Krimineller Rapper

Hamburg (dpa) – Gangster-Rapper Gzuz (32) muss ein Jahr und sechs Monate ins Gefängnis. Das hat das Amtsgericht Hamburg am Dienstag entschieden. Dem Frontmann der Hamburger Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande werden unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz und Körperverletzung vorgeworfen. Unter anderem soll der 32-Jährige einer jungen Frau, die ein Selfie mit ihm machen wollte, mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe in Höhe von einem Jahr und zwei Monaten ohne Bewährung gefordert. Sein Verteidiger Christopher Posch hatte gefordert, den Angeklagten in allen Anklagepunkten freizusprechen.

Der 32-Jährige ist bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung. (Az.: 259 Ds 117/19).

Mitglieder der Gruppe sind teilweise erheblich vorbestraft. So wurde Gzuz bereits 13 Mal wegen Straftaten verurteilt. Auch andere Mitglieder sind insbesondere wegen Körperverletzungs- und Drogendelikten vorbestraft. Am 11. April 2018 durchsuchte die Polizei wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz 20 der Formation zugerechnete Objekte. Hierbei wurden neben 20.000 Euro mutmaßlichem Dealgeld, Datenträgern, geringen Mengen Cannabis und Kokain auch diverse Waffen wie Elektroschocker, Messer sowie Schreckschusspistolen beschlagnahmt. Das Gruppenmitglied Gzuz bringt seine Ablehnung der Polizei durch ein Tattoo mit dem Text „Fuck Cops“ zum Ausdruck.

Interessant ist an dieser Stelle, dass Amazon den patriotischen Rapper Chris Ares ausgelistet hat, Produkte dieser kriminellen Gruppierung aber verkauft.

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