Berlin BreedBerlin Breed wurde im September diesen Jahres Opfer ein Hausdurchsuchung. Collage: Tagesspiegel, B**d, Berlin Breed

Im September diesen Jahres fand eine Hausdurchsuchung der der sogenannten Grauzonenband Berlin Breed statt. Sie sollen angeblich nationalsozialistische Texte auf einem 2021 veröffentlichten Album namens „Wir haben es gewagt“ veröffentlicht haben. Wir widerlegten diese abenteuerliche Theorie der Berliner Staatsanwaltschaft bereits in einem Artikel, indem wir uns den kompletten Text haben zukommen lassen. Nun hatten wir durch den Umstand, dass die Band auf Facebook vertreten ist und ich kürzlich einen Account auf diesem „Social-Medium“ erstellt habe, die Gelegenheit, die Band um ein schriftliches Interview zu bitten.

Zu einem Video-Interview erklärte sich die Band nicht bereit, außerdem kann sie selbstredend zu einem laufenden Verfahren zu ihren Ungunsten natürlich nichts sagen. Um so mehr freue ich mich, dass sie einem schriftlichen Interview zugestimmt hat. Im Folgenden sind die Fragen mit den entsprechenden Antworten der Band aufgezeigt.

  1. Stefan/Raven: Erstmal herzlichen Dank für das Interview. Ihr wurdet vor allem von linkextremen Medien, welche auch der Amadeo-Antonio-Stiftung angehören, als rechtsradikal bezeichnet. In einem Facebook-Post habt ihr euch aber auch implizit gegen den Nationalsozialismus von 33 bis 45 ausgesprochen. Wie ordnet ihr euch politisch selbst ein?

    Berlin Breed: „Wir „ordnen“ uns gar nicht ein, da Schubladen nur etwas für Leute sind, die sich von Graustufen/Schattierungen überfordert fühlen. Der Grundkonsens in der Band lässt sich wohl am besten mit deutschnational überschreiben. Mit „rechtsradikal“ haben wir im Übrigen kein Problem, da dies genau wie „rechtsextrem“ Kampfbegriffe der bolschewisierten BRD sind. Am Ende ist es uns egal wie Anetta Kahanes und Nancy Faesers Lakaien uns betiteln.“

  2. Stefan/Raven: Die Durchsuchungen im September klangen für mich von vornherein kurios. Ich hatte euch nicht nur nicht auf dem Zettel, sondern auch bekannte Neo-Nazis aus Berlin waren verwundert, kannten euch gar nicht. Dazu gehörte auch der Marzahner Rechtsrocker Nigel Brown, der unter anderem bei Celtc Warrior und Ravens Wing gespielt hat (bekannte Rechtsrockbands). Ich denke, ihr seid definitiv nicht der Neo-Nazi-Szene zuzuordnen, warum hat man es auf euch abgesehen? Was schätzt ihr?

    Berlin Breed: „Wie gesagt: Wo man uns ein- oder zuordnet, ist für uns irrelevant. Für die Roten sind wir definitiv Neonazis oder mindestens Rechtsextremisten, für viele Braune wahrscheinlich eher zu lasch bzw. nicht explizit genug.“

  3. Stefan/Raven: Wisst ihr, wer die Strafanzeige wegen was auch immer gegen euch gestellt hat? Meiner Recherche nach war es die AAS.

    Berlin Breed: „Wir gehen davon aus, dass mehrere Stellen Anzeigen gegen uns erstattet haben, unter anderem vermutlich die AAS. Unser erstes Album wurde auf Initiative eines grünen Clowns von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des rot-rot-grünen Senats im Jahre 2019 indiziert (A-Liste wegen vermeintlicher Jugendgefährdung). Da haben also ganz sicher mehrere dran mitgewirkt. Ermittelt wird gegen uns gerüchteweise wohl schon seit 2018, da das System nichts so sehr wurmt wie ein Gegner, den man nicht sieht. Und da wir uns bisher ganz gut versteckt haben, waren die Genossen Staatsschützer wohl ziemlich angepisst ob dieses Umstands.“

  4. Stefan/Raven: Zu dem Verfahren und den Inhalten der Durchsuchung könnt ihr selbstredend öffentlich noch nicht sagen, da es gegen euch verwendet werden könnte. Würde es das Verfahren gefährden, wenn ihr schildern würdet, was die Motivation bei dem Lied BLM war, welches die Berliner Staatsanwaltschaft hier als „Argument“ heranzieht?


