Michael Ballweg

Wir widersprechen! Diskussionspapier („Studie“) belegt angeblichen
Zusammenhang zwischen Querdenken-Demonstrationen und
erhöhten Infektionszahlen


Stuttgart/11.02.2021: Einem Diskussionspapier („Studie“) zufolge
kommt es nach Querdenken-Demonstrationen zu erhöhten
Infektionszahlen. Die beiden wissenschaftlichen Einrichtungen beziehen
sich hierbei auf zwei Demonstrationen aus Leipzig und Berlin im
vergangenen Jahr. Die „Studie“ weist massive wissenschaftliche Mängel
auf und dient zur Diffamierung der Querdenken-Initiative.

Die Studie die keine Studie ist

Aus einer am 9.2. veröffentlichten „Studie“ des Zentrums für
Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Humboldt-Universität
zu Berlin (HU) geht hervor, dass die Querdenken-Demonstrationen im
November und Dezember 2020 in Leipzig und Berlin scheinbar zu
einem erhöhten Infektionsgeschehen beigetragen hätten. Untersucht
wurde hierbei die An-und Abreise der Demonstrationsteilnehmer mit
dem Busunternehmen „Honk for Hope“ und die jeweiligen Städte, in
welchen Haltestellen zum Ein – und Ausstieg in den Bus angeboten
wurden. Die Forscher konnten dabei feststellen, dass die Orte, an denen
die Busse hielten, nach den Demonstrationen ein erhöhtes
Infektionsgeschehen aufzuweisen hatten. Hieraus wird der Schluss
gezogen, dass die Teilnehmer der Demonstrationen kausal für das
erhöhte Infektionsgeschehen verantwortlich seien.

Seit der Veröffentlichung der „Studie“ überschlagen sich die
Pressemeldungen, der Tagesspiegel titelte beispielsweise: „Studie aus Berlin und -Mannheim: Querdenken-Demos für bis zu 21.000
Infektionen verantwortlich“. Auch die Tagesschau meldete sich zu Wort
und schrieb: „Mehr Infektionen durch „Querdenken“-Demos“.

Die „Studie“ ist aus mehrfacher Hinsicht nicht nur eine Farce und ein
Armutszeugnis der beiden wissenschaftlichen Institutionen, sondern
auch eine gezielte Kampagne zur Diffamierung der Querdenken-
Bewegung. Doch der Reihe nach: Die „Studie“ ist als solche nicht zu
bezeichnen, da sie den nötigen wissenschaftlichen Standards hierfür
nicht entspricht. Sie ist als „Diskussionspapier“ betitelt und als solches
auch klar gekennzeichnet. Sie wurde weder von Medizinern noch von
Statistikern durchgeführt und auch nicht „peer-reviewed“ oder als eine
„Preprint-Publikation“ gekennzeichnet und verstößt damit gegen
grundlegende wissenschaftliche Standards. Auch eine Kooperation
zwischen dem EZW und der Humboldt-Universität ist nicht ersichtlich,
außer dass einer der beiden Verfasser an der Universität als
Wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt ist. Auf Nachfrage von
Reitschuster.de bei der Humboldt-Universität auf deren Mitwirkung an
der „Studie“, antwortete die Pressestelle: „Die Medien zitieren absolut
korrekt, wenn sie schreiben:“…Dies zeigt eine aktuelle Studie des ZEW
Mannheim und der Humboldt-Universität zu Berlin“ (…) Deshalb wäre
es falsch, die Studie allein der Humboldt-Universität zuzuschreiben,
aber mitgewirkt hat sie über den Co-Autoren schon“. Wir lernen also
dazu: Es reicht die Mitarbeit eines Wissenschaftlers an einer Studie
bereits dazu aus, um diese der eigenen Organisation zuzuschreiben,
interessant…

