Michael Kretschmer

Am 5. Mai 2020 sprach sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer auf Twitter gegen Verschwörungstheorien aus. Heute wird er dafür in den sozialen Medien belächelt und erntet harte Kritik.

“Niemand wird in Deutschland gegen seinen Willen geimpft. Auch die Behauptung, dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen, ihre Grundrechte verlieren, ist absurd & bösartig. Lassen Sie uns Falschnachrichten & Verschwörungstheorien gemeinsam entgegentreten. (SK) #Impfzwang” lautet der Tweet auf dem Kurznachrichtendienst.

Quelle: Michael Kretschmer auf Twitter: “Niemand wird in Deutschland gegen seinen Willen geimpft. Auch die Behauptung, dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen, ihre Grundrechte verlieren, ist absurd & bösartig. Lassen Sie uns Falschnachrichten & Verschwörungstheorien gemeinsam entgegentreten. (SK) #Impfzwang https://t.co/yNhcnHCBrR” / Twitter

Die Lage heute sieht so aus, dass Bund und Ländern dafür sorgen, dass die Grundrechteinschränkungen für Geimpfte aufgehoben/aufgeweicht werden sollen. Genau diese realen Befürchtungen haben Millionen Deutsche vor einem Jahr geäußert – im Rahmen der Meinungsfreiheit und um öffentlich Gehör zu finden. Kretschmer tat dies als “absurd” und “bösartig” ab. Am Mo 26.04.2021 um 22:35Uhr verkündete der Politiker auf dem MDR, dass es für Geimpfte 14 Tage nach ihrer Zweitimpfung andere, bzw. weniger Freiheitseinschränkungen nur geben darf als für Nichtgeimpfte.

Wir finden diese konträren Äußerungen von ein und derselben Person spannend und fragten nach, wie es in so kurzer Zeit zu diesem Wandel kommen konnte.

  1. Wie kam es zu diesem Sinneswandel?
  2. Warum bezeichnete Ministerpräsident Kretschmer vor einem Jahr Menschen, die im Rahmen der Meinungsfreiheit, ihre Sorgen und Ängste in sozialen Netzwerken äußerten als „absurd“ und „bösartig“? Ging seine damalige Äußerung nicht ohne diese (ab)wertenden Adjektive?
  3. Ist Ministerpräsident Kretschmer bereit, sich bei den Menschen, die er ggf. zu Unrecht beleidigt haben könnte, zu entschuldigen?

Als Wiedervorlage haben wir in der Presseanfrage den 30. April um 15:00 Uhr vermerkt.

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