Radikal

Carsten Hütter, Mitglied des AfD-Bundesvorstandes, kommissarischer Bundesschatzmeister und ehemaliger langjähriger Zeitsoldat, kommentiert ein Interview der scheidenden CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer wie folgt:

„Frau Kramp-Karrenbauer ist ja nicht nur eine blasse und scheidende CDU-Chefin, sondern nebenbei auch die Bundesministerin der Verteidigung. Bevor sich AKK der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag in einem Interview widmet, sollte sie lieber die Bundeswehr zu einer wehrfähigen und intakten Armee aufbauen. Da gibt es angesichts nicht schwimmender U-Boote, nicht fliegender Hubschrauber und gegenderter Dienstgrade genug zu tun. Wenn Frau Kramp-Karrenbauer zudem meint, die AfD ernähre sich ausschließlich vom Thema Migration, was insbesondere staatsnahe Medien kolportieren, dann hat sie noch keinen Blick in die Partei- und Grundsatzgramme der Alternative für Deutschland geworfen. Und woher AKK den Gedanken nimmt, die AfD würde krampfhaft versuchen, in die Szene der sogenannten Verschwörungstheoretiker hineinzustoßen, bleibt ihr Geheimnis. Richtig ist, dass die AfD die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung ebenso wie die Demonstranten auf den zahllosen Demonstrationen in ganz Deutschland sehr kritisch sieht. Die AfD versteht noch die Sorgen und Nöte des einfachen Bürgers und eben derjenigen, die bei rechtstaatlich erlaubten Demonstrationen sich Luft machen und gegen die willkürlich und der deutschen Wirtschaft schadenden Corona-Maßnahmen demonstrieren – und zwar friedlich. Zu der rechtsstaatlichen Wahl des Stadtoberen in Gera kann ich nur sagen: Die Alternative für Deutschland und ihre Gliederungen sind nicht angewiesen auf die Gnade irgendwelcher Politiker der CDU. Die AfD betreibt eine Politik für die Lösung von Sachfragen und keine ideologische wie es anscheinend die CDU mit ihrer scheidenden Vorsitzenden forciert. Wer wie in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsame Sache mit der SED-Nachfolgepartei Die Linke macht und mit Barbara Borchardt ein Mitglied der antikapitalistischen Linken zur Verfassungsrichterin wählt, von dem braucht sich die AfD keine Radikalität vorwerfen lassen.“

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