Abdallah Melaouhi

Am 28. Mai hatte ich Abdallah Melaouhi zu Gast. Viele – insbesondere jüngere – Leser werden sich fragen, wer dieser Mann ist. Er ist Tunesier und lebt seit knapp 60 Jahren in Deutschland. Er kämpfte für Tunesiens Unabhängigkeit, ist Mediziner, setzt sich für Menschenrechte ein, versteht sich als Völkerrechtler und ist für Menschenverständigung. Ebenfalls ist er SPD-Mitglied und kannte den früheren Bundeskanzler Willy Brandt persönlich, ehe dieser die Staatsführung übernahm. Vor allem ist er aber bekannt für sein Buch „Die letzten Jahre und der Tod von Rudolf Heß“. Denn er war sein letzter Krankenpfleger und wurde Zeuge von dessen Ermordung. (Titelbild zur Verfügung gestellt von Henrik Ostendorf)

Der Fall Rudolf Heß

Zu der Geschichte, wie es zum Mord an Rudolf Heß kam, soll hier nichts erörtert werden. Dazu empfehle ich die dringende Lektüre des Buches von Herrn Melaouhi, welches es hier zu kaufen gibt. Es soll um die Repressionen gehen, die der Autor des Buches erfahren hat, weil er sich öffentlich international zu dem Mord geäußert hat, um das, was seit Erscheinen des Buches im Jahre 2008 geschehen ist. Auch soll es um den Verbleib der damaligen Akteure beim Mord gehen, aber auch um Fragen, die sich mir beim Lesen des Buches auftaten.

Abdallah Melaouhi - "Ich sah seinen Mördern in die Augen!" - Die letzten Jahre und der Tod von Rudolf Heß
Das Buch “”Ich sah seinen Mördern in die Augen!” – Die letzten Jahre und der Tod von Rudolf Heß” von Abdallah Melaouhi gibt es im Shop Soldatenbiographien.de zu kaufen (signiert).

Das von Abdullah Melaouhi geschriebene Buch wurde in Deutschland über 12.000 Mal verkauft. In den USA schätzt er den Verkauf auf ca. 3.000 Stück. Ein Exemplar wurde dort für 3.550 US-Dollar verkauft. Spanien bringt es auf 1.500 verkaufte Exemplare, in Schweden waren es nicht mehr als 300 Stück. In zahlreichen anderen Ländern gab es ebenfalls Übersetzungen. Das Original erschien im Französischen.

Wenn man allgemeine Artikel über die Todesursache von Rudolf Heß liest, so zum Beispiel den Beitrag auf Wikipedia, wird die These vom Selbstmord zwar erwähnt, aber so formuliert, dass daraus abzuleiten ist, dass man nicht daran glaubt und den Leser implizit ermutigt, dies ebenfalls nicht zu tun. Dies ist keine wissenschaftliche Arbeit. Zwar wird Bezug genommen auf die von Heß´ Sohn veranlasste zweite Obduktion von Professor Wolfgang Spann und Professor Wolfgang Eisenmenger. Dort wird zwar erwähnt, dass Prof. Spann einige Details der Erstobduktion kritisierte und anmerkte, dass die Strangulationsmale als atypisch für ein Erhängen gelten, doch legt man eine größere Betonung darauf, dass ein Beweis für eine Ermordung nicht gefunden wurde. Dies wäre auch schwer möglich, da – das schreiben die Wikipedia-Autoren selbst – wichtige Halseingeweide wie Kehlkopf, Luftröhre, Schilddrüse und eine Halsschlagader infolge der britischen Erstobduktion fehlten. Diese Tatsache, sowie die atypischen Strangulationsmale werden zwar so dargestellt, dass diese nicht als Beweise zu klassifizieren sind, dass es sich hier aber um Indizien handelt, wird ebenfalls verschwiegen. Auch wird an keiner Stelle erwähnt, dass Herr Abdallah Melaouhi kurze Zeit nach der Tat eingetroffen ist und was er als Mediziner hierzu zu berichten hatte. Stattdessen wird geschildert, dass Herr Melaouhi vor vermeintlichen Neonazis redet, verschwiegen werden zahlreiche internationale Fernsehauftritte und Vorträge vor Hunderten Wissenschaftlern auf der ganzen Welt.

