Wikinger

Einst herrschte hierzulande unbestritten der Glaube an die alten Götter und die damit verbundene Lebensweise. Das Christentum unter Karl dem Grausamen und Bonifatius brachten mit Gewalt eine Abkehr davon. Doch gibt es Gründe, im 21. Jahrhundert zu den alten Göttern und Waldgeistern zurückzufinden?

Es gibt Menschen, die haben einen Hang zu nordischer Mythologie und zum Leben der Germanen, Wikinger und Kelten. Auch ich gehöre wohl dazu. Ich erinnere mich z. B. dass mir als Kind Gegenstände Leid taten, wenn sie kaputt gingen oder runterfielen. Auch mochte ich nie sinnfrei einen Ast von einem Baum oder Strauch abknicken. Was ich als kleiner Knabe noch nicht wusste: Meine Vorfahren stammen aus dem Memelland und wurden von den Sowjetverbrechern vertrieben. Im Memelland hat sich der alte Glaube auch unter dem Christentum erhalten. Und in diesem hat jeder Stein, jede Pflanze, jedes Sandkorn einen Geist, der ihm inne wohnte. Alles wird als Teil des Lebendigen gesehen. So erkläre ich mir das heute.

Jetzt mögen viele sagen, dass es damals Menschenopfer gab. Ja, das ist richtig. Doch gab es diese auch im Vorläufer des Christentums (ohne diesen jetzt beim Namen zu nennen), später gab es dann die Kreuzzüge, gewaltsame Bekehrungen, Hexenverbrennungen und vieles Weitere. Aber welchen Schuh sich das Christentum definitiv anziehen muss, ist die gewaltsame und menschenverachtende Bekehrung in West-, Nord- und Mitteleuropa. Die Bräuche wurden dann entsprechend der germanischen Glaubensvorstellungen angepasst, sind also höchstwahrscheinlich gar nicht das urtümliche Christentum, wie es irgendwo in der Wüste auf einem anderen Erdteil entstanden ist.

Wir alle fühlen uns aber dennoch zu dem geistigen und spirituellen Erbe unserer Vorfahren hingezogen. Sei es das Leben mit den wechselnden Jahreszeiten, die es in der Wüstenreligion nicht gibt, die Begeisterung für auch moderne Märchen nach altem Vorbild, wie Tolkiens Herr der Ringe oder der Wunsch, ein wenig mehr zurück zur Natur zu finden. Und Letzteres ist irgendwo auch ein wichtiges Stichwort. Denn was uns insbesondere durch die Pharmaindustrie und der modernen Lebensmittelindustrie beigebracht wurde, ist die Angst vor der Natur. Pflanzen könnten giftig sein, Tiere schmutzig oder gefährlich und wie das arme Kind wieder aussieht, weil es Grasflecken auf der Hose hatte, statt mit seinem Handy daheim zu spielen. Genau das sollten und müssten wir wieder erlernen. In weniger als 100 Jahren haben es die Großkonzerne geschafft, uns von dem zu entfernen, was uns Europäern das Wichtigste ist, das Leben mit der Natur, im Takt mit der Jahreszeit. Finden genügend Menschen zu diesen Wurzeln zurück und können die Leere in sich füllen, dann finden wir ohne Frage auch wieder zu alter Größe zurück.

Ich für meinen Teil glaube, dass Ragnarök noch lange nicht geschehen ist und dass die alten Götter immer noch wachend ihre schützende Hand über die wenigen halten, die an dem alten Glauben und den damit verbundenen Werten festhalten. Und das sind großartige Werte. Respekt auch vor dem Feind, Ehrlichkeit, Tüchtigkeit, Fleiß, Gemeinschaftswohl, Tapferkeit, Gastfreundlichkeit, und vieles mehr. Dafür lohnt es sich zu streiten und dafür lohnt es auch, gegen die Kirchen zu rebellieren, die mit dem urtümlichen Christentum nichts mehr zu tun haben. Während die katholische Kirche in unzähligen pädophilen Verstrickungen ihren Untergang findet, hat die evangelische Kirche ihr wahres Gesicht als Menschenschlepperbande und Hilfssteller für Linksextremisten bewiesen. Somit stellt sich der germanische Götterglaube nicht nur als unsere ureigene spirituelle Wurzel heraus, sondern auch als eine nötige Alternative zu dem Glauben, der unseren Vorfahren vor 1.250 Jahren aufgezwungen wurde.

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