Marianne Wilfert

Anfang der Woche wurde Marianne Wilfert nach § 130 Absatz 3 StGB verurteilt. Stefan Raven News kritisiert dieses Urteil, da der am 1. Dezember 1994 eingeführte Straftatbestand der Holocaustleugnung in unseren Augen der Meinungsfreiheit und der wissenschaftlichen Debatte widerspricht. Darum unterstützt Stefan Raven News die Rentnerin aus Bayern.

Der Videojournalist Nikolai Nerling (Volkslehrer) begleitete Frau Wilfert durch den ganzen Prozess. Das Gericht verurteilte Wilfert zu 1 Jahr und 3 Monate ohne Bewährung. Ein hartes Urteil für eine Erstverurteilung. Wir sprechen hier von einem Menschen, der wegen des Äußerns seiner Meinung – die niemand teilen muss – 15 Jahre eingesperrt wird. Doch das ist noch nicht alles. Wie Nerling in seinem Videobericht mitteilte, sprach der Staatsanwalt davon, dass Frau Wilfert diese Tat leugne. Der Richter sagte in seiner Urteilsbegründung, dass sie es eigentlich wisse, aber dadurch dass sie es leugne, würde sie es billigen. So werden in Deutschland im Jahr 2021 Urteile begründet.

Ihr Anwalt, Wolfram Narath, teilte nach dem Prozess gegenüber dem Volkslehrer mit: „Wenn ich als Strafverteidiger spreche, dann ist mir als erstes aufgefallen, dass die Staatsanwaltschaft mit ihrer Berufung, die eine Haftstrafe von 2 Jahren und 6 Monate verlangt hat, gescheitert ist. Es ist letztlich bei einem geringeren Strafausspruch geblieben. Jetzt ist natürlich zu prüfen, inwiefern Revision eingelegt werden kann, aufgrund der besonderen prozessualen Situation, die sich heute ergeben hat. […] Insgesamt ist es doch sehr bezeichnend, dass eine bis dahin völlig unbestrafte Frau, die auch ein sehr redliches, fleißiges und bescheidenes Leben geführt hat, sich für vielerlei Dinge interessiert, naturverbunden ist, Musikerin noch geworden ist, mehrere Sprachen spricht, dass eine bisher völlig unbestrafte Endsechzigerin hier gleich mit einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung von 1 Jahr und 3 Monaten bedient wird. Sicherlich kann jeder Jurist sagen, es war ja nicht nur ein Vorwurf, es sind mehrere Anklagen gewesen, das ist sicher richtig. Aber ihr trotz allem die Bewährungschance zu nehmen, während sie sehr eindringlich während der Hauptverhandlung in diesem Prozess dargelegt hat, wie sie überhaupt zu ihrer neuen Überzeugung gekommen ist. Sie hat hier gesagt, sie hat am Anfang fest daran geglaubt, dass es so war und sei dann eben im Zuge von mehreren Jahren, insbesondere angeregt durch einen Kontingentflüchtling aus der UDSSR überhaupt auf das Thema gestoßen worden, was dann zehn Jahre später dazu geführt hat, dass sie eine andere Überzeugung gewonnen hat und mit dieser gewonnenen Überzeugung nicht mehr hinter dem Berg halten konnte.“

Weiter sagte Narath: „Wenn man das im Einzelfall betrachtet, halte ich es für eine vollkommen überzogene Strafe, insgesamt ist ja bekannt, wie ich zu der Strafvorschrift an sich stehe. Ich halte diese Strafvorschrift nach wie vor für einen Fremdkörper im deutschen Strafrecht. Diese Strafgesetzgebung im § 130 Absatz 3 ist so ungewöhnlich und systemfremd für unser Strafrecht, dass ich an meiner Kritik festhalte und nach wie vor der Überzeugung bin, dass diese Strafvorschrift verfassungs- und menschenrechtswidrig ist.“ Weiter berichtet der Strafverteidiger von seiner Zeit als Jugendlicher und junger Erwachsener, wo es diese Strafvorschrift noch nicht gab und es damals sehr streitbar, aber auch sehr ruhig über dieses Thema diskutiert wurde. Die Diskussionskultur – auch an der Schule – sei dadurch verloren gegangen, was ein bedauernswerter Verlust sei.

Stefan Raven unterstützt Frau Wilfert mit einem kleinen Beitrag.

Wie oben angeschnitten ist die Haftstrafe für die alte Dame jedoch noch nicht alles. Für Gerichts- und Anwaltskosten, aber auch geladene Zeugen, etc. kommen auf Marianne Wilfert jetzt Kosten von ca. 30.000 Euro auf sie zu. Stefan Raven hat dank des gekippten Berliner Mietendeckels jetzt selbst einen vierstelligen Betrag zu stemmen, aber zeigte sich mit einem kleinen Beitrag solidarisch. Denn als Journalisten verteidigen wir die Meinungs- und wissenschaftliche Lehrfreiheit. Und wir fordern niemanden auf, Frau Wilferts Meinung zu teilen, auch nicht gut zu heißen. Aber wir fordern alle unsere Leser eindringlich auf, der Dame zu helfen und sie nicht alleine zu lassen. Bitte helft!

