Hannes

Am gestrigen Samstag kam es zu einem Treffen verschiedener Personen im Bremer Stadtteil Walle. Die ca. 100 bis 120 Akteure stammen aus allen Winkeln der Welt und es handelt sich hier wahrlich um ein internationales Treffen. Die Bremer Polizei, die ähnlich wie die Berliner „Kollegen“ in der Vergangenheit öfter durch verfassungswidriges Handeln aufgefallen ist, machte hieraus prompt ein „rechtes Treffen“ und lösten die legale Veranstaltung, welche sogar ein Hygienekonzept hatte, auf. Bremens Innensenator Mäurer nannte die multikulturelle Zusammenkunft ebenfalls rechtsextrem und diffamierte damit insbesondere die farbigen Menschen. (Titelbild: Hannes Ostendorf redet mit den Polizisten vor Ort, © Hannes Ostendorf)

In der Einleitung des auf dem Presseportal der news aktuell GmbH erschienenen Polizeiberichts heißt es selbst, dass einige Teilnehmer der rechtsextremen Szene zuzuordnen seien. Doch die Überschrift lautet „Polizei unterbindet rechtes Treffen“. Tatsächlich war dies kein rechtes Treffen, sondern ein Fotoshooting für ein bekanntes Modelabel aus der Hooliganszene. Eingeladen waren als Statisten Menschen unterschiedlicher Herkunft. „Wir waren gestern eine bunte Truppe. Türken, Araber, Schwarzafrikaner und Russen. Auch Rechte, Hooligans und Rocker, sowie Bodybuilder“, konnte der Sänger der Band Kategorie C, Hannes Ostendorf, heute berichten.

Die Bremer Polizei berichtet: „Viele Fahrzeuge und mehr als 60 Personen wurden gestoppt und durchsucht. Die Einsatzkräfte fanden und beschlagnahmten unter anderem Baseballschläger, Messer, mit Quarzsand gefüllte Handschuhe, Pyrotechnik und Sturmhauben.“ Obwohl die Akteure beim Eintreffen der ersten Polizeibeamten klarstellten, dass es sich um ein Fotoshooting handelt, ebenfalls ein Hygienekonzept vorlag, an welches sich außerhalb der Fotoszenen strickt gehalten wurde, erwähnte die Polizei in ihrer Pressemitteilung nicht, dass es sich hier um Requisiten für eben dieses handelt. Ob es sich bei dem gefundenen Messer um ein Taschenmesser oder eine Waffe handelt, wurde nicht erwähnt. Eben so wenig, wo die beiden CDs mit Adolf Hitler auf dem Cover gefunden wurden. Weiter konfiszierte sie ein Banner der Band Kategorie C, sowie 15.000 Aufkleber der Band. Während das Banner noch bei dem Shooting eingesetzt wurde, befanden sich die Aufkleber in einem Kofferraum und hatten keinerlei Bezug zu dem Treffen.

Nach Auflösung des Treffens wurden die Teilnehmer unter anderem von SEK-Einheiten am Abfahren behindert. ©Hannes Ostendorf

„Die Polizei Bremen schöpft im Rahmen ihrer Null-Toleranz-Strategie alle rechtlichen Möglichkeiten aus und geht konsequent gegen solche Ansammlungen vor“, heißt es von der Polizei. Wir fragten nach, doch erhielten keine Antwort – was wir auch erwarteten. Uns ist mittlerweile klar, dass Behörden und Politiker schweigen, wenn sie etwas zu verbergen haben, wie in diesem Fall. Somit bleibt unklar, ob sie mit „solchen Ansammlungen“ Mode-Shootings oder etwas Anderes meinen. Auf jeden Fall scheint dagegen eine Nulltoleranzstrategie vorzuliegen, wo auch gerade anwaltlich geprüft wird, in welche Ausmaße hier seitens der Beamten gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung verstoßen wurde. Eilverfügungen gegen fehlerhafte und unrechtmäßige Maßnahmen sind in Arbeit.

Die Krone setzte dem skandalösen Vorgehen der Polizisten der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) auf. So soll dieser laut Polizeiangaben gesagt haben: „Auch wenn die Ermittlungen noch laufen, hat die Polizei deutlich gemacht, dass Rechtsextreme in dieser Stadt keinen Platz haben. Ich danke der Polizei für ihr schnelles und entschlossenes Vorgehen und den Sicherheitsbehörden, die die rechten Entwicklungen in dieser Stadt ständig im Blick haben.“ Wir versuchten bei seiner Pressesprecherin, Rose Gerdts-Schiffler, anzurufen und wollten wissen, wie der Senator dazu kommt, eine bunte Gruppe mit Menschen unterschiedlicher Herkunft als Rechtsextreme zu betiteln. Doch offenbar gibt man beim Bremer Senator für Inneres am Wochenende nur Kommentare ab, steht für Rückfragen aber nicht zur Verfügung. Wir stellten die Anfrage per eMail und erhielten über eine Stunde vor Redaktionsschluss auch eine Lesebestätigung, jedoch keine Stellungnahme.

