Schule

München (ots)Ab morgen gilt in Bayern – wie auch im restlichen Bundesgebiet – der harte Winter-Lockdown. Und war eine Zunahme der Corona-Fallzahlen in der kalten und dunklen Jahreszeit erwartbar und damit auch das Herunterfahren des öffentlichen Lebens, so kann man die Vorbereitungen der staatlichen Stellen hierfür nur als ungenügend bezeichnen.

Besonders bitter ist dies für Schüler und Eltern in Bayern. Denn die Signale und Anordnungen aus dem bayerischen Kultusministerium sind widersprüchlich und von einer seltsamen Kurzatmigkeit und Hast geprägt. So sagte das Ministerium den Distanzunterricht ab morgen für die meisten Jahrgangsstufen ab und ersetzte ihn kurzfristig durch „Distanz-Lernen“. Heißt, die Kinder sitzen allein vor ihren Geräten, statt beispielsweise per Videoschaltung ihren Lehren Fragen stellen zu können.

Seitens vieler Schulleiter, die diesen Distanzunterricht in den letzten Tagen aufwendig vorbereitet hatten, kam es zu harscher und völlig berechtigter Kritik.

Auch von anderer Seite steht das Kultusministerium unter verbalem Beschuss: Die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien etwa hatte im November in einem Brief an den Kultusminister bemängelt, dass an den Schulen „digitales Chaos“ herrsche.

Der Landesvorsitzende der Bayernpartei, Florian Weber, schloss sich dieser Kritik an: „Seit 2018 ist Herr Piazolo nun im Amt. Mag sein, dass dieser Ministerposten die Erfüllung seines Lebenstraumes ist. Aber für Eltern und Schüler in Bayern entwickelt sich seine Amtszeit immer mehr zu einem Albtraum. Das Kultusministerium wirkt wie ein führungsloser Hühnerhaufen.

Für ein rohstoffarmes Land wie Bayern ist Bildung essentiell wichtig. Die aber wird gerade an die Wand gefahren. Verständlicherweise ist etwa im ablaufenden Jahr durch Corona Stoff ausgefallen. Einen durchdachten Plan, wie diese Lücken geschlossen werden können, sehe aber ich nicht und sieht niemand. Vermutlich, weil es ihn nicht gibt. Herr Piazolo und sein Führungsstab scheinen mit ihren Aufgaben heillos überfordert. Wenn Herr Piazolo nicht bereit ist, hier selbst Konsequenzen zu ziehen, dann sollte ihn der Ministerpräsident entlassen.“

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Man muss kein Linguist sein, um in diesem Gesinnungsdiktat, das erwachsenen Menschen verbieten will, so zu sprechen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, eine volkspädagogische Erziehungsmaßnahme zu erkennen.

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