Gender

Endlich! Darauf hat die Mehrheit in Deutschland gewartet. Dass es endlich einen Richter mit Weitblick und offenbar mit genügend Distanz zu linksextremer Ideologie gibt. Eine Autorin, deren Texte „gegendert“ wurden, klagte vor Gericht und bekam Recht.

Die Debatte um das sogenannte „Gendern“, das heißt der Berücksichtigung des Geschlechter-Aspekts in der Sprache, entwickelt sich zunehmend zu einem Reizthema. Viele fragen sich, inwieweit man in unsere Sprache zugunsten einer ideologischen Agenda eingreifen oder deren Regeln verletzen darf. Einer Autorin ging die sprachliche „Cancel-Culture“ ihres Verlages nun endgültig zu weit. Dieser hatte einen ihrer Texte an mehreren Stellen „gendergerecht“ umformuliert, worin die Autorin eine Verletzung ihres Urheberrechts sah und klagte. Nun ging der Fall vor Gericht – und die Autorin erhielt Recht.

Anlass des Streits war ein Artikel der Autorin Sabine Mertens im Magazin Training aktuell, das von dem in Bonn ansässigen Verlag ManagerSeminare herausgegeben wird. Entgegen dem ausdrücklichen Verbot der Autorin änderte der Verlag den Artikel an mehreren Stellen unter Berufung auf die sogenannte „gendergerechte“ Sprache ab. Aus dem Wort „Zeichner“ wurde so beispielsweise „zeichnende Person“. Mertens wehrte sich gegen die Änderungen. Obwohl die Redaktion zugesagt hatte, den Wunsch der Autorin zu berücksichtigen, fügte sie nach Freigabe des Textes jedoch erneut „gendergerechte“ Formulierungen ein.

Infolgedessen ging Mertens, die sich im Verein Deutsche Sprache (VDS) selbst gegen das sogenannte „Gendern“ engagiert, gerichtlich gegen die Abänderung ihres Artikels vor und erzielte einen Vergleich. Mertens erkärte ihren Schritt: „Von der Redaktion eines Magazins, das sich mit Weiterbildung und Lernen beschäftigt, erwarte ich mehr Respekt für die Freiheit des Autors.“

Laut dem Landgericht Hamburg, vor dem die Klage verhandelt wurde, sei unstrittig, dass der Verlag damit gegen das Urheber- und Persönlichkeitsrecht der Autorin verstoßen habe, teilte der VDS am Freitag auf seiner Website mit. Den Vergleich habe der Verlag nun akzeptiert, heißt es dort weiter. Dieser sieht vor, dass der Verlag die betreffenden Stellen im Online-Angebot wieder in den Originalzustand zurückversetzen muss. Zudem müsse der Verlag den Großteil der Prozesskosten tragen.

Der VDS, der die Klage von Mertens unterstützte, setzt sich nach eigenen Angaben bereits seit Jahren gegen das Gendern von Texten ein. „Durch die Gendersprache setzt eine kleine, aber in den Spitzen von Politik und Verwaltung bestens verankerte und vernetzte Clique von angeblich für Frauenrechte eintretenden Ideologen in selbstherrlicher Weise bewährte Regeln der deutschen Grammatik außer Kraft“, heißt es unter anderem auf dem Internetauftritt des Vereins:

„Gegen den Willen einer stabilen und deutlichen Mehrheit der Bürger werden in Ämtern und Universitäten absurde, behinderten- und ausländerfeindliche Sprech- und Schreibvorschriften dekretiert, verbunden mit der genauso absurden Behauptung, dass dies für die Gleichberechtigung aller Geschlechter förderlich und nötig sei.“

Für den Verein, der auch Gerichtsprozesse von Personen finanziert, die „sich durch solche Vorschriften in ihren Rechten angegriffen fühlen, ist das erfolgte Urteil indes ein Erfolg. „Das ist ein Erfolg auf ganzer Linie“, erklärte der Vorsitzende des VDS, Professor Walter Krämer:

„Es zahlt sich aus, gegen die ideologisch getriebene Gendersprache vorzugehen und sich nicht kleinkriegen zu lassen.“

