Querdenken

Stuttgart (QD711) – Demagogische Doppelmoral? Trillerpfeifen gegen jüdische Rednerin auf Querdenken-Demo in Bonlanden

Am 19.02.2020 stand auf der Bühne der De-monstration mit dem Titel „Wir, für unsere Rechte“ in Bolanden/Baden-Württemberg eine junge Rednerin. Sie hat über die aktuellen Zustände im Zusammenhang mit Impfzwang und den gesellschaftlichen Diskri-minierungen von Menschen in Israel berichtet, die sich mit dem kaum getesteten Impfstoff nicht gegen den Corona-Virus impfen lassen wol-len. Sie ist außerdem Jüdin.

Die Gegendemonstranten, aufgerufen durch einige Parteifunktionäre der SPD und Die Linke sowie durch die Organisationen Antifaschisti-sche Filder und Fridays für Future/Filderstadt, standen am Rande der Demonstration und riefen laut aus: „Wir werden nicht zulassen, dass die Demokratie auf eine schiefe Ebene gerät“.

Außerdem hetzten die Gegendemonstranten, indem diese unbescholte-nen Bürger mit ihren Transparenten belästigen. Direkt daneben die is-raelische Flagge unserer Demonstranten. Ein wahrlich skurriles Bild. Der Redner der Gegendemonstranten, der ehemalige Bundestagsabge-ordneter und SPD-Mitglied Rainer Arnold, hat wohl eine verzerrte Vor-stellung von Demokratie. Denn die einzigen, die auf „eine schiefe Ebene” geraten sein müssen, sind diejenigen der Gegendemonstranten, die eine Jüdin auf der Bühne ausgepfiffen haben und auch dann nicht aufhörten, als man Sie darum bat vor der Rednerin Respekt zu zeigen.

Wir haben nun die Veranstalter der Gegendemonstration der SPD und Die Linken zu einer Stellungnahme aufgefordert. Unsere Frage an diese ist:

„Guten Tag Herr Beşli, gestern Abend kam es zu einem Vorfall, den ich gerne zunächst mit Ihnen klären möchte. Weil ein Prinzip von Querdenken ist, miteinander zu sprechen und nicht übereinander.

Es war gestern eine jüdische Rednerin auf unserer Bühne, die über die Situation in Israel berichtet hat. Diese wurde von Teilnehmern Ihrer Demonstration mit Trillerpfeifen ausgepfiffen. Wie stehen Sie dazu?

Anbei erhalten Sie außerdem mein Rede-Manuskript zu Ihrer Information. In den Leitmedien ist darüber nichts zu lesen.

Friedliche und freiheitliche Grüße

Michael Ballweg“

und


„Guten Tag Frau Schmidt,
gerne würde ich mich mit Ihnen über den Vorfall bei der letzten Demonstration aus-tauschen.
Herr Beşli hat bisher nicht geantwortet.

Friedliche und freiheitliche Grüße

Michael Ballweg“


Wir erhielten keine Antwort. Das ist auch nicht verwunderlich, denn da fehlen auch uns Demokraten die Worte. Wer Gegendemonstrationen ge-gen eine demokratische Bewegung organisiert, diese mit Hilfe von De-monstranten kriminalisieren und sogar eine Jüdin auspfeifen lässt, hat in seiner Selbstgerechtigkeit offensichtlich jedweden Realitätssinn verloren.

Wir würden uns freuen, wenn die ernsthaften Journalisten unter den Medienvertretern sich der Frage widmen würden, wie dieses pikante Unbenehmen mit der demokratischen freiheitlichen Grundordnung und Art. 3 Abs. 3 GG vereinbar ist. Denn wir werden nicht zulassen, dass die Demokratie auf eine schiefe Ebene gerät.