    Berlin Breed: „Das Lied ‚BLM“ ist ja nun mal in der Welt, unabhängig davon ob sie einzelnen Leuten eine „Mittäterschaft“ (am Meinungsverbrechen) nachweisen können, daher kann man es auch ruhig erläutern: Wie der geneigte Hörer sicherlich feststellen wird – es sei denn, er ist antideutsch, antiweiß oder sonstig degeneriert – ist der Text eine direkte Ansprache an die weißen Unterstützer des ganzen BLM-Zirkus. Sie werden gewarnt, sich mit diesen Semiterroristen nicht gemein zu machen, da sie am Ende auch deren Opfer werden können. Beispiele aus den USA gibt es genügend. Eines derjenigen, welche es sogar in die BRD-Presse geschafft haben, ist das von der jungen Mutter Jessica Doty Whitaker (24), die am 5. Juli 2020 von einem Mob BLM-Kaffer ermordet wurde, weil sie auf deren „Black Lives Matter“-Gekeife mit „All lives matter“ antwortete. Der Genozid an Weißen in Südafrika (und anderen afrikanischen Ländern) dürfte eine weitere Warnung an diejenigen sein, die sich für die „Befreiung“ der vermeintlich „unterdrückten“ Schwarzen einsetzen, nur um dann deren erste Opfer zu werden. Fakt ist: Egal wie sehr man diesen Kriminellen in den Arsch kriecht, am Ende zählt nur die eigene Hautfarbe und Schwarze werden immer zu Schwarzen halten, egal ob im Unrecht oder nicht. Nur wir Weißen haben diesen natürlichen Instinkt verloren und sind daher deren leichte Beute. Der Grund für das Schreiben dieses Liedes ist das Überschwappen dieser […] Terrorwelle auf europäischen Boden. Prompt bewiesen sie auch ihre Friedfertigkeit mit Ausschreitungen und Gewalt gegen Polizisten am 6. Juni 2020 in Berlin. Unfassbar, wenn man dann noch sieht wie deutsche Bullen vor diesen Primitiven, die hier im Übrigen nichts verloren haben (wir hatten keine Sklaven wie die US-Amerikaner), den Kniefall proben. Man kam kaum raus aus dem Kotzen. Die Befürchtung lag also nahe, dass es auch hier zu Morden an Weißen im Rahmen der BLM-Randale kommen könnte. Die USA waren da ein mahnend Beispiel.“

  5. Stefan/Raven: Wie verkauft ihr eigentlich eure CDs? Gibt es die nur auf Live-Events? Ich musste mich bis nach Ungarn strecken, um eine CD von euch zu bekommen.

    Berlin Breed: „Unsere CDs/LPs sind normalerweise in allen gängigen deutschen Versänden zu erhalten (das erste Album nur in den FSK18-Abteilungen, da indiziert), aber als sich die Hausdurchsuchungen und der Grund dafür herumsprachen, nahmen nahezu alle Versände die Scheibe aus dem Sortiment. Dabei liegt weder eine Beschlagnahme, noch eine Indizierung bis heute vor. Der reine Anfangsverdacht der „Volksverhetzung“ bedeutet nicht, dass die Scheibe verboten ist. Aber man muss die Versände natürlich verstehen, dass sie dieses Risiko ausschließen wollen. Der BRD-Justiz ist nämlich zuzutrauen, dass sie rückwirkend (also wenn dann doch irgendwann mal das Verbot kommt) die Verkäufer bestraft. Ausländische Versände scheißen auf die clownesken BRD-Befindlichkeiten.“

  6. Stefan/Raven: Ist die CD, weswegen die Hausdurchsuchung erfolgte, nun offiziell verboten? Darf die keiner mehr haben? „Wir haben es gewagt“.

    Berlin Breed: Nein, siehe 5. Noch ist sie weder verboten, noch indiziert oder sonstwas. Eine Clown-Show wie es sie wohl nur in der BRD, der DDR und der Sowjetunion gab.

  7. Stefan/Raven: Ihr erwähntet auf Facebook, dass ihr nur aus drei bis vier Leuten besteht. Die Medien berichteten aber unreflektiert und ohne die Band selbst zu fragen, von einer Hausdurchsuchung bei sieben Bandmitgliedern. Wie wertet ihr das? Und ihr kennt die anderen echt nicht, wie ihr auf Facebook mitteiltet?

    Berlin Breed: „Es ist definitiv so, dass völlig Unschuldige und Unbeteiligte einen Besuch der BRD-Tscheka bekamen. Im besten Deutschland, das wir jemals hatten, reicht es aus, wenn irgendwelche Antifa-Zecken ihren Dünnschiss ins Internet schmieren, damit die mental herausgeforderten Genossen der neuen Stasi aktiv werden und offenbar ungeprüft die Falschinformationen für bare Münze halten. An dieser Stelle möchten wir allen zu Unrecht Heimgesuchten unser Bedauern aussprechen, aber schuld daran ist dieses System, das es für gerechtfertigt hält, wegen eines Liedes (sic!) und aufgrund sehr fadenscheiniger Indizien in die Privatsphäre von Menschen einzudringen und teilweise deren soziale Existenz zu vernichten. Wie viele davon beteiligt oder unbeteiligt sind/waren dürfen wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten.“

  8. Stefan/Raven: Kommen wir mal zu dem wirklich Wichtigen: Was motivierte euch, eine Band zu gründen. Ihr habt politische Texte, die ich persönlich nicht als rechts einordne, sondern als gesamtgesellschaftlich relevant. Seit ihr trotzdem rechts oder vllt. nur nicht rechtsextrem? Davon ab, wer sind eure Hörer? Nur „Glatzen“ da, wie die Medien mutmaßen lassen oder auch ganz normale Leute wie ich? Gut, ich war noch nicht da. Kannte euch nicht, Entschuldigung. Wollt ihr jemanden vertreten oder nur eure Meinung ausdrücken und die Zuhörer sind willkommen?

