Markus Lanz

Die Silvester-Ausschreitungen in Berlin haben noch immer ihre Spuren hinterlassen. Nach den umstrittenen „Pascha“-Äußerungen von Friedrich Merz stand bei „Markus Lanz“ am Donnerstagabend die Bildungsmisere im Vordergrund. In der Diskussion geriet vor allem CDU-Politiker Daniel Günther in Bedrängnis.

Foto: © ZDF und Cornelia Lehmann.

Das Thema Migration und Integration ist schon seit vielen Jahren ein heiß umstrittenes Thema in Deutschland. Immer wieder wird nach Ausschreitungen – wie jüngst in der Silvesternacht in Berlin – über Lösungsansätze und Problembeseitigung gesprochen. Dass CDU-Chef Friedrich Merz in dem Zusammenhang bei „Markus Lanz“ von „kleinen Paschas“ gesprochen hatte, hallte im ZDF-Talk am Donnerstagabend abermals nach.

In der Runde ging es aber nicht nur um die polarisierende Wortwahl, sondern um die möglichen Wurzeln des Integrationsproblems an deutschen Schulen. Während sich CDU-Ministerpräsident Daniel Günther teilweise in Erklärungsnot sah, packte der Pädagoge Heinz-Peter Meidinger das Thema pragmatischer an und lieferte im Gespräch mit ZDF-Moderator Markus Lanz konkrete Lösungsansätze, für die er von einigen Seiten schon jetzt kritisiert wird.

Über Friedrich Merz‘ „Pascha“-Äußerungen sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes trocken: „Regt euch ab mit den Paschas! Ich hab damals auch die Stirn gerunzelt, aber ich bezweifle, ob wir die Diskussion jetzt führen würden, wenn er einen anderen Begriff benutzt hätte. Jetzt muss der zweite Schritt folgen. Wir müssen über die Ursachen und Lösungen reden.“ Journalist Roman Pletter stimmte zwar tendenziell zu, gab aber zu Bedenken, dass die „Pascha“-Wortwahl zu einer landesweiten Stigmatisierung führen könnte: „Ich fand die Wortwahl einfach etwas tragisch. Aber ich glaube im Kern, dass Merz ein wichtiges und richtiges Thema anspricht.“

Pädagoge fordert Ausländer-Quote in Schulklassen

Das Thema nahm bei Markus Lanz auch den Großteil der Sendung ein. Im Fokus des ZDF-Moderators: CDU-Politiker Daniel Günther. Auf Friedrich Merz angesprochen fragte Lanz zunächst mit einem Augenzwinkern: „Friedrich Merz und Sie, ist das jetzt schon Liebe – oder noch auf dem Weg dahin?“ Daniel Günther reagierte gelassen und lachte: „Liebe auf den zweiten Blick. Aber Spaß beiseite: Das ist wirklich eine gute Zusammenarbeit.“ Die Stimmung wurde jedoch schnell wieder düster, als die deutsche Bildungsmisere vertieft wurde. Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins verspreche laut Lanz in seinem Bundesland „mehr hochklassige Bildung“. Der Moderator fragte ernst: „Was ist schiefgegangen?“

Daniel Günther versuchte, sich zu verteidigen und erklärte: „Wir haben mehr Lehrerinnen und Lehrer in die Schulen gebracht. Ob das alles jetzt schon perfekt gelungen ist, das zeigen ja die Ergebnisse. Es ist ein Prozess.“ Dieser Prozess scheint für Heinz-Peter Meidinger jedoch nicht schnell genug zu gehen. Er prognostizierte für die Zukunft in den nächsten 15 Jahren: „Wenn man sich die Entwicklung anschaut – die Leistung von Kindern ist immer schlechter geworden. Besonders bei Kindern mit Migrationshintergrund, die hinken manchmal bis zu zwei Jahre hinter den anderen her.“ Der Pädagoge deutlich: „Wir steuern auf ein fürchterliches Szenario zu.“ Markus Lanz nachdenklich: „Ich sehe eine ähnliche Tendenz.“

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes machte daraufhin deutlich, dass es Ansätze gebe, die ein solches Szenario verhindern könnten. Eine mögliche Lösung laut Meidinger? Eine Ausländer-Quote in allen Schulklassen. Ein umstrittenes Konzept. Doch Meidinger bekräftigte: „Der Punkt ist, man muss an die ungleiche Verteilung an Schulen ran. Wie kann man Schüler integrations- und lernfreundlich verteilen?“ Markus Lanz merkte daraufhin an, dass der Pädagoge für diese Ansicht Kritik einstecken musste. Meidinger bestätigte: „Ich kriege jetzt vor allem Feuer von denen, die sagen: Das ist Rassismus.“

Markus Lanz wird emotional: „Wahnsinnig erschreckend“

Nicht nur die Ausländer-Quote sieht Meidinger als potenziellen Lösungsansatz. Der Gymnasiallehrer ergänzte: „Was müssen wir tun? Wir müssen in Deutschland Sprachstands-Tests machen bei allen Vierjährigen. Dann muss man verpflichtenden Sprachunterricht machen. Die meisten Bundesländer machen das Larifari.“ CDU-Politiker Daniel Günther fühlte sich dabei angesprochen und versuchte selbst, einen Lösungsansatz zu finden. Er erklärte im Gespräch mit Markus Lanz: „Wir müssen vor allem im Bereich Früherziehung deutlich mehr machen.“ Als der Moderator anmerkte, dass es in Schleswig-Holstein keine Kita-Pflicht gebe, reagierte der Ministerpräsident defensiv: „Wir haben schon eine hohe Quote, und ich glaube, dass das nicht die Lösung ist. Die Pflicht ist generell umstritten.“

Abschließend zeichnete Schulleiterin Cordula Heckmann ein alarmierendes Bild, als sie erklärte, dass rund zehn Prozent der Schüler an der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln ohne Abschluss die Schule verlassen würden. Markus Lanz reagierte schockiert: „Ich finde die Zahl ehrlich gesagt wahnsinnig erschreckend. Wir erlauben, dass so viele Kinder von der Schule gehen ohne Abschluss. Das kann nicht sein!“ Der Moderator machte gleichzeitig deutlich, wie sehr ihm das Thema Schulbildung von Kindern am Herzen liegt: „Ich habe selbst Kinder. Kinder sind neugierig wie ein Schwamm. Wenn man die inspiriert, werden aus denen großartige Erwachsene – oder eben auch nicht.“

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