Abdallah Melaouhi vor dem britischen Konsulat in München 2007. Foto © Henrik Ostendorf

Vorträge auf der ganzen Welt

So erhielt er zum Beispiel auch eine Einladung nach London, um dort vor Professoren zu reden. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihn ein Vortrag im Jahr 2013, welchen er in Mexiko vor über 2.400 Historikern hielt. Darunter war auch zwei Deutsche, einer schien Angst zur Nähe zu Herrn Melaouhi zu haben und vermied jegliches Gespräch mit ihm. Der Andere sei dagegen offener gewesen und unterhielt sich angeregt mit ihm. Weiter hielt er Vorträge in London, Belgien, Schweden, der Schweiz, Australien und vielen anderen Ländern. In Deutschland waren es ca. 180 Vorträge. Aufgrund der Umstände erinnert sich Herr Melaouhi ganz besonders an einen in Brandenburg. Das Gebäude, in welchem dieser stattfinden sollte, durfte nach Anrücken der Polizei aus perfiden Gründen nicht betreten werden. So musste der Vortrag draußen im Kalten gehalten werden. Es waren ca. 600 Zuhörer anwesend und es war kalt. Nach kurzer Zeit kam dann noch ein Polizeihubschrauber, um über die Köpfe der Menge zu kreisen. Wohlbemerkt, es ging in diesem Vortrag um den Augenzeugenbericht und die fachlichen Einschätzungen eines Mediziners. Auch filmte die Polizei Abdallah Melaouhi während seiner gesamten Rede. Nach Ende seines Vortrags ging er dann zu einem der Beamten hin und sagte: „Sie haben mich jetzt die ganze Zeit gefilmt, darf ich Ihnen dann wenigstens ein Souvenir als Erinnerung anbieten?“ Er hielt dem Polizisten seinen damaligen Dienstausweis vom britischen Gefängnis hin. Die Annahme wurde jedoch abgelehnt. Abgelehnt, bzw. keine Antwort gegeben, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel, welcher er zur unvoreingenommenen Lektüre sein Buch schenken wollte.

Repressionen

Schier endlos erscheint die Zahl der Repressionen, die Herr Melaouhi aufgrund seiner Äußerungen über sich ergehen lassen musste. Doch bevor ich zu einigen unglaublich klingenden Beispielen kommen werde, möchte ich noch einmal erwähnen, wer Abdallah Melaouhi ist. Er war Kämpfer im tunesischen Freiheitskrieg in den 1950er Jahren. Viele seiner Mitstreiter hat er dabei sterben sehen. Auch starb sein Vater in diesem Kampf, als er drei Jahre alt war. Wie in der Einleitung erwähnt, ist Melaouhi nicht nur SPD-Mitglied, sondern kannte auch Willy Brandt persönlich. Er lernte ihn während seines Studiums in Hamburg kennen und unterstützte ihn in seinem Wahlkampf. Er besitzt einen Ehrenbrief des ehemaligen Bezirksstadtrats Carsten Engelmann (für Soziales und Gesundheit). Seit 50 Jahren ist er Gewerkschaftsmitglied. Für seinen oben erwähnten Vortrag in Mexiko erhielt er ein Ehrendiplom. Die SPD hat sich für ihn bei der tunesischen Botschaft engagiert und einen Brief an diese geschrieben. Dieser wurde jedoch ungelesen zurückgesendet. Melaouhi gab Arabischunterricht für Deutsche in Spandau und Charlottenburg, wurde dort jedoch herausgeworfen. Auch half er Asylanten, doch auch dort wurde er gekündigt. Sogar seinen Ehrenamtsausweis von Charlottenburg hätte man ihm genommen.