    Berlin Breed: „Schon wieder diese ermüdende Kategorisierung „rechts / rechtsradikal / rechtsextrem“. Was ist daran falsch „rechts“ zu sein? Wie gesagt: Nenn uns wie du willst, wenn es dir irgendwie hilft, aber erwarte nicht, dass du daraus einen wirklichen Erkenntnisgewinn über unser Denken und Handeln ziehen wirst. Wer kann denn leugnen, dass die Nation das sicherste Haus für ein Volk ist? Und dass Deutschland eine der großartigsten Nation dieses Planeten war/ist? Wer kann leugnen, dass nur wenige Völker dieser Welt so viel zu Kultur und Wissenschaft beigetragen haben wie die Deutschen? Wer kann denn leugnen, dass es sehr wohl Unterschiede zwischen den Rassen gibt, speziell was deren Fähigkeiten zur Erschaffung von Hochkulturen anbelangt? Es gab nie eine, es gibt keine und es wird niemals eine schwarze Hochkultur geben („Wakanda“ gibt es nur bei Disney). Nicht in hundert und nicht in zehntausend Jahren. Während der weiße Mensch mittels Raumfahrt nach den Sternen zu greifen begann, saß der Afrikaner vor seiner Hütte aus Kuhscheiße und überlegte, ob er sich einen Penisköcher oder einen Lippenteller basteln soll. Und so sieht es auch heute noch überall dort aus, wo der weiße Mann seine Finger nicht im Spiel hatte. Die höchstentwickelten afrikanischen Länder sind die ehemaligen Kolonien. Ist man deswegen „Rassist“, wenn man das anerkennt? Wohlan, so sei es. Es ist wie gesagt egal, wie man uns bezeichnet. Nur zu.“

  9. Stefan/Raven: Warum gibt es keinen in Deutschland sich befindenden Web-Shop, der Fanartikel von euch verkauft oder zumindest eure CDs? Wie beschrieben, musste ich bis nach Ungarn rudern, um den Text des Liedes „BLM“ zu erhalten?

    Berlin Breed: „Siehe ebenfalls dazu 5. Bei FK-Produktion, unserem Label, kannst du allerdings nach wie vor Merchandise-Kram kaufen.“

  10. Stefan/Raven: Was sind eure Zukunftspläne und was wollt ihr über 7 Millionen monatlichen Lesern, von welchen ihr mindestens 30 bis 40 Tausend abbekommt, erzählen?

    Berlin Breed: „Zukunftspläne? Natürlich die Weltherrschaft und die vielen schönen Laternen in Berlin dekorieren. Wir hocken jetzt erstmal im Bunker unter unserer Reichskanzlei und warten ab, ob uns die Bolschewiken finden und falls ja, was sie uns tatsächlich nachweisen können. Mit Sicherheit wird sich – wenn es noch Richter mit Restverstand und Anstand gibt – am Ende herausstellen, dass wir keine „Volksverhetzung“ begangen haben und all der Terror, der Medienzirkus, das Ausspionieren und das Zerstören beruflicher und sozialer Existenzen nur darauf zurück zu führen sind, dass eine gewisse Nancy ziemlich viel […] hat und so viel verbrannte Erde hinterlassen möchte wie möglich, bevor man sie verdientermaßen absägt. In diesem Sinne: Venceremos!“

Die Band mit der Geradeaus-Sprache findet ihr auf Facebook.

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Obwohl nur ein einziger Journalist mit der gelegentlichen Unterstützung zahlreicher ebenfalls freiberuflicher Kollegen und Ehrenamtler hat Stefan Raven News seit 2020 immer wieder Dinge aufgedeckt, die andere Medien erst später berichteten. Leider sehen es diese Medien nicht als angebracht an, den Erstberichterstatter (uns/mich) zu nennen, wie es im Journalismus Gang und Gebe ist. Einige haben uns sogar schon gelegentlich die Stories im wahrsten Sinne des Wortes geklaut. Das ist kein netter Umgang zwischen Kollegen.

Auf der anderen Seite werde ich auch immer wieder von politischen Extremisten angezeigt. Die Vorwürfe nennt man mir noch nicht einmal. Die Anzeigen stellen sich nach zwei Monaten von alleine ein. Es scheint hier vermutlich darum zu gehen, unliebsame Berichterstatter wegen ihrer hohen Trefferquote an Aufdeckungen einzuschüchtern. Funktioniert leider nicht, da weder ich, noch meine Kollegen uns jemals etwas zu schulden kommen lassen. Um ehrlich zu sein, motiviert uns dieses sogar noch, noch weiter zu bohren, noch mehr nachzuhaken und erst Recht über bestimmte Themen zu schreiben.

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