das Dorf Purmamarca mit dem Cerro de los Siete Colores (die Anhöhe der sieben Farben) und einem Zentrum mit typischem Kunsthandwerk. 66 Kilometer weiter lockt die Salzwüste der Salinas Grandes mit einem malerischen Postkartenanblick aus weißer Wüstenlandschaft mit hellblauem Schimmer. Es ist eine Tour, die alle Sinne anspricht. Zurück auf der Ruta 9 kann man in der kleinen Ortschaft Maimará das farbige Schichtgestein der Paleta del Pintor (Palette des Malers) bewundern und in Tilcara durch die malerische Kleinstadt bummeln. Auch der Pucará, einer Festung mit Sicht auf die Berge, sollte man einen Besuch abstatten. Und noch weiter nördlich erreicht man Humahuaca. Das erhaltene Stadtzentrum im Kolonialstil zeugt von Argentiniens Geschichte und macht den Ort zu einem beliebten Ziel für Touristen.

Weinstraße in Mendoza

Wenn es etwas gibt, das Argentinien auszeichnet, dann ist es die Qualität seiner Weine. Die Ruta 40 steht einmal mehr im Mittelpunkt einer Provinz, die ein klares Ziel verfolgt: außergewöhnliche Rebsorten hervorzubringen, die Gaumen auf der ganzen Welt ansprechen.

Die argentinische Weinreise schlechthin führt nach Mendoza, das laut Great Wine Capitals als eine der zehn großen Weinhauptstädte gilt. Die Provinzhauptstadt bietet Nachtleben und historische Ecken und ist ein guter Ausgangspunkt für den Besuch der wichtigsten und ältesten Weinkellereien im Stadtzentrum (in den Gemeinden Maipú, Guaymallén, Luján de Cuyo, Godoy Cruz und Las Heras). Die Ruta 7 eröffnet Reisenden zahlreiche Möglichkeiten in zwei entgegengesetzten Himmelsrichtungen: Im Osten kommen die Weinliebhaber auf ihre Kosten, denn hier liegen die größeren Anbaugebiete. Dort wird in Rivadavia, San Martín, Junín, Santa Rosa und La Paz in großem Stil produziert.

Wenn man das GPS in Richtung Westen dreht, trifft man auf die berühmten heißen Quellen von Termas de Cacheuta, Potrerillos für den Abenteuertourismus und die kleine Stadt Uspallata. Folgt man der Ruta 40 bis i das Uco-Tal, so kann man die Weinroute fortsetzen. Dort liegt ein weiteres Eldorado für Weinbauer und Gastronomen in der Region.

La Rioja und San Juan

Wer die Nationalparks Ischigualasto und Talampaya besucht, könnt meinen, er stünde direkt auf der Mondoberfläche. Der Eindruck entsteht durch die geologische Besonderheit der Böden, Formationen und Farben. Nicht umsonst gehören die Parks zum Weltnaturerbe. Sie liegen direkt nebeneinander und zeichnen sich durch die typischen Landschaftsmerkmale aus. Ein guter Zwischenstopp, um sie zu besuchen, ist Villa Unión, eine Stadt in San Juan, die viele Touristen empfängt, die sich für die Region interessieren. Die Ruta 150 kreuzt diese beiden Welterbestätten.

In Ischigualasto (bekannt als das Mondtal) sollte unbedingt die geführte Tour mit dem Auto buchen. Während der Fahrt in Kolonne haben Reisende Gelegenheit, die für diese Gegend charakteristische rote Farbpalette näher zu betrachten. An Vollmondnächten wird sogar eine unvergessliche Tour unter Mond- und Sternenlicht organisiert. Auch der 100 Meter hohe Canyon von Talampaya und seine ikonischen Formationen sind beeindruckend. Doch er ist nicht das Einzige, was dieser Nationalpark zu bieten hat. Mountainbike-Fans kommen bei Touren mitten zwischen rötlichen Felswänden auf ihre Kosten. Camper können unter einem der klarsten Himmel der Welt zelten. Auch das zählt bestimmt zu einem von vielen Erlebnissen, die einen Roadtrip durch Argentinien so einzigartig machen.

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