In seinem Buch schilderte er bereits einen „Autounfall“ aus dem Jahr 1989. Er erlitt mehrere gebrochene Rippen und hat bis heute Einschränkungen an seinem linken Arm. Zwei Jahre durfte er nicht nach Tunesien einreisen. Die tunesische Botschaft drohte ihm nach Erscheinen seines Buches mit sieben Jahren Gefängnis, wenn er das Werk nicht verbrennen würde. Auch versuchte man ihn aus Deutschland auszuweisen, doch Abdallah Melaouhi besitzt ebenfalls die deutsche Staatsbürgerschaft. In seinem Führungszeugnis stünde, er hätte auf einer NPD-Demonstration mit Steinen auf Polizisten geworfen. Doch sei er nie auf einer Demo gewesen, hätte auch nie Steine nach einem Menschen geworfen, sondern immer nur Vorträge gehalten.

Britisch-Amerikanische Wachablösung beim ehemaligen Alliiertengefängnis in Spandau. Foto: Gemeinfrei für Berichterstattung

Seine Frau, die wie er, Tunesierin ist, hatte vier Mal einen Antrag zur Einreise nach Deutschland gestellt. Auch er selbst hatte für sie einmal in Tunis einen Antrag ausgefüllt, doch wurde auch dieser wurde – wie die Anderen – abgelehnt. Aus diesem Grund ließ er sich von ihr scheiden, da er ihr es nicht zumuten wollte, unter diesen Bedingungen getrennt von ihrem Ehemann zu leben. Er sieht das so, dass man ihn quasi zur Scheidung genötigt hat.

Trotz aller Repressionen weiß Abdallah Melaouhi aber eines zu berichten: Man könne ihn in Deutschland nicht verhaften. Denn würde man dies tun, müssten eine Anklage samt Verhandlung vorausgehen und man müsste ihm nachweisen, dass er mit seinen Behauptungen lügen würde. Dies würde bedeuten, dass sich ein Richter mit dem Inhalt seines Buches auseinandersetzen müsste, womit dieser dann dokumentiert wäre. Folglich müssten Strafverfolgungsbehörden dem nachgehen und ermitteln.

Mordermittlungen

Zu Mordermittlungen sollte es bereits im Jahr 1987 nach dem Tod Rudolf Heß´ kommen. Sein Sohn reiste mit dem Zeugenbericht von Herrn Melaouhi und anderen Indizien und Gutachten nach London und gab dort eine Strafanzeige auf. Die Polizei nahm dies auch auf, doch die Polizeiführung ließ die Ermittlungen vor dem eigentlichen Beginn sofort einstellen. Der Verein “Rudolf-Heß-Gesellschaft e. V.“ welcher von dem 2001 verstorbenen Sohns von Heß gegründet wurde, bemühte sich um eine juristische Aufarbeitung des Prozesses. Dieser Verein wurde mittlerweile aufgelöst. Herr Melaouhi meinte, dies geschah bereits ca. 1999, Wikipedia sagt jedoch, dass Else Heß bis 2006 noch Vorsitzende war. Deren Sohn, den Enkel von Rudolf Heß, wurde es unter Androhung einer Strafe von 1.000 Euro untersagt, sich zum Fall Heß zu äußern.

Das Gartenhäuschen in dem Rudolf Heß ermordet worden sein soll. Foto: Gemeinfrei für Berichterstattung

Anekdoten aus dem Gefängnisalltag

Zahlreiche Anekdoten finden sich in dem oben genannten und verlinkten Buche. Besonders erwähnt hat Herr Melaouhi bei seinem Besuch noch einmal Pastor Gabel, den damaligen Gefängnisseelsorger von Rudolf Heß. Melaouhi selbst hat für Heß Zeitungsartikel ins Gefängnis geschmuggelt. Die Zeitungen, welche Heß erhielt, waren zensiert und Artikel über Geschichte und Politik herausgeschnitten. Per Geheimzeichen gab dieser seinem Pfleger zu verstehen, welche Artikel er gerne haben wolle. Melaouhi kaufte diese Zeitungen, schnitt die entsprechenden Artikel heraus und schmuggelte sie ins Gefängnis. Pastor Gabel schmuggelte dagegen die Briefe für Rudolf Heß heraus. Als der Geistliche dabei erwischt wurde, wurde er umgehend entlassen. Er zog anschließend nach Israel.

