Waschbär

Berlin (ots)„Pressemitteilungen des Deutschen Jagdverbands zu tierischen Neubürgern wie dem Marderhund, der Nilgans oder dem Waschbären zeichnen regelmäßig ein sehr undifferenziertes und vorgefertigtes, teilweise falsches Bild dieser Tierarten. So auch aktuelle Berichte, die versuchen, der Jagd auf den Waschbären durch die Möglichkeit der Verwertung als Lebensmittel einen vernünftigen Grund nach dem Tierschutzgesetz anzudichten,“ erklärt Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland.

In Hessen wurden erste Waschbären in den 1930er Jahren durch Jäger zur Bereicherung der jagdlichen Fauna am Edersee ausgesetzt. Schon 1981 äußerte sich Dr. Walburga Lutz, eine Pionierin der deutschen Waschbärenforschung, so: „Die Einbürgerung des Waschbären ist erfolgreich verlaufen und nicht mehr rückgängig zu machen, wir sollten deshalb lernen, mit ihm leben zu müssen.“ Heute, vierzig Jahre später ist der Waschbär eine heimische Tierart.

Der Deutsche Jagdverband lässt durch seinen Pressesprecher verkünden, dass der Waschbär heimische Tierarten bedrohe, vor allen Dingen Vögel. Diese Behauptung entspricht nach Aussagen von Forschern nicht der aktuellen Datenlage. Führende europäische Waschbärenforscher kommen zu folgenden Resultaten: Wissenschaftliche Studien von Berit und Frank Michler aus dem Müritz-Nationalpark, wo Waschbären die höchsten Populationsdichten für naturnahe Habitate in Europa erreichen, konnten keine negativen ökologischen Auswirkungen auf andere heimische Tierarten in diesem Lebensraum bestätigen (MICHLER).

Beim Waschbären handelt es sich um einen ausgesprochen generalistisch lebenden Sammler, der Nahrungsressourcen nutzt, die in hoher Zahl verfügbar sind und bei dem bis heute keine wissenschaftlichen Daten vorliegen, die einen ernsthaften Prädationsdruck auf andere Arten belegen.

Die Aussage des Deutschen Jagdverbandes, dass der Waschbär hierzulande keine Fressfeinde habe, ist ebenso falsch. Falsch zum einen deshalb, weil Fuchs, Wolf, Uhu, Baummarder und Greifvögel dem Waschbären durchaus an den Kragen gehen können, grundlegend falsch aber auch, weil Fressfeinde – auch in anderen Regionen – nie eine bedeutende Rolle für die Regulierung des Waschbären gespielt haben. Maßgeblich für den Bestand der Waschbären sind Nahrungsangebot, Krankheiten, Wetterkapriolen.

„Die vom Jagdverband – und keineswegs, wie der Anschein von Verlautbarungen der Jäger erweckt, durch die EU – propagierte Jagd ist tierquälerisch, im Hinblick auf die Eingrenzung der Zahl der Waschbären nicht zielführend, ja sogar kontraproduktiv,“ so Kauertz weiter. „Waschbären werden sich mit oder ohne Jagd in Deutschland so lange ausbreiten, bis sie die Lebensraumkapazität weitgehend ausschöpfen. Die Jagd kann das nicht aufhalten, geschweige denn verhindern. Auch deshalb, weil Waschbären – wie übrigens auch Füchse oder Wildschweine – hohe Verluste durch mehr Geburten schnell ausgleichen können.“

Kauertz beruft sich auf wissenschaftliche Expertise zu anderen generalistisch lebenden Beutegreifern wie den Füchsen und auf eine amerikanische Studie: Die zeigte nämlich auf, dass die Bejagung von Waschbären zu keinerlei Bestandsreduktion führte, sondern lediglich zu einer Verschiebung im Altersklassenaufbau mit einem deutlich höheren Anteil an Jungtieren und trächtigen Fähen gegenüber unbejagten Populationen. (ROBEL).

Newsletteranmeldung

Werbung

Bakdhi

12,99 €

Verewigt statt gelöscht: Die Bhakdi-Videos jetzt auf DVD

So schnell wie Covid-19 auftauchte, so schnell befand sich die Gesellschaft in einem unaufhaltsamen, von Politik und Medien befeuerten Wahn von Panikmache, Maskenzwang, Lockdown und Impfchaos. Bürgerliche Freiheits- und Grundrechte wurden in einem nie da gewesenen Ausmaß eingeschränkt.

Solide Aufklärung jenseits politischer und medialer Panikmache

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi zählt zu den Ersten, die es wagten, öffentlich und mit soliden wissenschaftlichen Erkenntnissen gegen die Herrschaft der Angst zu argumentieren. Woran erkennt man eine echte Pandemie? Wann sind Viren gefährlich? Warum eigentlich Masken? Was wissen wir über gentechnische Impfungen? Wem kann man noch trauen?

Die Angst der Eliten vor dem Gegenargument

Millionenfach angeklickt, wurden zahlreiche Videos von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi von YouTube und anderen Videoplattformen gelöscht.

Diese Sammlung besteht aus seinen vier wichtigsten Videos und verschafft Ihnen exklusiven Zugang zu den teilweise gelöschten. Es erwarten Sie:

  • Der offene Brief an die Bundeskanzlerin
  • Der Beitrag beim Kopp-Kongress zu den Themen Immunität, Herdenimmunität und Impfung
  • Die brisanten Fakten zur Impfwirkung
  • In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Arne Burkhardt: Die wissenschaftlichen Nachweise zu den Impfschäden

Mehr als 2 Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie haben die Menschen einen Anspruch auf eine sachliche und faktenbasierte Aufarbeitung der Krise, vor der sich die Verantwortlichen bis heute scheuen.

DVD statt YouTube
Die wichtigsten Zeitdokumente unlöschbar für Ihr Archiv

Mit einem Kauf dieser DVD unterstützen Sie den Verein MWGFD und damit die Arbeit von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi und von Prof. Dr. Arne Burkhardt.

Versandkostenfrei bei Kopp bestellen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.