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Mein Dank geht insbesondere an Prof. Richard Sakwa für die Erlaubnis, Zitate, übersetzt ins Deutsche, aus seinem Buch »Frontline Ukraine: Crisis in the Borderlands« (Tauris Verlag) in einer kritischen Betrachtung der Ukraine-Narrative und seines Buches zu verwenden. Es war in meinen Augen bis Anfang 2016 die beste Beschreibung der Ereignisse, und meine Kritik gilt nicht der Fakten-Analyse, sondern den daraus erfolgten Schlussfolgerungen. Richard Sakwas hauptsächliches Problem war meines Erachtens der erlaubte Rahmen der Diskussion. Nach der Tatsachenbeschreibung erfolgt die Analyse und immer, wenn Sakwa von »Unerfahrenheit«, »unbewussten Fehler«, oder »Fehleinschätzungen« hinterfragte ich, ob die Dummheit und Naivität der europäischen (und US-) Politiker wirklich so groß waren, wie es den Anschein hatte. Und in vielen Fällen habe ich den Rahmen der erlaubten Diskussion verlassen und die Meinung vertreten, dass die Protagonisten der westlichen Politik im Jahr 2014 sehr wohl wussten, was sie taten. Nicht nur der Vortrag eines Insiders, von Lawrence Wilkerson, u. a. Stabschef des US-Außenministers Powell in der Zeit der Präsidentschaft von George W. Bush, verrät, dass ihnen sehr wohl bewusst war, was sie taten. »Auch der Mainstream der Medien lässt seine Rezipienten die Bürger im Stich. Er klärt über diese Vorgänge nicht auf, oft geschieht sogar das Gegenteil, medial wird ein Schleier der Naivität ausgebreitet. Da wird ein Bild in schwarz-weiß von Schurken und Guten präsentiert, das hilft, am Kern des Übels immer mit großer Zielsicherheit vorbeizuschießen. Dann kommt einer wie Wilkerson, der im Inneren des Machtzirkels dabei war, und redet Klartext. Hier wieder aus dem Vortrag ein Beispiel über den Ukraine-Konflikt: Wilkerson: () Warum tut Putin das, was er tut? Teilweise, weil das die einzige Möglichkeit ist, wie man an der Macht bleibt und 60% Zustimmungsquoten in Moskau bekommt. Aber auch weil wir das Versprechen nicht hielten, das George H. W. Bush und Jim Baker dem damaligen Außenminister der Sowjetunion, aus der ja dann Russland wurde, Eduard Schewardnadse, und Gorbatschow und später Jelzin gaben. Und Jim sagte nahezu wörtlich, dass dafür, dass ihr (Anm. d. Autors: die Sowjetunion) kein Geheule über den größten diplomatischen Triumph des späten zwanzigsten Jahrhunderts die Wiedervereinigung Deutschlands anstimmt, wir mit der NATO keinen Zoll weiter nach Osten rücken würden; das sind Jim Bakers Worte. Was tat Bill Clinton? Er ging keinen Schritt weiter nach Osten. Nein. Bei ihm waren es ganze Länder. Er und Obama hielt das aufrecht beabsichtigte sogar Georgien und die Ukraine (Anm. d. Autors: in die NATO aufzunehmen). Wir stifteten sogar die Revolution in Kiew an. Was sollte Putin tun? Ein Drittel der sowjetischen (Anm. d. Autors: Er müsste hier wohl »russischen« sagen) schweren Waffen kommen aus der Ukraine. Die wichtigste Marine-Basis, nein Basen, Sewastopol und Odessa sind dort. Odessa könnte als nächstes dran sein, es ist militärisch sogar wichtiger als die Krim. Was sollte er angesichts einer solchen Stichelei, einer solchen Kampfansage tun?« 1 Weiterführende Literatur findet man insbesondere in Kees van der Pijls Buch über den Abschuss von MH17 (PapyRossa Verlag). Gleiches gilt für die Analyse der Schüsse auf dem Maidan, die von Ivan Katchanovski auf Academia.edu verfügbar ist. Aus diesem Grund wird über die Schüsse auf dem Maidan als auch den Abschuss von MH17 in diesem Buch nur am Rande eingegangen. Das Buch zeigt auf, dass fast alle Voraussagen, welche die Kritiker der Regierung der EU, der NATO und Deutschlands schon 2014 uns 2015 angebracht hatten, berechtigt waren.

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