Harald Schmidt

Harald Schmidt zelebriert in einem weiteren ironietriefenden Interview die Unklarheit über seinen Impfstatus. Gesundheitsminister Lauterbach sei ihm mit seinem „rheinischen Jammersound“ lästig: „Aber ich glaube, er hat mit allem recht.“

Zeitweise war von und über Harald Schmidt wenig zu vernehmen, nachdem er seine Late-Night-Karriere beendet hat und nur noch dann und wann den Kreuzfahrtdirektor auf dem ZDF-„Traumschiff“ gibt. Das hat sich seit einem Interview mit „Neuen Zürcher Zeitung“ geändert. Im für ihn typischen ironisch zigfach gebrochen Duktus sprach Harald Schmidt über dies und das – unter anderem auch auffallend kryptisch über seinen Impfstatus. Über die Aufregung, die entstand, sei er „überglücklich“, sagte Schmidt nun in einem weiteren ironiertriefenden Interview, welches er dem „Spiegel“ gab. „Auch darüber, dass die guten alten Spielchen noch funktionieren.“

Welche „Spielchen“ er meint, deutete der 64-Jährige unter anderem mit einem Verweis auf einen großen Dramatiker an: „Ich habe den Kollegen gesagt: ‚Ich bin auf einem guten und vernünftigen Weg, 2G zu erfüllen.‘ Hinterher hieß es von vielen Seiten: ‚Wie meinen Sie das?‘ Da kann ich nur zurückfragen: Habt ihr schon mal den Namen Beckett gehört? Menschen dieser Geistesklasse kommentieren niemals das eigene Werk.“

„Ihnen gegenüber muss ich meinen Impfstatus für mich behalten“

Ein „Corona-Rebell“ sei er keineswegs, beteuerte Schmidt auf Nachfrage. „Nichts ist langweiliger für mich, als ein Rebell zu sein. Selbstverständlich unterstütze ich alle Maßnahmen, die gefordert werden.“ Konkreter wurde der Entertainer zu der Frage, ob er gegen das Coronavirus immunisiert wurde, nicht: „Ich erfülle sämtliche Zertifikatewünsche weltweit, noch bevor die überhaupt geäußert sind, und zwar immer auf dem aktuellsten Stand“, versicherte Schmidt. „Aber Ihnen gegenüber muss ich als jemand, der generell sehr verschwiegen ist und keine Plaudertasche, meinen Impfstatus für mich behalten.“ Schmidts Mantra: „Never explain, never complain.“

Mit mildem Spott blick Harald Schmidt unterdessen auf die Protagonisten der neuen Regierungskoalition in Berlin. „Wenn ich das Kabinett sehe, habe ich wirklich das Gefühl, es sind Schauspieler aus einer Soap“, übte der langjährige Gastgeber der „Harald Schmidt Show“ Stilkritik. „Man wartet immer noch darauf, dass Frau Merkel kommt und sagt: ‚Genug, jetzt lasst mal gut sein!“ An Gesundheitsminister Karl Lauterbach lobte er „die Erfüllung einer alten Peter-Zadek-Forderung: Er will die Rolle nicht spielen. Er meint es ernst.“

Newsletteranmeldung

Werbung

Werbung

Das Wörterbuch der Lügenpresse
Das Wörterbuch der Lügenpresse

22,99 €

Versandkostenfrei in Europa, inkl. MwSt.

Verlag: Kopp Verlag

gebunden mit Schutzumschlag, 383 Seiten, durchgehend farbig illustriert

Warum eine ideologisch manipulierte Sprache unser Denken blockiert – und was wir dagegen tun können

Schluss mit der Sprachmanipulation durch die »Qualitätsmedien«! Der Bestsellerautor Thor Kunkel erklärt anhand von circa 300 teils illustrierten Beispielen, wie Begriffsumdeutungen den gesunden Menschenverstand ausschalten sollen.

Durch Sprachregelungen errichtet eine gleichgesinnte Obrigkeit aus Politikern und Journalisten immer neue moralische Denkblockaden, die eine kritische Auseinandersetzung mit den Realitäten verhindern sollen. Denn was nicht gedacht werden kann, kann auch nicht artikuliert werden.

Sprache als Werkzeug der Repression und Gedankenkontrolle

Die von den staatstragenden Medien vorangetriebene Infantilisierung der deutschen Sprache, einst eine der präzisesten Sprachen der Welt, hat inzwischen groteske Ausmaße erreicht. Ein Blick in die deutschen Gazetten zeigt: Sie quellen über von Worthülsen, Begriffsumdeutungen, halbwahren Floskeln, wohlfeilen Mustersätzen, linguistischen Simplifizierungen, Kampfbegriffen und ewig gleichen linkspädagogischen Argumentationsmustern, die das Denken der Menschen normieren, ja ausschalten sollen.

Man muss kein Linguist sein, um in diesem Gesinnungsdiktat, das erwachsenen Menschen verbieten will, so zu sprechen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, eine volkspädagogische Erziehungsmaßnahme zu erkennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.