Berlin, 2. Juni 2020Eine Umfrage unter 60.526 Teilnehmern ergab ein starkes Ergebnis für die neue Partei Widerstand2020 von Dr. Bodo Schiffmann. Was sagt diese Umfrage aus, wie wurde sie erhoben und was ist daraus abzuleiten? 

Die Umfrage wurde am Abend des 31. Mai in unserem Telegram-Kanal erstellt. Unter anderem wurde diese anschließend von den Kanälen von Oliver Flesch, Xavier Naidoo, Digitaler Chronist und Oliver Janich geteilt. In 36 Stunden Laufzeit nahmen über 60.000 Personen an dieser Umfrage teil. Die Ergebnisse sagen aus, dass 54 % Widerstand2020 wählen würden, 33 % die AfD. Die Alt-Parteien liegen jeweils bei 1 – 2 %, auf die übrigen Parteien fallen insgesamt 7 % der Stimmen. Insgesamt 30 % der Befragten gaben an, nicht zu wählen. 

Uns ist bewusst, dass diese Stimmenverteilung zustandekam, weil die Umfrage auf alternativen Medienkanälen stattfand, welche von Wählern der Alt-Parteien nicht verfolgt werden. Andersherum sehen wir die letzten beiden Umfragen der Bertelsmannstiftung und des Allensbach Instituts ebensowenig als aussagekräftig an. Beide sagten Bundeskanzlerin Merkel starken Zuspruch von mehr als der Hälfte der Bevölkerung nach. Doch ist es kein Geheimnis, dass an der Spitze der Bertelsmannstiftung die gute Bekannte/Freundin der Kanzlerin, Liz Mohn, steht. Bei der Allensbachumfrage tauchten im Anschluss die Rohdaten auf, die ein ganz anderes Ergebnis lieferten. Doch diese Umfrage wurde „repräsentativ“ gemacht, d. h. man hat versucht von allen Bevölkerungsschichten die gleichen Anteile einzubinden, damit diese homogen wird. Gleicher Anteil der beiden Geschlechter, gleiche Verteilung der verschiedenen Einkommensklassen, etc. Doch diese Umfrage wurde telefonisch durchgeführt. Die meisten „Protestler“ nehmen laut anderer Studien jedoch gar nicht an Telefonbefragungen teil. Insofern sind die Rohdaten in unseren Augen aussagekräftiger als die repräsentativen Umfragewerte. Auch bei einer Bundestagswahl ist ja nicht automatisch auszugehen, dass eine ausgewogene homogene Masse wählen geht, sondern ein undefinierter Großteil des deutschen Volkes. 

Dies macht jedoch unsere Umfrage nicht genauer. Die Ergebnisse sind utopisch, für viele ein schöner Traum, aber mehr nicht. Dennoch lassen sich aus diesem Ergebnis zwei interessante Punkte ableiten. 

  1. Über die Hälfte der Abonnenten von alternativen Medien würden die neue Partei von Bodo Schiffmann wählen. Nur ein Drittel entscheidet sich für die bereits etabliertere AfD. Ist dies das Resultat der internen Streitigkeiten um Vorstandsmitglied Jörg Meuthen der blauen Partei? Oder heißt es, dass der Großteil der Menschen, die alternative Medien konsumieren, gar nicht automatisch AfD-Wähler sind und auch diese nicht unerhebliche Masse aus einem breiten Spektrum verschiedener politischen Ströme besteht und oftmals „nur“ AfD-nahe Alternativmedien wählen, weil sie in diesen unabhängiger und besser informiert werden als in den Systemmedien? 
  2. Der zweite interessante Punkt ist, dass die Umfrage zeigt, dass Menschen, die das Vertrauen in die Öffentlich-Rechtlichen und Konzernmedien verloren haben, auch das Vertrauen in die Altparteien verloren zu haben scheinen. 

Wir sind gespannt, wie sich die politische Stimmungslage bis zur nächsten Bundestagswahl weiter verhält und möchten in den nächsten Wochen ein deutschlandweites Projekt ins Rennen schicken, bei dem versucht werden soll, für jedes Wahlkreisbüro zur nächsten Bundestagswahl einen Beobachter hinzuschicken, der die Auszählung mitverfolgt und überprüft, ob und wie oft es zu ähnlichen Situationen kommt, wie zur Europawahl in Brandenburg. War dies ein Einzelfall oder werden wir im nächsten Jahr ein von den Umfragen und den letzten Jahren stark abweichendes Ergebnis bekommen? Unabhängig davon kann jetzt noch niemand sagen, wie sich in dieser historischen Zeit das politische Meinungsbild bis zum Wahltag entwickeln wird. 

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