Ostern

Heute ist Karfreitag. In allen Bundesländern herrscht ein sogenanntes Tanzverbot. Denn es handelt sich um einen sogenannten stillen Feiertag. Ein Tanzverbot ist eine an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten des Jahres geltende Untersagung des Abhaltens öffentlicher Tanz- und Sportveranstaltungen. Der Ursprung des Tanzverbots ist sittlicher Natur. Tanzverbote existieren in verschiedenen Religionen und können auch aus weltlichen Gründen verhängt werden. Die Linken (ehemals SED) wollen dies nun beenden. Ihrer „Weltsicht“ nach, sei das nicht mehr zeitgemäß.

In den 70 Jahren des Wohlstands seit dem Wirtschaftswunder in den 50er Jahren haben die Menschen nach und nach immer mehr von Feiertagen und Religionen Abstand genommen. Dies betrifft vor allem die Nachkriegsgenerationen und einmal mehr die sogenannten Millennials, welchen Sorgen und Nöte unbekannt zu sein scheinen, ganz ähnlich den Werten, aber auch Anstand und Moral. Somit entfällt bei diesen auch die sinnhafte Bedeutung von Religionsausübung und Feiertagen. Auch bei Tradition heißt es bei dieser verlorenen Generation: Fehlanzeige.

„Man sollte meinen, dass Briefmarkentauschbörsen, Fußballspiele, Rockkonzerte und der Film ‚Das Leben des Brian` herzlich wenig gemein haben. Was sie jedoch alle eint, sind antiquierte Verbote an Karfreitag und anderen stillen Feiertagen. Wer beispielsweise in Bitterfeld, in meinem Wahlkreis, an einem dieser Tage eine öffentliche Veranstaltung plant, muss vier bis fünf Wochen im Voraus eine Prüfung durch das Ordnungsamt beantragen. Dieses entscheidet letztendlich darüber, ob ausreichend Rücksicht auf den Charakter des Tages genommen wird und die Veranstaltung stattfinden darf. Aber eine aufgeklärte, demokratische Gesellschaft hat keinen Bedarf für staatliche Sittenwächter“, erklärt Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke.

Doch gerade in einer aufgeklärten demokratischen Gesellschaft sollte man die Bedeutung von Feiertagen herausheben. Gerade in der von durch die Politik inszenierte Krisen gebeutelte Zeit sind Feiertage und Religionen sehr wichtig. Dabei spielt es oberflächlich nur sekundär eine Rolle, ob die Feiertage christlich oder „heidnisch“ sind. Oftmals sind diese Traditionen und Bräuche bei uns auch vermischt, wie zum Beispiel Ostern.

Der linksextreme Verschwörungsideologe Korte spricht im weiteren Verlauf seiner Pressemitteilung an, dass im Jahr 2021 die Kirchenmitglieder auf unter 50 % der Gesellschaft gefallen sind. Doch dabei verkennt der Extremist – wie in seiner Partei oftmals üblich – die Realität. Zum einen sinkt natürlich die Quote derjenigen, die in der Kirche sind, je mehr Menschen aus einem anderen Religionskreis in unser Land kommen. Und zum Anderen benötigt man keine Kirchenmitgliedschaft, um diese Feiertage entsprechend zu würdigen.

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