Nach dessen Entlassung fiel die Aufgabe, die Briefe herauszuschmuggeln ebenfalls an den Krankenpfleger. Dieser fotografierte sie jedoch, bevor er sie entsprechend den Anweisungen verschickte. Dadurch konnten einige Exemplare in dem Buch des Autors abgedruckt werden.

Ebenfalls interessant ist der Bericht Melaouhis, dass sowohl Heß als auch seine Mitgefangenen Tagebücher verfassten. Diese wurden auf rarem Papier verfasst, welche die Insassen bei den Alliierten beantragen mussten. Die Seiten wurden, so ist es im Buch geschrieben, eingesammelt und ihnen weggenommen. Melaouhi wurde aus der Distanz Zeuge, wie die Tagebücher der ehemaligen Insassen nach dem Tod von Rudolf Heß verbrannt wurden. Doch zuvor fotografierte man diese sorgfältig ab. Sie sollen wohl noch auf Mikrofilm existieren.

Buch Zitat
Ein kleiner Einblick in das Buch von Abdallah Melaouhi mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht. Foto © Abdallah Melaouhi

Wo sind die mutmaßlichen Mörder jetzt?

Die beiden Agenten wurden nicht nur zuvor nie gesehen, sondern sind auch danach nicht mehr aufgetaucht. Doch was ist mit dem unbeliebten Pfleger, Antony Jordan, der Heß zu hassen schien und kurz nach seinem Tod verschwitzt und in unordentlicher Kleidung neben ihm war? Heutzutage ist es leicht, Personen ausfindig zu machen. Dank Social Media findet man jeden Menschen, der nichts zu verbergen hat. Doch hier scheint das der Fall zu sein, denn zu finden war nach dreiwöchiger intensiver Recherche nichts. Keine Spur, kein Lebenszeichen. Laut Melaouhi hat Antony Jordan nach der Schließung des Alliiertengefängnisses in einem Jagdclub in Berlin gearbeitet. Danach verliert sich jede Spur des Mannes, den die russischen Wächter nach dem Tod Heß´ als Mörder bezeichneten.

Litt Rudolf Heß unter Verfolgungswahn?

Am Ende des Buches sind einige Briefe abgedruckt, die Rudolf Heß von Abdallah Melaouhi aus dem Gefängnis schmuggeln und verschicken ließ. In einem, der an eine Zeitung gerichtet ist, schreibt Heß davon, dass er in einem im März 1938 erschienen Artikel einer französischen Zeitung gelesen hätte, dass man Drogen erfunden habe, die das Bewusstsein der Menschen beeinflusse und diese dazu zwingen würden, alles zu sagen, was man ihnen befielt. Auch führt er weiter aus, dass man versuchen würde, ihn mit einem Herzmittel zu vergiften, er aber in zu guter Verfassung sein würde, so dass dies bei ihm nicht wirke.

Diese Befehlsübertragung, von der Heß berichtete, soll seinem Brief nach per Gedankenübertragung auch über große Distanzen möglich sein. So hätte sein Wächter seinen Schilderungen nach immer dann Befehle versendet, wenn Heß etwas unbedingt im Fernsehen sehen wollte. Genau dann kam es nämlich immer zu Störungen.

Rudolf Heß in hohem Alter im Spandauer Kriegsgefangenengefängnis. Foto: Gemeinfrei für Berichterstattung

Es ist aus meiner Sicht nicht verwunderlich, wenn ein Mensch, der 46 Jahre lang eingesperrt ist und keinerlei soziale Kontakte hatte, dennoch aber auf jegliche Privatsphäre außerhalb des Toilettengangs verzichten musste, so etwas wie Verfolgungswahn entwickeln würde. Ob dies so ist, wollte ich von Abdallah Melaouhi erfahren. Keiner könnte das besser beurteilen als sein letzter Krankenpfleger.

