Reh

Potsdam (ots)Offener Brief (2. Feb 2022): Antrag auf Wiederaufgreifen des Verfahrens und auf Aufhebung der Tierseuchenallgemeinverfügungen des Landkreises Uckermark

Sehr geehrter Herr Minister! Im Vorfeld der Ausschusssitzung am 7. Februar möchten wir Sie davon in Kenntnis setzen, dass die anerkannte Naturschutzvereinigung Freier Wald e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. und Wildtierschutz Deutschland e.V. am 2. Februar den Antrag auf Wiederaufgreifen des Verfahrens und auf Aufhebung der Tierseuchenallgemeinverfügungen des Landkreises Uckermark vom 12.11.2020, 27.08.2021 und 20.09.2021, bzw. den Hilfsantrag auf Aussetzung der Vollziehung, gestellt hat. Den Antrag fügen wir diesem Schreiben bei.

Wie in Medien bundesweit berichtet, verhindern die zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) verordneten Zäune bei Hochwasser ein Entkommen etlicher auch streng geschützter Tiere aus den Poldern des Nationalparks. Sie ertrinken oder sterben an Unterkühlung oder Erschöpfung. Zahlreiche tote Rehe, ein Hirschkalb, ein Turmfalke, ein Graureiher und zwei Singschwäne wurden meist von Passanten entdeckt. Insbesondere bei einem ersten kleinen Hochwasser zu Jahresbeginn dürften bereits wesentlich mehr Wildtiere ertrunken sein.

Hinzu kommt, dass durch die Errichtung der ASP-Schutzzäune vielen Tierarten des Nationalparks auch die jahreszeitliche Wanderung zu ihren Winterlebensräumen und damit zu Nahrungsgrundlagen erschwert oder unmöglich gemacht wird. Das nächste Hochwasser wird erfahrungsgemäß vielleicht schon im Februar, spätestens aber im März kommen. Die bisherigen Maßnahmen zur Rettung der Tiere sind völlig unzureichend. Bisher überhaupt nicht in Betracht gezogen wurde, dass die Zäune die Lebensraumqualität auch streng geschützter Arten erheblich reduziert.

Tier- und Naturschutzorganisationen gehen ferner davon aus, dass ein wesentlicher Beitrag der Schutzzäune nach zahlreichen ASP-Fällen außerhalb des Nationalparks und durch eine mögliche Übertragung des Virus durch die Kadaver ertrunkener Wildschweine nicht mehr gewährleistet ist. Auf jeden Fall aber steht der Nutzen der wohl auch unter Seuchenschutzaspekten illegal erstellten z.T. nur präventiven Schutzzäune in keinem Verhältnis zu dem immensen Schaden, den sie in diesem international geschützten Natura 2000-Gebiet für die dort lebenden Tierarten und das Leben und die Gesundheit einzelner, auch besonders geschützter Tiere anrichten.

Dafür, dass keine FFH-Verträglichkeitsprüfung, nicht einmal eine Vorprüfung im Zusammenhang mit der Errichtung von Zäunen im Natura 2000-Gebiet des Nationalparks Untere Oder durchgeführt wurde, steht Ihr Ministerium zumindest in der Mitverantwortung. Wildtierschutz Deutschland hat aufgrund des Verstoßes gegen deutsches und internationales Recht eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht.

Wildtierschutz Deutschland und die weiteren beteiligten Organisationen sind entschlossen den Rechtsweg zu gehen, bis eine tier- und naturschutzrechtlich akzeptable Lösung für die in Deutschland einzigartige brandenburgische Auenlandschaft in Brandenburg geschaffen ist.

Mit freundlichen Grüßen, Lovis Kauertz (Vorsitzender), Wildtierschutz Deutschland e.V.

Newsletteranmeldung

Werbung

Werbung

Und sie hatten sie doch
Und sie hatten sie doch

9,99 € 19,95 €

früherer gebundener Ladenpreis

Versandkostenfrei in Europa, inkl. MwSt.

Verlag: Kopp Verlag

Gebunden, 254 Seiten, zahlreiche Abbildungen

15 Jahre Recherche, neueste Erkenntnisse: Hitler hatte die Atombombe!

Vor 15 Jahren veröffentlichten Edgar Mayer und Thomas Mehner ein Buch, das für Furore sorgte. Die zentrale Aussage des Werkes: Nicht nur die Amerikaner, auch Hitler hatte die Atombombe. Für diese Aussage wurden die Autoren belächelt und angefeindet. 15 Jahre lang haben Mayer und Mehner seither weitere Indizien für ihre These gesammelt. Mit diesem Buch legen sie die Ergebnisse ihrer Recherchen vor, die man nur als spektakulär bezeichnen kann. Die neuen Belege lassen keinen Zweifel zu: Das Dritte Reich hatte Atomwaffen. Entgegen dem offiziellen Bild war die Forschung Deutschlands der Amerikas sogar weit voraus. Mehr noch: Die USA konnten in Hiroshima und Nagasaki nur deshalb Atombomben zum Einsatz bringen, weil sie sich der deutschen Technologie bemächtigt hatten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert