Maske

Leingarten/Berlin (ots/Raven)Seit Dienstag erhalten Menschen über 60 Jahre und chronisch Kranke in Apotheken drei FFP2-Masken gratis. Der Andrang ist offensichtlich groß, denn bereits am ersten Tag der Ausgabe pilgern Risikopatienten ungebremst in die Apotheken mit dem Ziel die versprochenen Gratismasken abzuholen. Meterlange Warteschlangen sind vorprogrammiert und wurden bereits auch von unserer Redaktion gesichtet! Ein Zustand, der an vergangene Masern-Parties erinnert. Mit dem Unterschied, dass die Maskenausgabe statt der Ansteckung der vermeintlichen Eindämmung dienen soll.

Fakt ist jedoch, dass diese Menschenansammlungen beste Voraussetzungen für den Coronavirus darstellen könnten, um sich weiter auszubreiten. Ob dies tatsächlich der Fall ist, ist nach der Aussage des Bundesgesundheitsministerium am 29. Mai, wonach es keine Evidenz für eine exponentielle Ausbreitung gibt, fraglich. Dennoch geht man nach diesem Szenario vor, wäre es zutreffend, würden die angesetzten Maßnahmen aber auch hier ins Gegenteil verkehren.

Zahlreiche Apotheken sind maßlos überfordert und oftmals sind die Masken schon nach kurzer Zeit ausverkauft. Viele ältere Menschen müssen nach endlos langer Wartezeit den Heimweg ohne Masken antreten oder wandern zur nächstgelegenen Apotheke weiter. Es entsteht ein unaufhaltsames Apotheken-Hopping, welches uns alle der Gefahr des Virus aussetzen würde, wäre dessen exponentielle Ausbreitung nachweisbar. Menschen mit schwerer Grippe, z. B. Magen-Darm, die freuen sich ganz besonders, dass sie dringend benötigte Elektrolyte nur nach langem Anstehen bekommen. Dafür haben die Alten und Risikopatienten, die mit der Angst vor Corona in dieser Schlange stehen, dann eben Magen-Darm-Grippe. Danke, liebe Bundesregierung für so viel Versagen.

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2 Gedanken zu „Erneutes Regierungsversagen: Entpuppen sich die Gratis-Maskenausgaben als Super-Spreader-Events?“

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