Eine direkte Antwort auf die Frage erhielt ich nicht, doch versuchte Herr Melaouhi mir das Weltbild von Rudolf Heß zu erklären. Er sei Atheist gewesen. Zwar glaube er an die Existenz Gottes, bzw. des Göttlichen, doch sei er nicht gläubig im Sinne einer Religion. Heß glaubte an den großen Einfluss der Astrologie und dass man mit Hilfe der Umwelt heilen würde können. Er erzählte viel über Atome und auch Atomkraft, aber Wasserkraft wäre sinnvoller und würde der Umwelt nicht schaden. Das Credo des Tennisliebhabers Heß war: Sport, Wasser und Himmel.

Zukunftspläne

Auch berichtete mir Abdallah Melaouhi von seinen Zukunftsplänen. Er wolle gerne weiter Vorträge halten. In Russland und Israel würde er auch gerne sprechen dürfen. Gegen Juden hat er gar nichts. Er verurteilt dort die Gewalt, aber von beiden Seiten. Im letzten Jahre hätte ein Vortrag in Argentinien angestanden, aber dies war aufgrund von Corona dann nicht mehr möglich. Dafür erfolgte im argentinischen TV-Sender TV 4 ein Interview mit Herrn Melaouhi. Dass die deutschen Medien sich als einzigen auf der Welt nicht trauen, seine Geschichte zu veröffentlichen, bedauere er. Nachdem er unter anderem beim BBC zu Gast war, fragte auch SAT.1 wegen eines Interviews an. Doch das Gespräch wurde niemals veröffentlicht.

Für Stefan Raven News war es eine Ehre, Herrn Melaouhi kennenlernen zu dürfen. Trotz seines hohen Alters und seiner Behinderung durch den „Autounfall“ macht er noch einen sehr fitten Eindruck und man merkt ihn seinen hohen Bildungsstand an.

Das Grab von Rudolf Heß im Kreise seiner Familie im Jahr 2008. Foto © Henrik Ostendorf

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Ein Gedanke zu „Der Fall Rudolf Heß – Gespräch mit seinem Krankenpfleger Abdallah Melaouhi“
  1. Geheimakte Rudolf Hess – Die Wahrheit: https://www.youtube.com/watch?v=GlLryQZWgyg
    Diesen Film sollte man zu der Thematik gesehen haben!

    Rudolf Heß – Schlussworte im Nürnberger Prozess
    “Viele Jahre meines Lebens unter dem größten Sohne zu wirken, den mein Volk in seiner tausendjährigen Geschichte hervorgebracht hat. Selbst wenn ich es könnte, wollte ich diese Zeit nicht auslöschen aus meinem Dasein. Ich bin glücklich, zu wissen, dass ich meine Pflicht getan habe meinem Volke gegenüber, meine Pflicht als Deutscher, als Nationalsozialist, als treuer Gefolgsmann meines Führers. Ich bereue nichts. Stünde ich wieder am Anfang, würde ich wieder handeln wie ich handelte, auch wenn ich wüsste, dass am Ende ein Scheiterhaufen für meinen Flammentod brennt. Gleichgültig was Menschen tun, dereinst stehe ich vor dem Richterstuhl des Ewigen. Ihm werde ich mich verantworten, und ich weiß, er spricht mich frei.”

    Das schrieb der einsamste Gefangene der Welt in einem Brief an seine Frau:
    “Was der Tod der Elf einmal bedeuten wird,
    vermögen heute nur wenige zu ahnen –
    noch weniger kann ich darüber schreiben.
    Wir stehen mitten in einer großen Zeitenwende.
    Was wir alle durchmachen sind ihre Geburtswehen.
    Alles scheint negativ –
    und einmal wird dann doch Neues und Großes
    geboren werden …”
    RUDOLF HESS

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