Storch

In Deutschland gibt es seit Jahrzehnten immer mehr Weißstörche. Doch der NABU vermeldet verschwörungsideologisch korrekt nun einen Rückgang (in Brandenburg) und Schuld ist – wer hätte es gedacht – der Klimawandel. Eine Richtigstellung.

Genau dies teilte der – haltet euch fest – NABU-Weißstorchexperte für Südbrandenburg, Holger Teichert, mit. Die Mitteilung wurde medienwirksam von den Transatlantikern der dpa vermittelt. Doch wie soll das gehen? Noch im Februar berichtete das Zentralorgan von ARD alpha: „In Bayern sieht man wieder mehr Störche lässig in den Wiesen stehen. Manche werden richtig faul: Statt in Afrika oder Spanien zu überwintern, bleiben sie einfach hier. Das wirkt sich auf den Weißstorch-Bestand aus, die Zahl der Brutpaar wächst jedes Jahr.“ Ist der Klimawandel in Bayern etwa ein Anderer als in Brandenburg?

Doch auch das naturwissenschaftliche Magazin „Geo“ berichtete, dass in Deutschland immer mehr Weißstorche nisten würden. Im Jahr 1934 gab es in Deutschland, bzw. dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik, etwa 9.000 Brutpaare. Bis 1984 ging die Population auf etwa 2.950 Brutpaare zurück. Doch schon 2018 waren es aufgrund auch des Einsatzes von ehrenamtlichen Helfern wieder 7.035 Paare.

Natürlich müssen wir auch sagen, dass es einen Unterschied zu West- und Mitteldeutschland gibt. Denn die westdeutschen Störche überwintern vermehrt in Spanien und Portugal, da sie dort auch genügend Nahrung finden. Im Osten werden es weniger. Ob es am Klimawandel liegt, kann allerdings wissenschaftlich nicht belegt werden. Auch andere Dinge spielen eine Rolle, etwa die Jagd. Hinzu kommt aber die Frage, warum die mitteldeutschen Störche nicht einfach umziehen sollten. Auf die flächenmäßig höhere Verteilung von Windrädern in Mitteldeutschland möchten wir ebenfalls aufmerksam machen.

Storch
Durch Stromtod verendeter Jungstorch an einem mit einem Büschelabweiser (oben links) unwirksam gesicherten Mittespannungsmast am 04.08.2015 in Kleindröben bei Wittenberg

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