Weihnachtsmarkt

Außer ein paar blinkenden Sternen, Lichterketten und etwas Tannenzweigen haben Weihnachtsmärkte schon lange nichts mehr mit Weihnachten zu tun. Ausnahmen wird es bundesweit sicherlich geben, aber gerade in Berlin lässt die Geschäftskultur einem einen weiten Bogen um diese Märkte machen.

Ich erinnere mich – wie viele von euch sicherlich auch – als ich noch Kind war. Bei mir waren es die guten 80er Jahre. Deutschland war noch etwas mehr geteilt als heute, aber irgendwie war noch vieles in Ordnung, was heute auch kaputt scheint. Als Kind konnte man ohne erwachsene Begleitung noch auf die Weihnachtsmärkte gehen und wurde dort nicht überrannt, weil es Platz gab. Zwischen einigen (!) Süßwarenständen gab es dann viele Spielbuden, wo man sich auch alleine als achtjähriger Bub mit einem Luftgewehr einen Preis schießen konnte – oder man warf eben Bälle. Es gab auch Fahrgeschäfte, durchaus Textilhändler, Kerzenmacher und jede Menge Dekoration. Es erwärmte einen das Herz, dazu brauchte man gar keinen Glühwein. Diesen gab es aber auch, doch den Stand musste man durchaus suchen.

Als offensichtliches Spiegelbild der Gesellschaft und vor allem der verkehrten Politik liefern die Weihnachtsmärkte heute ein ganz gegenteiliges Bild, sofern sie überhaupt noch so heißen und sich nicht neuschick „Jahresendmark“ nennen. Schon in den Jahren vor dem Corona-Fake der Pharmaindustrie habe nicht nur ich, sondern viele andere auch, kritisiert, dass die Beleuchtungen und Aufbauten schon vor Totensonntag losgingen. Auch die Preise waren damals schon unterirdisch. Dann kam das Jahr 2020 und die Pharmabranche durfte sich dank freundlich gestimmter Politiker zwei Jahre an uns laben. Die Märkte litten darunter auch finanziell. Doch rechtfertigt dies in keiner Weise den Bruch mit dem höher gestellten Brauchtum, dass diese nicht nur vor Totensonntag aufbauten, sondern gar vor dem Volkstrauertag sogar noch öffneten. Mehr Geschmacklosigkeit und Verachtung der eigenen Kultur kann man nicht ausdrücken.

Es ist auch keine Rechtfertigung, dass man sagt, man bräuchte dies für den finanziellen Ausgleich der letzten beiden Jahre. Denn nein, jeder einzelne Gewerbetreibende, der mitgemacht und nicht geklagt hat, hat das auch selbst zu verantworten. Die Marktbetreiber hätten sich informieren und klagen können, genau wie Tausende, bzw. gar Millionen von Betrieben in ganz Deutschland. Dann hätte es diese Einbußen nicht gegeben und Millionen von Menschen wäre auch nicht die Möglichkeit genommen worden, ordentlich Weihnachten zu feiern.

Nichts destotrotz und wirklich trotz aller Kritik, die man vorbringen darf, sind Weihnachtsmärkte doch etwas Schönes für viele Menschen. Doch gerade in Zeiten von exzessiver Preispolitik wegen selbstgemachten Energie- und Wirtschaftskrisen, ist es für viele Menschen nur möglich, wenn überhaupt, einmal auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen. Dabei frage ich mich nicht nur, warum man einen Holzboden auslegt, der einen zwar nicht im Matsch versinken lässt, aber dafür sorgt, dass man ausrutscht, sondern auch, wie so manche Preise zustande kommen. So wurde mir dieses Jahr schon berichtet, dass man Pommes und Wurst für stolze 9 Euro bekommt. Grünkohl, der sehr wässrig ist und sicherlich aus dem Glas kommt und mit reichlich Wasser kurz warm gemacht wurde, kostet um einiges mehr. Ein Glühwein liegt je nach Markt knapp unter 10 Euro, bis teilweise 10 Euro (mit Becherpfand). Gerät der Weihnachtsethos, dass man vielleicht auch mal an die Armen denken soll, dabei nicht in Vergessenheit?

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