Der Einsatzleiter vor Ort teilte bei seinem Eintreffen mit, dass das Shooting jetzt nicht fortgesetzt werden dürfe – es hätte nur noch 20 Minuten gedauert. Da er nicht mit sich verhandeln ließ, erklärte man sich einverstanden und löste die Versammlung auf. Beim Abfahren wurden die Akteure des Shootings allerdings von weiteren ankommenden Polizeikräften daran gehindert – darunter auch SEK-Einheiten. Gegenüber mehreren Personen, den Blick dabei auf einen der anwesenden schwarzen Mitbürger gerichtet, sagte der Einsatzleiter: „Rechts kotzt mich an und Kategorie C kotzt mich auch an.“ Auf unsere Nachfrage, mit welchen besonderen Rechten dieser Einsatzleiter von wem ausgestattet sei, dass er im Dienst gegenüber den „Beschuldigten“ seine persönliche und politische Meinung in abfälliger Weise äußern dürfe, erhielten wir ebenfalls keine Antwort von der Bremer Polizei.

Trotz Bekennerschreibens schweigt die Polizei zur linksextremen Terrornacht zuvor. © Webseite „End of Road“

In der Nacht zuvor wütete dagegen die Antifa in Bremen. Dabei redet die Polizei trotz Bekennerschreibens der linksextremen Gewalttäter von „Unbekannten“ und schreiben von drei jungen Männern. In dem linksextremen Bekennerschreiben heißt es: „Aggressive Solidarität mit den bedrohten Projekten in Berlin“ und „Wir haben uns vergangene Nacht in der aufgewerteten Bremer Neustadt die Straße genommen. Dabei gingen die Scheiben von zwei Immobilienbüros und einer Bankfiliale zu Bruch. Eine brennende Straßenbarrikade sicherte unseren Abgang.“ Weiter unten heißt es: „Es gibt keinen Grund das Bestehende zu verteidigen und sich auf die Seite der Profiteure des kapitalistischen Systems zu stellen. Aber es gibt genug Gründe sich gemeinsam gegen Staat und Kapital, gegen Autoritäten und ihre Verteidiger*innen zu organisieren und zu rebellieren, um für die Prinzipien der Selbstorganisierung, gegenseitigen Hilfe, der Solidarität und ein Leben in Freiheit und Würde zu kämpfen.[…] Wir rufen euch auf, den Angriff auf die alltägliche Ordnung der Stadt der Reichen zu unternehmen und zu intensivieren!“

Von linksextremen Umtrieben schreibt die Bremer Polizei hier jedoch nichts. So steht ein erfundenes rechtes Treffen wieder einmal einem verschwiegenen linksextremen Terroranschlag gegenüber und wird wahrscheinlich im Verfassungsschutzbericht Bremens für 2021 genau so lauten wie die politisch indoktrinierten Polizeimeldungen. Das Magazin Buten un Binnen veröffentlichte die Pressemitteilung der Bremer Polizei im Wortlaut, ohne diese zu überprüfen und/oder mit den Beschuldigten zu sprechen. Somit macht sich das zu Radio Bremen gehörende Magazin ganz klar der Verbreitung von Fake-News schuldig und zeigt auch, dass man dort keinen seriösen Journalismus betreibt.

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5 Gedanken zu „Bremer Polizei erfindet rechtes Treffen und verschweigt linksextreme Terrornacht“
  1. In dem nachfolgenden Video von Beatrix von Storch (AfD), beweist sie in zahlreichen Fällen, wie eine so genannte angebliche Rechte Szene von Verfassungsschutzleuten selbst aufgebaut wurde, kontrolliert, gesteuert und gelenkt wird!

    Beatrix von Storch (AfD) – V-Leute-System des Verfassungsschutzes entlarvt! – 03.02.2021
    https://www.youtube.com/watch?v=lxHz_nlWZIU

    Der Verfassungsschutz ist der sog. Innlandsgeheimdienst und dieser wird direkt vom Innenministerium kontrolliert und gesteuert. Und das Innenministerium ist ein Teil des Merkel-Regimes, auch Bundesregierung der BRD genannt. So wie das Innenministerium den Verfassungsschutz kontrolliert und lenkt, so tut es dies ebenfalls mit der Polizei.
    Eine Gewaltenteilung in der BRD-Staatssimulation hat es noch nie gegeben, denn alle 3 sog. Gewalten einschließlich der Medien werden direkt von der Politik kontrolliert und gelenkt. Damit ist auch die Mär vom so genannten Rechtsstaat eine reine Farce.

    „Was als Kampf gegen Rechts geführt wird, ist in Wahrheit ein Kampf gegen das eigene Volk!“
    Uwe Steimle, Kabarettist und Schauspieler

    Zur Polizei:
    „Die deutsche POLIZEI wurde bis Frühjahr 2018 unter Seerecht in Bayern zentralisiert. Deshalb wurden die Uniformen und die Autos plötzlich blau.
    Im Juni 2018 wurde die Firma Polizei an die Firma BLACKWATER SECURITY verkauft.
    Im August kaufte der Militärdienstleister ACADEMI das Unternehmen BLACKWATER SECURITY. ACADEMI gehört zur CONSTELLIS Group deren Chef Tim Reardon ist. Somit werden die Uniformen nun schwarz, denn die POLIZEI ist eine private Security, die militärische Dienstleistungen für die Bundesregierung erbringt.
    Deshalb sind Polizisten im Status privater Söldner. Die Bundesregierung muß für jeden Polizeieinsatz Geld an ACADEMI bezahlen. „
    Quell: DWR

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