Michael Kretschmer

Wie Stefan Raven News berichtete, hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer vor fast einem Jahr die Behauptung auf Twitter viral verbreitet, dass die Behauptung zahlreicher besorgter Bürger bzgl. der Sonderrechte für Geimpfte und eine dadurch eingeführte indirekte Impflicht „absurd“ und „bösartig“ seien. Wir stellten ihn zur Rede und erhielten Antwort von seinem Regierungssprecher.

Wir stellten ihm folgende Fragen:

  1. Wie kam es zu diesem Sinneswandel?
  2. Warum bezeichnete Ministerpräsident Kretschmer vor einem Jahr Menschen, die im Rahmen der Meinungsfreiheit, ihre Sorgen und Ängste in sozialen Netzwerken äußerten als „absurd“ und „bösartig“? Ging seine damalige Äußerung nicht ohne diese (ab)wertenden Adjektive?
  3. Ist Ministerpräsident Kretschmer bereit, sich bei den Menschen, die er ggf. zu Unrecht beleidigt haben könnte, zu entschuldigen?

Wie es bei kritischen Nachfragen zu erwarten ist, kam hier auch keine direkte Antwort auf die gestellten Fragen, sondern eine Art „neutrales Geschwurbel“. Regierungssprecher Ralph Schreiber teilte uns hierzu mit:

„Das Statement des Ministerpräsidenten erfolgte im Nachgang der MPK mit der Bundeskanzlerin. Es spiegelt die Inhalte des Eckpunktepapiers der Bundesregierung zur Anpassung der Infektionsschutzmaßnahmen. In Deutschland wird niemand gegen seinen Willen geimpft. Das war so und das wird auch auf Dauer so bleiben. Es ist nach unserem Grundgesetz absolut zwingend, dass individuelle Einschränkungen nur mit einer klaren Begründung passieren können. Jemand der nicht ansteckend ist, der den Virus nicht übertragen kann, kann nicht dazu gezwungen werden, Kontakte einzuschränken. Und es ist selbstverständlich, dass für den Besuch von gewissen Einrichtungen bei denen zur Sicherheit der Bevölkerung ein Corona-Test notwendig ist, Person die nicht positiv sind, weil sie geimpft wurden, keinen Test machen.“

Dies ist im Grunde eine Wiederholung der heutigen Aussagen von Ministerpräsident Kretschmer, aber keine Antwort auf unsere Fragen. Das bedeutet, dass nicht erklärt wurde, wie es zu diesem „Sinneswandel“ kam, warum Ministerpräsident (Volksvertreter) Kretschmer eine große Anzahl an Menschen beleidigte und Herr Kretschmer ist auch nicht bereit, sich bei den Menschen, die letzten Endes Recht behielten, für seine verbalen Entgleisungen zu entschuldigen.

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