Video: „Jüdische Rednerin wird auf Demo in Bonlanden von Gegendemonstra-tion (SPD, Linke, FFF, Antifa) gestört“ https://bit.ly/2ZCLzqU

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Mein Dank geht insbesondere an Prof. Richard Sakwa für die Erlaubnis, Zitate, übersetzt ins Deutsche, aus seinem Buch »Frontline Ukraine: Crisis in the Borderlands« (Tauris Verlag) in einer kritischen Betrachtung der Ukraine-Narrative und seines Buches zu verwenden. Es war in meinen Augen bis Anfang 2016 die beste Beschreibung der Ereignisse, und meine Kritik gilt nicht der Fakten-Analyse, sondern den daraus erfolgten Schlussfolgerungen. Richard Sakwas hauptsächliches Problem war meines Erachtens der erlaubte Rahmen der Diskussion. Nach der Tatsachenbeschreibung erfolgt die Analyse und immer, wenn Sakwa von »Unerfahrenheit«, »unbewussten Fehler«, oder »Fehleinschätzungen« hinterfragte ich, ob die Dummheit und Naivität der europäischen (und US-) Politiker wirklich so groß waren, wie es den Anschein hatte. Und in vielen Fällen habe ich den Rahmen der erlaubten Diskussion verlassen und die Meinung vertreten, dass die Protagonisten der westlichen Politik im Jahr 2014 sehr wohl wussten, was sie taten. Nicht nur der Vortrag eines Insiders, von Lawrence Wilkerson, u. a. Stabschef des US-Außenministers Powell in der Zeit der Präsidentschaft von George W. Bush, verrät, dass ihnen sehr wohl bewusst war, was sie taten. »Auch der Mainstream der Medien lässt seine Rezipienten die Bürger im Stich. Er klärt über diese Vorgänge nicht auf, oft geschieht sogar das Gegenteil, medial wird ein Schleier der Naivität ausgebreitet. Da wird ein Bild in schwarz-weiß von Schurken und Guten präsentiert, das hilft, am Kern des Übels immer mit großer Zielsicherheit vorbeizuschießen. Dann kommt einer wie Wilkerson, der im Inneren des Machtzirkels dabei war, und redet Klartext. Hier wieder aus dem Vortrag ein Beispiel über den Ukraine-Konflikt: Wilkerson: () Warum tut Putin das, was er tut? Teilweise, weil das die einzige Möglichkeit ist, wie man an der Macht bleibt und 60% Zustimmungsquoten in Moskau bekommt. Aber auch weil wir das Versprechen nicht hielten, das George H. W. Bush und Jim Baker dem damaligen Außenminister der Sowjetunion, aus der ja dann Russland wurde, Eduard Schewardnadse, und Gorbatschow und später Jelzin gaben. Und Jim sagte nahezu wörtlich, dass dafür, dass ihr (Anm. d. Autors: die Sowjetunion) kein Geheule über den größten diplomatischen Triumph des späten zwanzigsten Jahrhunderts die Wiedervereinigung Deutschlands anstimmt, wir mit der NATO keinen Zoll weiter nach Osten rücken würden; das sind Jim Bakers Worte. Was tat Bill Clinton? Er ging keinen Schritt weiter nach Osten. Nein. Bei ihm waren es ganze Länder. Er und Obama hielt das aufrecht beabsichtigte sogar Georgien und die Ukraine (Anm. d. Autors: in die NATO aufzunehmen). Wir stifteten sogar die Revolution in Kiew an. Was sollte Putin tun? Ein Drittel der sowjetischen (Anm. d. Autors: Er müsste hier wohl »russischen« sagen) schweren Waffen kommen aus der Ukraine. Die wichtigste Marine-Basis, nein Basen, Sewastopol und Odessa sind dort. Odessa könnte als nächstes dran sein, es ist militärisch sogar wichtiger als die Krim. Was sollte er angesichts einer solchen Stichelei, einer solchen Kampfansage tun?« 1 Weiterführende Literatur findet man insbesondere in Kees van der Pijls Buch über den Abschuss von MH17 (PapyRossa Verlag). Gleiches gilt für die Analyse der Schüsse auf dem Maidan, die von Ivan Katchanovski auf Academia.edu verfügbar ist. Aus diesem Grund wird über die Schüsse auf dem Maidan als auch den Abschuss von MH17 in diesem Buch nur am Rande eingegangen. Das Buch zeigt auf, dass fast alle Voraussagen, welche die Kritiker der Regierung der EU, der NATO und Deutschlands schon 2014 uns 2015 angebracht hatten, berechtigt waren.

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