Staatlich finanzierte Wissenschaft

Die beiden Verfasser der Studie haben mit medizinischen Sachverhalten
so viel gemein wie ein Lockdown mit dem Grundgesetz: Nichts. Dr.
Martin Lange ist seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZEW und
forscht dort zu den Themen „Arbeitsmärkte und Personalmanagement“
mit dem Forschungsschwerpunkt „Integration in Arbeitsmärkte“.
Nummer zwei im Felde der Spitzenmediziner ist Dr. Ole Monscheuer,
wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HU, wobei er zu „Labor
Economics, Economics of Migration, Applied Microeconometrics“
forscht. Diese beiden „Experten“ haben ein rund 48-seitiges
Diskussionspapier (keine Studie) veröffentlicht, in welcher sie 76 mal
den Begriff „Corona-Leugner“ („Covid-19 denier“) verwendet haben. Ob dies ein wissenschaftlicher Terminus ist, der als Zuschreibung des
Untersuchungsobjektes dienlich ist, ist zumindest zweifelhaft. Auch die
wissenschaftliche Maxime der Neutralität ist durch derartige
Bezeichnungen nicht gegeben. Die Tendenziösität des Dokuments
verwundert dennoch nicht, wenn man sich die Finanzierung der ZEW
genauer betrachtet: Zu 61% wird die Einrichtung aus Mitteln des
Landes Baden-Württemberg finanziert sowie zu 36% aus Drittmitteln.
Wir haben es hier also mit einer steuerfinanzierten Einrichtung zu tun,
die zu großen Teilen von Staatsgeldern gefördert wird. Aufgrund der
verwendeten Begriffe, der einseitigen Vorgehensweise und dem Fakt,
dass es sich bei der durchführenden Organisation um eine quasistaatliche
Einrichtung handelt, lässt sich darauf schließen, dass es sich
nicht um eine wissenschaftliche Ausarbeitung handelt, sondern um ein
politisch beauftragtes Papier. Wir verweisen hier darauf, dass das
Innenministerium zu Beginn der Pandemie laut Recherchen der WELT
führende Wissenschaftler eingespannt hat, um die Maßnahmen unter
dem Deckmantel der „Wissenschaft“ öffentlich rechtfertigen zu können.
Die zeitliche Korrelation dieser beiden Ereignisse ist zumindest
interessant und lässt den Zeitpunkt der Veröffentlichung des
Diskussionspapiers in einem anderen Licht erscheinen; die Ablenkung
auf den missliebigen politischen Gegner ist ein bewährtes Mittel.

Keine Evidenz für erhöhtes Infektionsgeschehen durch
Demonstrationen

Wir verweisen auch erneut darauf, dass bisher kein von uns angefragtes
Gesundheitsamt bestätigen konnte, dass ein Zusammenhang zwischen
den Demonstrationen und den Infektionszahlen vorliegt. Ebenso
betonen tatsächliche Experten wie der Virologe Hendrick Streeck immer
wieder, dass die Infektionsgefahr im Freien äußerst gering ist.
Unter den genannten Aspekten ist die „wissenschaftliche Studie“ als
eine PR-Aktion der Bundesregierung einzuordnen, die jedoch so
schlecht inszeniert ist, dass es jedem wissenschaftlich denkenden
Menschen klar erkennbar sein sollte, welche Strategie hinter dieser
Publikation steckt. Es wäre die Aufgabe der Medien und der
Journalisten in diesem Lande dieses pseudo-wissenschaftliche
Dokument als ein derartiges zu entlarven.

Rechtliche Schritte und Erinnerung an den Pressekodex

Wir werden Strafrechtsanwälte damit beauftragen, Martin Lange und
Ole Monscheuer wegen Volksverhetzung anzuzeigen und bitten
insbesondere Honk for Hope und die dazugehörigen Busunternehmer,
sich daran zu beteiligen. Diesen gegenüber stellt es aus unserer Sicht
eine Verleumdung dar, die zugleich zivilrechtlich mit einer
Schadensersatzklage gegen die beiden Autoren verbunden sein sollte.

Zugleich werden wird das ZEW und die Humboldt Universität
auffordern, arbeitsrechtliche Konsequenzen zu ziehen. Soweit die
Humboldt Universität sich das Papier bereits zu eigen gemacht hat
(https://reitschuster.de/…/studie-zu-corona-protesten…/#) werden die
rechtlichen Konsequenzen auch auf diese ausgeweitet.

Zu versuchen, mit einer derart politisch motivierten Kampfschrift das
Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu bekämpfen, ist ein
unwürdiges Schauspiel, dem wir sofort einen Riegel vorschieben
werden.

Jedes Presseorgan, das aktuell noch schreibt: “Eine Studie hat
bewiesen, dass….” äußert damit eine unwahre Tatsachenbehauptung.
Positiv an dieser Studie ist, dass wir hierdurch einen historischen
Nachweis haben, dass ein Großteil der Leitmedien nicht mehr im
Rahmen des Pressekodex,

Newsletteranmeldung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.