Wutbürger und Tragik der Zeit

Zum heutigen Sonntag gibt es noch einen Artikel mit zwei Rezensionen zu zwei CDs, die ich… sagen wir mal… erhalten habe, wie der Elefant zum Ei gekommen ist. So richtig weiß ich es gar nicht. Aber es sind immer diese kleinen Zufälle und kuriosen Begebenheiten im Leben eines Menschen, die einen zu dem Ausspruch kommen lassen: Zufälle gibt es nicht. So könnte es auch hier gewesen sein.

Mitte der Woche ging ich (noch mit den Auswirkungen des Sonnenstichs kämpfend) früh ins Bett, spielte ein wenig auf meinem Tablet Kartenspiele. Ich wollte dabei ein wenig Unterhaltung und guckte nach Videos in den Telegramkanälen. Einer hat dann ein Video des sogenannten „Frontmagazins“ weitergeleitet, welches ich mir dann anschaute. Und in dieser Sendung, die ich nie zuvor gesehen habe, erfuhr ich dann, dass mein Freund Hannes bei der bekannten Band „Wutbürger“ ein Lied mitgesungen hat. Ich habe ihn gleich darauf angesprochen und er sagte mir, dass er mir beide CDs mit in das Paket stecken würde, welches die geniale Collegejacke enthielt, auf die ich gewartet habe.

Die CD der Wutbürger heißt betreffend „Feindeskreis„. Wie die Berliner Jungs selbst im Booklet schreiben, sind sie für Rechtsrock zu lieb und für Deutschrock zu böse. Frei nach dem Motto „keiner liebt uns, aber egal“. Genauso sollte auch eine Band funktionieren und eingestellt sein. Allerdings wissen meine Leser dass, dass ich den Begriff Rechtsrock nicht mag. Einfach aus dem Grund heraus, da es auch Deutschrock ist. Rockmusik in deutscher Sprache. Nur eben primär mit politisch (rechten) Inhalten.

Aber kommen wir nun zur CD. Wutbürger sind zumindest für mich eine der ruhigeren Rockbands. Harte Rhythmen, wie man es beispielsweise von Wiesel gewohnt ist oder Geschwindigkeit wie bei anderen (linientreuen) Bands gibt es dort nicht. Statt dessen einen ruhigeren – allerdings nicht monoton wirkenden – gleichmäßigen Rock. Zwei der Lieder erinnern durchaus an Rammstein. In den Songs verarbeiten die Jungs alles, was ihnen aktuell wichtig erscheint. Sei es der Bezug zu Walhalla, den immer wieder gern gehörten Fuck Off an alle Kritiker, aber natürlich auch die Kritik am System.

Bei der Systemkritik wirkt in dem Song „Unrechtssystem“ die Deutschrocklegende Hannes Ostendorf mit. Aber auch heftigere Themen finden auf der CD Platz, wie etwa in dem Lied „Monster“, wo es um Kindesmissbrauch geht. Alles in allem eine durchaus solide Scheibe mit mehr als 10 Liedern, was heutzutage ja fast schon eine Rarität ist. Liebe Wutbürger, ihr seid musikalisch nicht meine erste Wahl, aber ihr habt zu Recht eure Fans. Also weiter so. Der Inhalt stimmt. Sport frei!

Die andere CD hat den Titel „Tragik der Zeit„. Einen Interpreten habe ich lange gesucht und nicht gefunden. Doch das hat auch seine Berechtigung. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Aktivistin Melanie Dittmer. Diese ist unter anderem für das monatliche Politmagazin „Deutsche Stimme“ tätig und hat über mich den Kontakt zur Konferenz aufgenommen, um ein Interview mit Hannes zu organisieren.

Ich wusste so ziemlich gar nicht, was mich da beim Hören erwarten würde. Bezeichnen tut Melanie die Musik als „Dark Crossover Musik aus RAC, Black Metal, Neo Folk, Gothrock und Rap“. Da fällt mir als erstes einmal das schöne Wort „Gesundheit“ ein, aber als ich dann reinhörte, merkte ich, dass das nichts Verkehrtes ist.

Irgendwie erinnert mich die Musik an meinen guten Freund Wiesel, der nächste Woche ja die von euch lange erwartete zweite Hoizers-Scheibe herausbringt. In den fünf Lieder geht es entsprechend des Albumtitels im wahrsten Sinne des Wortes um die Tragik dieser Zeit. Und das wird gut ausgedrückt. Mit zahlreichen Gastgesängen, darunter auch vom Einzelkämpfer und Hannes von KC, ist das Album, welches beim Germaniaversand erschienen ist, ein Hit für alle Freunde der härteren deutschen Musik. Natürlich ist es patriotisch und auch national. Aber dies tut in diesen Tagen auch wirklich gut und es ist schön zu sehen, dass sich in diesen Zeiten so viele Menschen für gemeinsame Projekte zusammenfinden. Absolute Kaufempfehlung.

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