Marianne kann jetzt Hilfe gebrauchen:

Schickt ihr etwas an:

Marianne Wilfert
Marktplatz 3
95197 Schauenstein

marianne.wilfert@mail.de

Bitte habt Verständnis, dass Marianne nicht alle Emails beantworten kann. Sie muss sich jetzt um den Garten, die Familie und die Bienen kümmern!

Bankverbindung von Marianne Wilfert:

Sparkasse Hochfranken
IBAN: DE80 7805 0000 0222 8195 00
BIC: BYLADEM1HOF

Es lebe der Volkszusammenhalt!

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Mein Dank geht insbesondere an Prof. Richard Sakwa für die Erlaubnis, Zitate, übersetzt ins Deutsche, aus seinem Buch »Frontline Ukraine: Crisis in the Borderlands« (Tauris Verlag) in einer kritischen Betrachtung der Ukraine-Narrative und seines Buches zu verwenden. Es war in meinen Augen bis Anfang 2016 die beste Beschreibung der Ereignisse, und meine Kritik gilt nicht der Fakten-Analyse, sondern den daraus erfolgten Schlussfolgerungen. Richard Sakwas hauptsächliches Problem war meines Erachtens der erlaubte Rahmen der Diskussion. Nach der Tatsachenbeschreibung erfolgt die Analyse und immer, wenn Sakwa von »Unerfahrenheit«, »unbewussten Fehler«, oder »Fehleinschätzungen« hinterfragte ich, ob die Dummheit und Naivität der europäischen (und US-) Politiker wirklich so groß waren, wie es den Anschein hatte. Und in vielen Fällen habe ich den Rahmen der erlaubten Diskussion verlassen und die Meinung vertreten, dass die Protagonisten der westlichen Politik im Jahr 2014 sehr wohl wussten, was sie taten. Nicht nur der Vortrag eines Insiders, von Lawrence Wilkerson, u. a. Stabschef des US-Außenministers Powell in der Zeit der Präsidentschaft von George W. Bush, verrät, dass ihnen sehr wohl bewusst war, was sie taten. »Auch der Mainstream der Medien lässt seine Rezipienten die Bürger im Stich. Er klärt über diese Vorgänge nicht auf, oft geschieht sogar das Gegenteil, medial wird ein Schleier der Naivität ausgebreitet. Da wird ein Bild in schwarz-weiß von Schurken und Guten präsentiert, das hilft, am Kern des Übels immer mit großer Zielsicherheit vorbeizuschießen. Dann kommt einer wie Wilkerson, der im Inneren des Machtzirkels dabei war, und redet Klartext. Hier wieder aus dem Vortrag ein Beispiel über den Ukraine-Konflikt: Wilkerson: () Warum tut Putin das, was er tut? Teilweise, weil das die einzige Möglichkeit ist, wie man an der Macht bleibt und 60% Zustimmungsquoten in Moskau bekommt. Aber auch weil wir das Versprechen nicht hielten, das George H. W. Bush und Jim Baker dem damaligen Außenminister der Sowjetunion, aus der ja dann Russland wurde, Eduard Schewardnadse, und Gorbatschow und später Jelzin gaben. Und Jim sagte nahezu wörtlich, dass dafür, dass ihr (Anm. d. Autors: die Sowjetunion) kein Geheule über den größten diplomatischen Triumph des späten zwanzigsten Jahrhunderts die Wiedervereinigung Deutschlands anstimmt, wir mit der NATO keinen Zoll weiter nach Osten rücken würden; das sind Jim Bakers Worte. Was tat Bill Clinton? Er ging keinen Schritt weiter nach Osten. Nein. Bei ihm waren es ganze Länder. Er und Obama hielt das aufrecht beabsichtigte sogar Georgien und die Ukraine (Anm. d. Autors: in die NATO aufzunehmen). Wir stifteten sogar die Revolution in Kiew an. Was sollte Putin tun? Ein Drittel der sowjetischen (Anm. d. Autors: Er müsste hier wohl »russischen« sagen) schweren Waffen kommen aus der Ukraine. Die wichtigste Marine-Basis, nein Basen, Sewastopol und Odessa sind dort. Odessa könnte als nächstes dran sein, es ist militärisch sogar wichtiger als die Krim. Was sollte er angesichts einer solchen Stichelei, einer solchen Kampfansage tun?« 1 Weiterführende Literatur findet man insbesondere in Kees van der Pijls Buch über den Abschuss von MH17 (PapyRossa Verlag). Gleiches gilt für die Analyse der Schüsse auf dem Maidan, die von Ivan Katchanovski auf Academia.edu verfügbar ist. Aus diesem Grund wird über die Schüsse auf dem Maidan als auch den Abschuss von MH17 in diesem Buch nur am Rande eingegangen. Das Buch zeigt auf, dass fast alle Voraussagen, welche die Kritiker der Regierung der EU, der NATO und Deutschlands schon 2014 uns 2015 angebracht hatten, berechtigt waren.

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5 Gedanken zu „Stefan Raven News unterstützt Marianne Wilfert für Meinungsfreiheit“
  1. Die deutsche Geschichte ist der Stein, der die BRD zu Fall bringen kann.
    Die wissen genau, dass Frau Wilfert eine intelligente, belesene Frau ist.
    Deshalb diese aggressive Reaktion des Vereinigten Wirtschaftsgebietes.

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